Operationelles Programm 'Molise'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Italien

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Am 28. November 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die italienische Region Molise für den Zeitraum 2007-2013. Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 192 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem EFRE rund 70 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 2,4 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Italien vorgesehen sind

1. Zweck und Ziel des Programms

Es wird erwartet, dass das EFRE-Programm für Molise einen entscheidenden Beitrag zu folgenden Zielen leisten wird: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung und Entwicklung, Senkung des CO2-Ausstoßes durch die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, Verbesserung der Zugänglichkeit durch die Modernisierung der Verbindungen zu multimodalen Verkehrssystemen und zur Erhöhung der Attraktivität der Region unter besonderer Gewichtung von Städten, Berggebieten und Risikovermeidung.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Es wird erwartet, dass das Programm unter anderem folgende Wirkung haben wird:

  • 2 600 neue Arbeitsplätze (mindestens 50 % für Frauen);
  • Steigerung der Arbeitsproduktivität in KMU um 7,3 %;
  • Erhöhung der Beschäftigungsquote von Arbeitskräften im Alter von 15 bis 64 Jahren um 7 %;
  • Steigerung des Anteils des Ausfuhrwerts am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region um 2,2 %;
  • Reduzierung der Abhängigkeit von der Außenhilfe um 11,6 %, gemessen als prozentualer Anteil der Einfuhren am gesamten BIP der Region;
  • Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Region von 2 Tonnen jährlich pro Einwohner auf 1,6 Tonnen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Forschung und Entwicklung, Innovation und unternehmerische Initiative [ca. 39,5 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse ist auf eine Steigerung der Innovation in der Region ausgerichtet. Dieses Ziel soll erreicht werden, indem die Rolle des privaten Sektors durch den Technologietransfer und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gestärkt wird. Priorität wird in diesem Zusammenhang die Sensibilisierung für den Forschungs- und Innovationsbedarf der lokalen Unternehmen haben.

Innovative Unternehmen werden durch direkte Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungspläne in der Industrie sowie durch sonstige Beihilfen für Innovationspläne im Bereich der Organisations- und Produktionsprozesse unterstützt. Auch innovative Unternehmensneugründungen und Ausgründungen von Unternehmen, die an sauberen Technologien arbeiten, werden im Rahmen dieser Prioritätsachse unterstützt.

Einen besonderen Schwerpunkt wird die Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen in der Region im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb darstellen. Diese Unternehmen werden Unterstützung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) erhalten, da viele von ihnen in traditionellen Sektoren tätig sind und nicht über eine ausreichende IKT-Kompetenz verfügen. Für innovative Investitionsprogramme im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) und/oder Innovation von Organisationsprozessen, die sich an neue und bestehende Industrieunternehmen richten, wird ein leicht zugängliches Kreditsystem eingerichtet.

Prioritätsachse 2: Energie [ca. 13,5 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse werden erneuerbare Energien sowie die Bereitstellung und Nutzung unterschiedlicher Instrumente für die Einsparung von Energie mit dem Ziel gefördert und unterstützt, die Energieeffizienz zu verbessern und die auf Emissionen zurückgehende Umweltverschmutzung zu vermindern.

Prioritätsachse 3: Zugänglichkeit [ca. 19,0 % der Gesamtförderung]

Der verabschiedeten Zugänglichkeitsstrategie liegt das Prinzip der territorialen und thematischen Konzentration zugrunde. Die sozioökonomische Partnerschaft in der Region wird die Anforderungen für die Finanzierung eines einzelnen Infrastrukturprojekts bestimmen. Zur Wahl stehen zwei multimodale Plattformen für die Region, eine im Bereich Termoli und die andere im Industriegebiet von Venafro.

Prioritätsachse 4: Umwelt und territoriale Entwicklung [ca. 24,0 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zeichnet sich durch einen klaren territorialen Ansatz aus und wird durch integrierte territoriale bzw. städtische Programme umgesetzt, die auf Berggebiete und städtische Gebiete ausgerichtet sind und die folgenden Schwerpunkte haben: Umweltschutz, Risikovermeidung und Umweltsanierung, Stadtsanierung und Stadtentwicklung sowie IKT-Dienste in Gebieten, in denen eine digitale Kluft besteht.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 4,0 % der Gesamtförderung]

Zur Durchführung des Programms wird technische Hilfe geleistet. Für die Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle des Programms steht auch finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Molise'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO008

Number of decision

C/2007/5930

Datum der endgültigen Annahme

28/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Forschung und Entwicklung, Innovation und unternehmerische Initiative 27 953 150 48 091 753 76 044 903
Energie 9 552 959 16 437 071 25 990 030
Zugänglichkeit 13 444 850 23 133 712 36 578 562
Umwelt und territoriale Entwicklung 16 983 750 29 220 748 46 204 498
Technische Hilfe 2 830 532 4 870 217 7 700 749
Gesamtausgaben 70 765 241 121 753 501 192 518 742