Operationelles programm 'Autonome Provinz Bozen'

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Italien

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Am 27. Juli 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die Autonome Provinz Bozen in Italien für den Zeitraum 2007-2013 im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Die Gesamtkosten des Programms betragen ca. 75 Mio. EUR. Die Gemeinschaftshilfe aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beträgt ca. 26 Mio. EUR; dies entspricht etwa 0,1 % der gesamten von der EU im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Italien vorgesehenen Mittel.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das allgemeine Ziel des Programms besteht darin, Umweltmaßnahmen zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Investitionen in nachhaltige Energien und umweltfreundlichen Nahverkehr, um einen Beitrag zu den Kyoto-Verpflichtungen der EU zu leisten. Das Programm wird Angebot und Nachfrage im Bereich von Technologien und Dienstleistungen fördern, die sich weniger auf die Umwelt auswirken.

Darüber hinaus trägt es zur Verbesserung der Unternehmenseffizienz bei. Zudem wird durch dieses Programm die wissensbasierte Wirtschaft weiterentwickelt, indem wettbewerbsfähigere Strukturen geschaffen werden, für einen besseren Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und deren bessere Nutzung gesorgt wird und die ökologische Nachhaltigkeit gemäß dem Modell für die Alpenregion sichergestellt wird. Durch die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, innovativer wirtschaftlicher Strukturen und einer nachhaltigen Entwicklung trägt das Programm dazu bei, die Ziele der Lissabon-Strategie in vollem Umfang zu verwirklichen.

2. Voraussichtliche Auswirkungen der Investitionen

Durch das Programm dürften 100 neue Vollzeitarbeitsplätze entstehen, die meisten davon im Sektor Forschung und Entwicklung (FuE), und es dürften Investitionen in Höhe von insgesamt 75 Mio. EUR (fast das Dreifache der Gemeinschaftshilfe) ausgelöst werden. Der Verbrauch erneuerbarer Energien wird bis 2015 voraussichtlich auf 70 % steigen und die Treibhausgasemissionen werden um 7 000 Tonnen/Jahr sinken. Darüber hinaus dürften durch das Programm die Qualität der Umwelt geschützt und verbessert und weitere Ressourcen für die Risikoprävention und die Forschung über erneuerbare Energien mobilisiert werden.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in die folgenden Prioritäten:

Priorität 1: Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftssystems [ca. 36,5 % der Gesamtfinanzierung]

Diese Priorität unterstützt schwerpunktmäßig Strategien für eine nachhaltige Entwicklung, Innovationen und die wissensbasierte Wirtschaft gemäß den Zielen der Lissabon-Strategie. Umgesetzt wird die Priorität durch die Unterstützung von FuE, eine verstärkte Vernetzung, die Förderung des Agrar- und Lebensmittelsektors, Clusterbildung und den Aufbau von Kompetenzzentren und Innovationskapazitäten mit unmittelbarem Bezug zu den Zielen der Wirtschaftsentwicklung vor Ort. Erreicht wird dies durch die Unterstützung branchen- und technologiespezifischer Kompetenzzentren, die Förderung der industriellen Forschung und technologischen Entwicklung (FTE) und einen besseren Zugang zu den IKT und deren verstärkte Nutzung.

Priorität 2: Ökologisch nachhaltiges Wirtschaftswachstum [ca. 33,5 % der Gesamtfinanzierung]

Diese Priorität zielt darauf ab, die Lebensqualität der Bewohner in der Autonomen Provinz Bozen zu verbessern, indem die Ziele der Region in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit umgesetzt werden. Zu den wichtigsten Aktivitäten im Rahmen dieser Priorität gehören die Unterstützung der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie und der Wasserkraft, der Energieeffizienz und der Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien (Versuche zur Energiegewinnung aus Wasserstoff) und die Förderung des umweltfreundlichen Nahverkehrs, vor allem in den innerstädtischen Bereichen Bozens.

Priorität 3: Prävention von Naturrisiken [ca. 26 % der Gesamtfinanzierung]

Der Schwerpunkt dieser Priorität liegt auf der Verhütung von Naturrisiken wie z. B. Überschwemmungen. Der Großteil der finanziellen Mittel wird zur Finanzierung der technischen Infrastruktur für die Beobachtung, Ermittlung, Überwachung, Vorhersage und Bereitstellung von Frühwarnungen für eine große Bandbreite an Gefährdungen durch Wasser genutzt werden. Mit dieser Priorität will die Autonome Provinz Bozen den Schutz und die Verbesserung der Umwelt erreichen und angemessene Reaktionen auf Umweltrisiken entwickeln.

Priorität 4: Technische Hilfe [ca. 4 % der Gesamtfinanzierung]

Zur Durchführung des Programms ist technische Hilfe vorgesehen. Die bereitgestellte finanzielle Unterstützung deckt die Kosten für Verwaltung, Überwachung, Evaluierung und Kontrolle sowie Information und Kommunikation.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles programm 'Autonome Provinz Bozen'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO009

Number of decision

C/2007/3726

Datum der endgültigen Annahme

27/07/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftssystems 9 498 023 17 847 173 27 345 196
Ökologisch nachhaltiges Wirtschaftswachstum 8 717 363 16 380 281 25 097 644
Prävention von Naturrisiken 6 765 715 12 713 054 19 478 769
Technische Hilfe 1 040 880 1 955 855 2 996 735
Gesamtausgaben 26 021 981 48 896 363 74 918 344