Operationelles Programm 'Nördliche Niederlande'

Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Niederlande

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Am 27. Juli 2007 billigte die Europäische Kommission für den Zeitraum 2007-2013 ein operationelles Programm für die „nördlichen Niederlande“. Das Programm wird im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ mit einem Gesamtetat von rund 373 Mio. EUR durchgeführt. Über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt die Gemeinschaft Mittel in Höhe von 169 Mio. EUR bereit. Dies entspricht ca. 8,9 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für die Niederlande vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das Programmgebiet umfasst die Provinzen Drenthe, Friesland und Groningen und macht ungefähr 25 % der Oberfläche des Landes aus, erfasst jedoch lediglich 10 % der Bevölkerung. Ferner liegt das Pro-Kopf-BIP leicht über dem EU-Durchschnitt, aber dennoch 20 % unter dem Landesdurchschnitt.

Kernziel des Programms ist die Umwandlung der Wirtschaft in den Nordniederlanden in eine wissensbasierte Wirtschaft, wobei Entwicklung und Implementierung von Innovation und Technologie mit einer Verbesserung der räumlichen Qualitäten sowohl in den Städten als auch auf dem Lande gepaart werden sollen. Diese Zielsetzung wird in acht spezifischere Ziele unterteilt, für die eine Reihe Indikatoren mit quantifizierten Zielvorgaben entwickelt worden sind.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Ein wichtiges Element der Entwicklungsstrategie ist die „nördliche Entwicklungsachse“, ein Konzept, das direkt auf die Verstärkung und Verknüpfung der wirtschaftlichen Strukturen in der nördlichen Region ausgerichtet ist. Damit soll ein Korridor geschaffen werden, der die Region mit den Wirtschaftszentren in den westlichen Niederlanden und denen in Norddeutschland und Skandinavien verbindet.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm ist in die folgenden drei Prioritätsachsen untergliedert:

Prioritätsachse 1: Wissensgestützte Wirtschaft, Unternehmertum und Innovation [rund 49,2 % des Gesamtetats]

Ziel dieser Priorität ist die Verbesserung der Innovationskapazität der Region, Wissenszuwachs in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Schaffung von Anreizen für die Unternehmensgründung sowie Verbesserung der Arbeitsmarktstrukturen.

Prioritätsachse 2: Attraktive Regionen [rund 23,5 % des Gesamtetats]

Mit dieser Priorität sollen die attraktive Landschaft des Programmgebietes gefördert und erhalten, die Verkehrsanbindung und Mobilität verbessert und die Unternehmensstandorte gestärkt werden. Die Maßnahmen werden sich auf die wirtschaftlichen Kernzonen und städtischen Netze konzentrieren.

Prioritätsachse 3: Städtische Dimension [rund 23,5 % des Gesamtetats]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse richtet sich das operationelle Programm an stadtspezifische Probleme in den vier Städten Groningen, Leeuwarden, Assen und Emmen – dabei richtet sich das Augenmerk auf die qualitative Verbesserung von Einrichtungen und Dienstleistungen in Städten und Standorten für wissensbasierte Unternehmenszweige.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [rund 3,8 % des Gesamtetats]

Vorgesehen ist ebenfalls die Bereitstellung technischer Hilfe bei der Durchführung des Programms. Es stehen Mittel bereit, um die Kosten für Verwaltung, Überwachung und Kontrolle zu finanzieren.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Nördliche Niederlande'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007NL162PO001

Number of decision

C/2007/3725

Datum der endgültigen Annahme

27/07/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissensbasierte Wirtschaft, unternehmerische Initiative, Innovation 94 864 000 94 864 000 189 728 000
Attraktive Regionen 33 880 000 50 820 000 84 700 000
Die städtische Dimension 33 880 000 50 820 000 84 700 000
Technische Hilfe 6 776 000 6 776 000 13 552 000
Gesamtausgaben 169 400 000 203 280 000 372 680 000