Operationelles Regionalprogramm 'autonome Provinz Trient'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', kofinanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Italien

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Am 7. September 2007 hat die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die autonome Provinz Trient (Italien) für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt. Das operationelle Programm fügt sich in den für das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ vorgegebenen Rahmen ein und verfügt über einen Etat von insgesamt etwa 64 Mio. EUR. Die Gemeinschaftshilfe aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beträgt rund 19 Mio. EUR. Dies entspricht etwa 0,1 % der gesamten EU-Gelder, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Italien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die autonome Provinz Trient beabsichtigt die Förderung der territorialen Entwicklung auf der Grundlage von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unter Respektierung der lokalen Umwelt und unter Einbeziehung der Umwelt in die Herbeiführung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Dazu konzentriert sich das Programm auf Schlüsselbereiche wie etwa IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien), Forschung, erneuerbare Energiequellen, Umweltsanierung, Einbeziehung des Potenzials junger Menschen, Einführung neuer unternehmerischer Aktivitäten und Nutzung des Natur- und Kulturerbes. Durch die Konzentration auf diese Themen wird die autonome Provinz Trient zur Verwirklichung der Ziele der Strategie von Lissabon beitragen; dabei werden EFRE-Mittel zu etwa 84 % auf die Finanzierung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums mit neuen und besseren Arbeitsplätzen verwendet. Das Programm steht insoweit im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Europäischen Rats von Göteborg (2001), als es die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen politischer Maßnahmen als wesentlichen Bestandteil des Entscheidungsprozesses betrachtet.

Mit Hilfe des Strukturfonds bemüht sich die autonome Provinz Trient vor allem um die Verwirklichung der folgenden Ziele:

  • Steigerung der Energieeffizienz und Förderung der Nutzung nachhaltiger Energiequellen und des Einsatzes emissionsarmer Technologien sowie Verbesserung der Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung,
  • Förderung der Investitionen im Bereich Forschung und technologische Entwicklung, insbesondere in Bezug auf IKT; Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, der Innovationskraft und der Produktivität ihrer Betriebe; Verhinderung eines „digitalen Rückstands“ und Überwindung der „digitalen Kluft“;
  • erhebliche Steigerung der Beschäftigungsquoten, insbesondere bei Frauen und Jugendlichen, sowie Förderung der Weiterbeschäftigung älterer Arbeitnehmer.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das Programm soll

  • den Anteil der Energie aus erneuerbaren Energiequellen erhöhen und dazu führen, dass Strom schließlich zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird;
  • zu einer Erhöhung der öffentlichen und der privaten Ausgaben im Bereich Forschung und technologische Entwicklung beitragen;
  • zur Steigerung des Anteils der Internet-Nutzer in der Provinz Trient von ca. 37 % auf 60 % beitragen;
  • die Verbreitung von IKT in den Gemeinden fördern und insbesondere den Zugang zu Informationen erleichtern, um die digitale Kluft (besonders in den Gebirgsregionen) zu verringern;
  • die Anzahl der Unternehmensgründungen sowie die Gesamtzahl aktiver Unternehmen erhöhen;
  • den Fremdenverkehr weiter stärken und die Anzahl der Übernachtungen steigern.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm ist an den folgenden Prioritätsachsen ausgerichtet:

Prioritätsachse 1: Energie, Umwelt und „Technologieregion“ [ca. 52 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse konzentriert sich auf die Förderung der Forschung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Erzeugnissen und Systemen zur Sicherstellung der ökologischen Nachhaltigkeit.

Prioritätsachse 2: Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) [ca. 26 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse soll zu einer Verringerung der digitalen Kluft durch die Einführung und die wirksame Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien beitragen.

Prioritätsachse 3: Unternehmerisches Denken [ca. 6 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse konzentriert sich auf die Förderung unternehmerischen Denkens und die Entwicklung neuer Unternehmen.

Prioritätsachse 4: Nachhaltige lokale Entwicklung [ca. 12 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse soll die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit der Provinz Trient fördern; dazu soll sie sich das Umwelt-, Natur-, Geschichts- und Kulturerbe der Region in nachhaltiger Weise zunutze machen.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 4 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse soll ein funktionsfähiges, wirksames und effizientes System zur Verwaltung und zur Umsetzung des operationellen Programms sicherstellen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Regionalprogramm 'autonome Provinz Trient'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO010

Number of decision

C/2007/4248

Datum der endgültigen Annahme

07/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Energie, Umwelt und 'Technologieregion' 10 028 943 23 400 370 33 429 313
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 5 014 471 11 700 186 16 714 657
Unternehmerisches Denken 1 157 186 2 700 043 3 857 229
Nachhaltige lokale Entwicklung 2 314 371 5 400 086 7 714 457
Technische Hilfe 771 457 1 800 029 2 571 486
Gesamtausgaben 19 286 428 45 000 714 64 287 142