Operationelles Programm 'Süd- und Ostirland'

Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Irland

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Die Europäische Kommission hat am 16. Oktober 2007 für den Zeitraum 2007-2013 ein Regionalentwicklungsprogramm für Süd- und Ostirland mit dem Titel „Operationelles Regionalprogramm für Süd- und Ostirland 2007-2013“ genehmigt. Dieses Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für Süd- und Ostirland im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ vor. Der Gesamtetat beläuft sich auf 367 Mio. EUR und der Gemeinschaftsbeitrag über den EFRE auf 146,6 Mio. EUR. Dies entspricht rund 20 % der für Irland vorgesehenen Mittelzuweisungen aus dem Strukturfonds im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“.

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

Das allgemeine Ziel des operationellen Programms besteht darin, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu steigern, eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, die Lebensqualität durch Investitionen in Innovation und Wissenswirtschaft zu verbessern sowie den Umweltschutz, die Breitbandnutzung, die Stadterneuerung und die Wiederbelebung der Innenstädte zu fördern.

Im Rahmen des operationellen Regionalprogramms für Süd- und Ostirland 2000-2006 wurden der Region bis zum 31. Dezember 2006 Fördermittel in Höhe von über 4,1 Mrd. EUR zugewiesen. Die Investitionen flossen in erster Linie in lokale Infrastrukturprojekte, die Entwicklung lokaler Unternehmen, die Landwirtschaft und Kinderbetreuungseinrichtungen. Mit dem neuen Programm 2007-2013 sollen auf der Grundlage des Erreichten neue Herausforderungen in Süd- und Ostirland in Angriff genommen werden.

2. Voraussichtliche Wirkung

Im Rahmen des Programms sollen 7 700 Arbeitsplätze in Kleinstunternehmen geschaffen werden. Die bereitgestellten Mittel sind u. a. dazu bestimmt, 84 000 Beschäftigten in Kleinstunternehmen Managementunterstützung und Mentoring zur Verfügung zu stellen, 560 Forschungsstellen an Hochschulen einzurichten und 4 000 Kleinstunternehmen unmittelbar zu unterstützen. Außerdem sollen 150 zusätzliche Stellen in Gründerzentren geschaffen werden. Des Weiteren werden sechs Energiekonzepte eingeführt und über 23 000 Unternehmen in Süd- und Ostirland mit Breitband ausgestattet.

3. Prioritätsachsen

Das Programm umfasst drei thematische Schwerpunkte sowie die Prioritätsachse „Technische Unterstützung“.

Prioritätsachse 1: Innovation und Wissenswirtschaft

Ziele der Lissabon-Agenda: Weiterentwicklung von Wissen, FuE, Innovation und unternehmerischer Basis der Regionalwirtschaft und Unterstützung der Zusammenarbeit und des Technologietransfers zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Region zu stärken.

Prioritätsachse 2: Umwelt und Breitbandzugang

Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeinsparung sowie verbesserter Breitbandzugang in der gesamten Region, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Prioritätsachse 3: Nachhaltige Stadtentwicklung

Steigerung der Attraktivität ausgewiesener Gateways und Hubs als Antriebskräfte für das regionale Wirtschaftswachstum. Ein Hauptziel wird darin bestehen, die Bemühungen der Städte um eine Optimierung ihres Potenzials zu ergänzen durch die Unterstützung ihres Beitrags zu dynamischer Unternehmensentwicklung, Innovation und Abbau des Sozialgefälles.

Prioritätsachse 4: Technische Unterstützung

Unterstützung von Programmverwaltung und –durchführung, einschließlich technischer Unterstützung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzkontrolle, Forschung und Bewertung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Süd- und Ostirland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007IE162PO002

Number of decision

C(2007)5169

Datum der endgültigen Annahme

16/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation und Wissenswirtschaft 96 000 000 144 000 000 240 000 000
Umwelt und Breitbandzugang 26 000 000 39 000 000 65 000 000
Nachhaltige Stadtentwicklung 20 000 000 30 000 000 50 000 000
Technische Unter-stützung 4 603 534 7 396 466 12 000 000
Gesamtausgaben 146 603 534 220 396 466 367 000 000