Operationelles Programm 'Kampanien'

Im Rahmen des Ziels der 'Konvergenz', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Italien

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  

Die Europäische Kommission genehmigte am 11. September 2007 ein operationelles Programm für die italienische Region Kampanien im Zeitraum 2007-2013. Das Gesamtvolumen des operationellen Programms im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ beläuft sich auf 6,9 Mrd. EUR. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 3,4 Mrd. EUR Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht etwa 11,8 % der in Italien im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 vorgesehenen Mittel.

Die vorgesehenen nationalen Mittel in Höhe von 3,4 Mrd. EUR können zum Teil aus Gemeinschaftsdarlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) und anderer Darlehensinstrumente aufgebracht werden.

1. Zweck und Ziel des Programms

Hauptziel des operationellen Programms ist die Förderung einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung der Region nach einer langfristigen Strategie, die Folgendes anstrebt:

  • Verbesserung der Lebensqualität;
  • ausgewogene Entwicklung des städtischen und ländlichen Raums in dem Gebiet;
  • Beschäftigungswachstum (bei Frauen und Männern);
  • Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und europäischer Ebene sowie im Mittelmeerraum.

Ziel des Programms ist die Umsetzung der Ziele der Lissabon-Strategie (dafür sind 54 % der Ausgaben angesetzt); in diesem Rahmen werden die Bereiche Forschung und Entwicklung (R & D), technologische Innovationen sowie deren Verbreitung in der Region besonders unterstützt.

Der genaueren Beschreibung der Prioritätsachsen ist zu entnehmen, dass mehr als 52,5 % der EFRE-Mittel aus Gemeinschaftsmitteln bestehen werden, die zur Umsetzung der Prioritäten von Lissabon eingesetzt werden.

2. Die erwarteten Auswirkungen der Investitionen

Die Gemeinschaftsmaßnahme hat sich insbesondere die folgenden Ziele gesetzt:

  • Schaffung von annähernd 105 000 Arbeitsplätzen (für 69 000 Männer und 36 000 Frauen);
  • Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 2,8 t CO2bzw. 2,3 t je Einwohner;
  • Erhöhung des Anteils der städtischen Abfälle, die nach dem System der Abfalltrennung gesammelt werden, von 10 % auf insgesamt 18 %;
  • Ausweitung der Versorgung der Region mit schnellen Internet-Anschlüssen von 89 % auf 99 %;
  • Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 3,3 % auf 20 %;
  • Bau einer regionalen Schnellbahnstrecke von 22 km.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm ist in sieben Prioritätsachsen gegliedert:

Prioritätsachse 1: Nachhaltiger Umweltschutz sowie kulturelle und touristische Anziehungskraft [etwa 29,5 % der Gesamtinvestition]

Hauptziel dieser Prioritätsachse ist:

  • die Erarbeitung von Lösungen für dringende Umweltprobleme;
  • Förderung eines Umweltkonzeptes zur Stärkung des Tourismus in der Region.

Prioritätsachse 2: Wettbewerbsfähigkeit der Regionalwirtschaft [etwa 17,7 % der Gesamtinvestition]

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region, insbesondere die Steigerung der Produktivität der Wirtschaft sowie der Produktionsketten in den strategischen Sektoren Kampaniens. Die Förderung und Verbreitung von Forschung und Innovation, die Internationalisierung und die Förderung ausländischer Investitionen in der Region stehen hier an erster Stelle der Prioritäten.

Prioritätsachse 3: Energie [etwa 4.4 % der Gesamtinvestition]

Energieeinsparung und nachhaltige Nutzung von Energiequellen sind Ziele dieser Prioritätsachse. Eine regionale Energieproduktion und insbesondere die Erzeugung erneuerbarer Energien sollen dem Energiemangel der Region entgegenwirken.

Prioritätsachse 4: Erreichbarkeit und Verkehr [etwa 17,5 % der Gesamtinvestition]

Diese Prioritätsachse konzentriert sich auf die Entwicklung der Verkehrsadern in der Region, wobei den großen europäischen Verkehrsadern Vorrang eingeräumt werden soll. Hauptziel ist es, Kampanien zu einem bedeutenden Verkehrsstandort im Mittelmeerraum auszubauen, gleichzeitig jedoch auch für die Erschließung der abgelegenen Orte zu sorgen.

Prioritätsachse 5: Informationsgesellschaft [etwa 5,8 % der Gesamtinvestition]

Diese Prioritätsachse soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region unmittelbar stärken, und zwar sowohl im Bereich der Unternehmen (Wettbewerbsfähigkeit) als auch der Bürger (Zugang zu Dienstleistungen, Ausbau des Online-Dienstleistungs-Angebots).

Prioritätsachse 6: Stadtentwicklung und Lebensqualität [etwa 2,2 % der Gesamtinvestition]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse soll die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohner Vorrang erhalten: Maßnahmen der Stadtentwicklung sollen in den Aktionsrahmen für soziale Eingliederung und Wohlstand integriert werden.

Prioritätsachse 7: Technische Hilfe und Kooperation [etwa 3,3 % der Gesamtinvestition]

Zur Umsetzung des Programms ist technische Hilfe vorgesehen. Die Mittel können für die Verwaltung und Begleitung des operationellen Programms verwendet werden. Diese Prioritätsachse umfasst folgende Maßnahmen: die Koordinierung, Verwaltung, Evaluierung, Information und Kommunikation im Rahmen des Programms.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Kampanien'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT161PO009

Number of decision

C/2007/4265

Datum der endgültigen Annahme

11/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Nachhaltiger Umweltschutz sowie kulturelle und touristische Anziehungskraft 1 012 500 000 1 012 500 000 2 025 000 000
Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Regionalwirtschaft 607 500 000 607 500 000 1 215 000 000
Energie 150 000 000 150 000 000 300 000 000
Erreichbarkeit und Verkehr 600 000 000 600 000 000 1 200 000 000
Informationsgesellschaft 197 500 000 197 500 000 395 000 000
Stadtentwicklung und Lebensqualität 752 500 000 752 500 000 1 505 000 000
Technische Hilfe und Kooperation 112 397 599 112 397 599 224 795 198
Gesamtausgaben 3 432 397 599 3 432 397 599 6 864 795 198