Operationelles Programm 'Abruzzen'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Italien

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Am 17. August 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für die Region Abruzzen in Italien für den Zeitraum 2007-2013. Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 345 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 140 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,5 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2007-2013 für Italien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Mit dem operationellen Programm soll ein entscheidender Beitrag zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Region durch Forschung und Innovation (41 % der Fördermittel), zur Verringerung der CO2-Emissionen durch die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz (11 % der Fördermittel), zum Abbau der digitalen Kluft durch die Förderung einer innovativen Gesellschaft (15 % der Fördermittel) und zur Steigerung der Attraktivität der Region, insbesondere der Städte und der Berggebiete, (33 % der Fördermittel) geleistet werden.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Es wird davon ausgegangen, dass durch das Programms unmittelbar rund 1 600 neue Arbeitsplätze geschaffen werden und dass die Arbeitsproduktivität in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region um 8,3 % steigt. Weiter werden ein Anstieg der FuE-Ausgaben der Unternehmen um 30 % und eine Zunahme der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) um 15 % erwartet. Im Energiebereich wird das Ziel verfolgt, die Energieintensität der Region um 4 % zu verringern und im Gegenzug den Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Energieerzeugung von 41 % auf 49 % zu steigern. Nicht zuletzt wird mit einem Zuwachs der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durch die Unternehmen der Region um 15 % gerechnet.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in die folgenden Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Forschung und Entwicklung (FuE), Innovation und unternehmerische Initiative [ca. 39,3 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist es, die Innovation in der Region zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle des privaten Sektors, dem Technologietransfer und der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen liegt. Dabei wird vorrangig auf Maßnahmen gesetzt, die einem bezirksbezogenen Konzept/Cluster-Konzept folgen und auf bestimmte strategische Felder ausgerichtet sind (Automobil-, Elektronik- und Lebensmittelindustrie). Im Rahmen eines bezirksbezogenen Konzepts werden „Innovationszentren“ gefördert, zu denen sich Unternehmen oder Unternehmen und andere Akteure zusammenschließen. Ebenso werden im Zuge dieser Prioritätsachse die industrielle Forschung, Unternehmensgründungen, ökologische Innovation, Innovation und Dienstleistungen für KMU sowie der Zugang von KMU zu Krediten unterstützt.

Prioritätsachse 2: Energie [ca. 10,2 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse dient der Förderung einer höheren Energieeffizienz bei der Nutzung von Energieressourcen (langfristige Nachhaltigkeit) in sämtlichen Abschnitten der Energiekette, der vermehrten Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern, der Verbesserung der Energieeffizienz und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den sparsamen Umgang mit Energie.

Prioritätsachse 3: Informationsgesellschaft [ca. 14,3 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Verringerung der digitalen Kluft, vor allem in den Berggebieten der Region, indem der Zugang zu und die Nutzung von IKT erleichtert werden. Einen Schwerpunkt bilden hierbei IKT-Dienstleistungen für Unternehmen.

Prioritätsachse  4: Territoriale Entwicklung [ca. 32,2 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zeichnet sich durch einen klaren territorialen Ansatz aus und wird durch integrierte territoriale bzw. städtische Programme umgesetzt, die auf Berggebiete und städtische Gebiete ausgerichtet sind und die folgenden Schwerpunkte haben: „Umwelt und Kulturerbe“, „Risikovermeidung und Umweltsanierung“ und „Stadtsanierung und Stadtentwicklung“.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 4,0 % der Gesamtförderung]

Zur Durchführung des Programms wird technische Hilfe geleistet. Für die Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle des Programms steht auch finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Abruzzen'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IT162PO001

Number of decision

C/2007/3980

Datum der endgültigen Annahme

17/08/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
FuE, Innovation und unternehmerische Initiative 55 000 000 80 913 247 135 913 247
Energie 14 260 495 20 979 326 35 239 821
Informationsgesellschaft 20 000 000 29 422 999 49 422 999
Territoriale Entwicklung 45 000 000 66 201 747 111 201 747
Technische Hilfe 5 500 000 8 091 325 13 591 325
Gesamtausgaben 139 760 495 205 608 644 345 369 139