Operationelles Programm 'Piemont'

Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Italien

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Am 2. August 2007 bewilligte die Europäische Kommission das operationelle Regionalprogramm 2007-2013 für das Piemont. Das Programm sieht gemeinschaftliche Fördermittel für die Region Piemont im Rahmen des Ziels „regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ vor und verfügt über einen Gesamtetat von etwa 1,1 Mrd. EUR. Der Gemeinschaftsbeitrag über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf etwa 426 Mio. EUR (dies entspricht rund 1,5 % der insgesamt im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Italien vorgesehenen Gemeinschaftsmittel).

1. Zweck und Zielsetzung des Programms

Etwa 71 % der Fördermittel sind für die Ziele der Lissabon-Strategie (Wachstum und Beschäftigung) bestimmt. Dem Programm soll eine Schlüsselrolle bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung und Innovation (48 % der Mittel), der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen durch Förderung alternativer Energien und Energieeffizienz (26 % der Mittel) und Stärkung der Attraktivität der Region mit speziellem Schwerpunkt auf Städte, Umwelt und Kultur zukommen (26 % der Fördermittel).

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Mit Hilfe des Programms dürften ca. 5 000 direkte neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Des Weiteren werden ein Anstieg der Arbeitskräftenachfrage in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), ein 10 %iger Anstieg der Beschäftigung in Hochtechnologiesektoren, 18 % mehr Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt sowie um 19 % höhere Exporte im Bereich Hochtechnologie erwartet. Im Energiebereich strebt die Region an, ihren Anteil an Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien von 35 auf 40 % zu erhöhen.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm beruht auf folgenden Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Innovation und Produktionswandel [rund 46,2 % des Gesamtetats]

Diese Prioritätsachse zielt auf die Stärkung des regionalen Innovationssystems, den Ausbau des Privatsektors, den Technologietransfer und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungsinstituten ab. Firmengruppen und Forschungseinrichtungen werden „innovative Plattformen“ in strategischen Bereichen (Biowissenschaft und Biotechnologien, Nanotechnologie, neue Materialien, Energiealternativen) fördern.

Des Weiteren sollen „Innovationspools“ (Vernetzung von Unternehmen sowie von Unternehmen mit anderen Akteuren) und industrielle Forschung, ökologische Innovationen und Telekommunikationsdienste für KMU unterstützt werden.

Prioritätsachse 2: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz [rund 25,1 % des Gesamtetats]

Durch diese Prioritätsachse wird eine größere Effizienz bei der Nutzung der Energieressourcen über die gesamte Energiekette hinweg gefördert (langfristige Nachhaltigkeit), es wird eine (sowohl auf der Nachfrage- als auf der Angebotsseite) auf erneuerbare Ressourcen aufbauende Produktion und die Energieeffizienz gefördert.

Prioritätsachse 3: Territoriale Entwicklung [rund 25,1 % des Gesamtetats]

Diese Prioritätsachse ist durch einen stark territorial ausgerichteten Ansatz gekennzeichnet und wird durch integrierte territoriale Programme umgesetzt, die vorrangig auf das „ökologische und kulturelle Erbe“ sowie ganzheitliche städtische Entwicklungsprogramme mit dem Schwerpunkt auf „Städtesanierung und -entwicklung“ ausgerichtet sind.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [rund 3,6 % des Gesamtetats]

Für die Umsetzung des Programms steht technische Hilfe zur Verfügung. Dies umfasst auch die finanzielle Unterstützung für Verwaltungs-, Überwachungs-, Auswertungs- und Kontrollaufgaben.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Piemont'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO011

Number of decision

C/2007/3809

Datum der endgültigen Annahme

02/08/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation und Produktionswandel 197 037 574 300 947 922 497 985 496
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz 107 083 786 163 555 824 270 639 610
Territoriale Entwicklung 107 083 786 163 555 824 270 639 610
Technische Hilfe 14 914 176 22 779 363 37 693 539
Gesamtausgaben 426 119 322 650 838 933 1 076 958 255