Operationelles Programm 'Ligurien'

Programm mit dem Ziel der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, mitfinanziert vom EFRE

Italien

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Die Europäische Kommission genehmigte am 27. November 2007 das „Operationelle Regionalprogramm für Ligurien – EFRE (2007-2013)“. Mit diesem Programm werden im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Fördermittel der Gemeinschaft für die Region Ligurien bereitgestellt. Die Gesamtmittelausstattung des Programms beträgt 530 235 365 EUR; die Gemeinschaft ist durch den EFRE mit 168 145 488 EUR daran beteiligt (etwa 0,6% der EFRE-Investitionen für das Ziel der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013 in Italien).

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

Liguriens EFRE-Programm ist auf die Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch Vernetzung und Zusammenarbeit mit öffentlich finanzierten F&E-Einrichtungen und Universitäten ausgerichtet; dabei soll die Nachfrage nach hochentwickelten Dienstleistungen seitens der KMU angeregt und gefördert werden. Die Attraktivität der Region soll durch einen Innovationsschub, durch Valorisierung von lokaler Identität und Traditionen und Wahrung der natürlichen Ressourcen gestärkt werden.

Der Klimawandel ist ein zentrales Anliegen: Das Programm setzt ausschließlich auf nachhaltigen Verkehr, über 11 % der Mittel werden in die Nutzung erneuerbarer Energieträger und in Energieeffizienz investiert. Mit 24 % der Mittel werden Forschungs- und Innovationsinfrastrukturen und -leistungen gefördert, wobei besonders ein höherer Anteil der privaten Forschung angestrebt wird.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das Programm bewirkt unmittelbar die Schaffung von 10 000 neuen Arbeitsplätzen, davon 4 300 für Frauen. Daneben wird bis 2015 ein Rückgang der Emissionen an Kohlenstoffoxiden 0,12 % und eine um 16 % höhere Produktivität der KMU unter dem Aspekt der Wertschöpfung erwartet. Die Exportkapazität der Region dürfte um rund 15 % wachsen. Der zusammenfassende Innovationsindex beim European Regional Innovation Scoreboard wird sich durch das Programm von 0,23 im Jahr 2006 auf 0,43 am Ende des Programmplanungszeitraums verbessern.

3. Schwerpunkte

Das Programm ist nach folgenden Schwerpunkten („Prioritätsachsen“) gegliedert:

Schwerpunkt 1: Informationsgesellschaft

Der Schwerpunkt zielt darauf ab, durch Einführung und Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnik die Qualität und Zugänglichkeit der Dienstleistungen im Rahmen der Informationsgesellschaft zu verbessern. Dazu gehören Fördermaßnahmen für Online-Behördendienste und -Bürgerservice, sowie zur Ergänzung der Breitband-Infrastrukturen in Gegenden, die in digitaler Hinsicht Nachholbedarf haben.

Schwerpunkt 2: Integration, soziale Dienste, Bildung und Rechtmäßigkeit

Dieser Schwerpunkt dient der Förderung von Diensten und Infrastrukturen, die der sozialen Ausgrenzung entgegenwirken sowie die Integration und Nichtdiskriminierung in der örtlichen Bevölkerung voranbringen. Gefördert werden Dienstleistungen, die zur Vermeidung vorzeitiger Schulabgänge beitragen, Rechtmäßigkeit und Sicherheit insgesamt fördern.

Schwerpunkt 3: Energie

Der Schwerpunkt zielt auf die Förderung der nachhaltigen Entwicklung ab; zu diesem Zweck wird bei der Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energieträger angesetzt.

Schwerpunkt 4: Umwelt, Attraktivität der natürlichen und kulturellen Ressourcen, Tourismus

Die Strategie für diesen Schwerpunkt besteht in der effizienten und schonenden Nutzung der Umweltressourcen sowie der Valorisierung natürlicher und kultureller Ressourcen, um die Region attraktiver zu gestalten und einen umweltverträglichen Fremdenverkehr zu fördern.

Schwerpunkt 5: Städtische Entwicklung

Dieser territoriale Schwerpunkt ist auf die Stärkung der Anziehungskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Region ausgerichtet; zu diesem Zweck sollen das Entwicklungsgefälle innerhalb der Region abgebaut, der Lebensstandard verbessert und die Lebensqualität in städtischen und in benachteiligten Gebieten verbessert werden.

Schwerpunkt 6: Wettbewerbsfähigkeit

Insgesamt wird die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit angestrebt – durch Forschungs- und Innovationsförderung in der Wirtschaft und durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungsstellen und der Geschäftswelt. Einige Mittel werden auch in Entwicklungsprogramme für bestimmte Cluster und Provinzen fließen.

Schwerpunkt 7: Technische Hilfe

Zweck der technischen Hilfe ist es, die Effektivität und Effizienz der an der Programmdurchführung beteiligten Akteure zu verbessern und für die Bekanntheit des Programms und der EU-Kohäsionspolitik in der Öffentlichkeit und unter den Begünstigten zu sorgen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Ligurien'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO005

Number of decision

C(2007) 5905

Datum der endgültigen Annahme

27/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Informationsgesellschaft 68 067 176 102 100 765 170 167 941
Integration, soziale Dienste, Bildung und Rechtmäßigkeit 64 663 818 96 995 726 161 659 544
Energie 74 873 894 112 310 841 187 184 735
Umwelt, Attraktivität der natürlichen und kulturellen Ressourcen, Tourismus 153 151 147 229 726 721 382 877 868
Städtische Entwicklung 122 520 918 183 781 377 306 302 295
Wettbewerbsfähigkeit 183 781 377 275 672 065 459 453 442
Technische Hilfe 13 613 435 20 420 153 34 033 588
Gesamtausgaben 680 671 765 1 021 007 648 1 701 679 413