Operationelles Programm 'Loirebecken'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Am 28. September 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein überregionales operationelles Programm für den Raum „Loirebecken“ (Frankreich) im Zeitraum 2007-2013. Dieses Programm erstreckt sich auf die folgenden Regionen: Centre (federführende Region), Basse-Normandie, Pays de la Loire, Poitou-Charentes, Burgund, Auvergne, Limousin, Rhône-Alpes und Languedoc-Roussillon.

Dieses operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 74 Mio. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 34 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht etwa 0,2 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Frankreich vorgesehen sind.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Die strategische Zielsetzung des Programms für den Raum „Loirebecken“ ist es, die regionale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungssituation im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung zu verbessern.

Die Strategie des operationellen Programms stützt sich auf:

  • die Chancen für die Regionen, wie sie bei der Diagnose und Analyse der Schwächen und des Potenzials des Gebiets deutlich geworden sind,
  • die strategische Ausrichtung der Gemeinschaft und den nationalen strategischen Rahmen, in denen die Grundsätze der Zweckbindung der Fördermittel festgelegt sind.
  • detaillierte Beschreibung der Prioritäten zeigen, dass der Anteil der Gemeinschaftsfinanzierung für die Prioritäten der Lissabon-Strategie 65,51% für den EFRE zu

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die durch Schäden und Verluste an Wirtschaftsleistung verursachten Kosten, welche sich durch die Intervention der gemeinschaftlichen Finanzierungsmaßnahmen vermeiden lassen, mit denen die Anfälligkeit der Wirtschaft gegenüber Überschwemmungen verringert werden soll, werden auf ca. 26 Mio. EUR beziffert.

Durch das Programm dürften 25 % der hochwassergefährdeten Kommunen des Loirebeckens (insgesamt 575) in einen vorbeugenden Aktionsplan einbezogen werden können. Außerdem ist die Finanzierung von 140 wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Verbindung mit Forschungsvorhaben im Zusammenhang mit der Loire vorgesehen. Im Rahmen des Aktionsplans für den Erhalt von Wanderfischarten könnte durch dieses Programm die Zahl der wandernden Lachse in Vichy (am Fluss Allier) von 707 auf 1 500 gesteigert werden.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in vier Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Loirebeckens durch Verringerung der Überschwemmungsgefährdung der Wirtschaft in diesem Raum [ca. 47,4 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Gegenstand dieser Prioritätsachse ist die Entwicklung eines „industriellen“ Ansatzes, mit dem die Gefährdung der Wirtschaftsstandorte durch Überschwemmungen verringert werden soll und die Risiken durch gemeinsame Untersuchungen sowie durch Versuchsvorhaben beherrscht werden sollen.

Die Ziele finden ihren Niederschlag in:

  • Mobilisierungs- und Betreuungsmaßnahmen;
  • Diagnosen (Feststellung der Faktoren der Überschwemmungsgefährdung der Unternehmen, Strukturen und Gewerbegebiete);
  • Einleitung wirksamer und vorrangiger Maßnahmen, die von diesen Unternehmen, Strukturen und Gewerbegebieten auf freiwilliger Basis zur Verringerung ihrer Gefährdung durchgeführt werden.

Darüber hinaus sind vorgesehen:

  • umfassende Untersuchungen der Risiken und Herausforderungen in den einzelnen Einzugsgebieten;
  • konzertierte Aktionspläne zur Vorbeugung gegen Überschwemmungen;
  • boden- oder nutzungstechnische Lenkungsmaßnahmen;
  • bauliche Maßnahmen zu Versuchszwecken usw.

Prioritätsachse 2: Impulse für Forschung und Innovationen im Loirebecken durch Entwicklung und gemeinsame Nutzung umfassender, grundlegender und operationeller Kenntnisse des Loirebeckens [ca. 24,6 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziele dieser Prioritätsachse sind es insbesondere:

  • die Datenbestände zum Loirebecken zu verwerten und auf Gegenseitigkeit zugänglich zu machen; dazu sollen Daten und Fachwissen erschlossen und gemeinsam genutzt werden, ein System und Technologienistrumente entwickelt werden, mit denen auf Kooperationsbasis angelegte Datenaustauschprojekte gefördert werden, ferner sollen die für die Begleitung geeigneten Kenntnisse und Daten verwertet und außerdem die durchgeführten Maßnahmen evaluiert werden;
  • der Ausbau der Interaktion von Wissenschaft und Verwaltung und Management im Loirebecken durch Einführung eines integrierten Programms für Forschungsprojekte, durch Entwicklung wissenschaftlicher Forschungsarbeiten und Maßnahmen zur Valorisierung von Forschung und wissenschaftlichem Kapital im Loirebecken.

Prioritätsachse 3: Begleitende Unterstützung überregionaler Exzellenz-Initiativen, mit denen die wirtschaftliche Entwicklung und Schutz der Umwelt miteinander in Einklang gebracht werden [ca. 24,8 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziel dieser Prioritätsachse ist, das Naturerbe sowie das kulturelle, architektonische und landschaftliche Erbe des Loirebeckens und der Zuflussgebiete zu einem Impulsgeber für die Entwicklung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Loirebeckens zu machen.

Durch eine regionenübergreifende und konzertierte Vorgehensweise der verschiedenen Verwaltungsebenen können die Herausforderungen wirksam bewältigt werden:

  • ökologische Herausforderungen im gesamten Loirebecken, wozu insbesondere Versuchsvorhaben zum Schutz der Natur und zur koordinierten und gemeinsamen Bekämpfung invasiver Pflanzen durchgeführt werden;
  • die Kapitalisierung der „Loire“ als Stärke der Region durch mehrjährig angelegte Aktionspläne, in deren Mittelpunkt die besonders markanten Orte, sanfter Tourismus und die Landschaften stehen;
  • Wiederansiedelung von Wanderfischarten (Populationen der großen Lachsarten).

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 3,2 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die technische Hilfe dient zur Kofinanzierung der Verwaltungs-, Begleit-, Bewertungs-, Betreuungs-, Informations- und Kommunikationsmaßnahmen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Loirebecken'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO024

Number of decision

C/2007/4549 + C(2011) 6604

Datum der endgültigen Annahme

28/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Loirebeckens durch Verringerung der Überschwemmungsgefährdung der Wirtschaft in diesem Raum 16 600 000 17 290 000 33 890 000
Impulse für Forschung und Innovationen im Loirebecken durch Entwicklung und gemeinsame Nutzung umfassender, grundlegender und operationeller Kenntnisse des Loirebeckens 9 150 000 8 550 000 17 700 000
Begleitende Unterstützung überregionaler Exzellenz-Initiativen, mit denen die wirtschaftliche Entwicklung und Schutz der Umwelt miteinander in Einklang gebracht werden 6 880 000 10 620 000 17 500 000
Technische Hilfe 1 179 546 1 179 547 2 359 093
Gesamtausgaben 33 809 546 37 639 547 71 449 093