Regionales Operationelles Programm für Lüneburg (Niedersachsen)

Programm unter Beteiligung des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels

Deutschland

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Die Europäische Kommission hat am 07.08.007 das "Operationelle EFRE-Programm für die Region Lüneburg in Niedersachsen 2007-2013" genehmigt. Dieses Programm beinhaltet eine Gemeinschaftsunterstützung im Rahmen des Ziels "Konvergenz" (Gebiete mit Übergangsunterstützung ("phasing out")). Das Gesamtbudget des Programms beläuft sich auf ca. 875 Millionen EUR und die Gemeinschaftsbeteiligung aus dem EFRE beträgt 589 Millionen EUR (ungefähr 2,24 % der gesamten EU-Mittel, die in Deutschland im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 eingesetzt werden).

1. Zweck und Ziel der Investitionen durch die EU

In Übereinstimmung mit der Lissabon-Strategie besteht das Oberziel der Förderung in der Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung und Sicherung dauerhafter Arbeitsplätze durch Wirtschaftswachstum.

In der Entwicklungsstrategie der Konvergenzregion Lüneburg spiegeln sich die Ziele von Lissabon und Göteborg wider. Durch das niedersächsische EFRE-Programm für die Region Lüneburg soll auch die Chancengleichheit und Umweltschutz gefördert und eine nachhaltige städtische Entwicklung unterstützt werden. Zudem sollen bei der Ausgestaltung der Förderung die Herausforderungen des demografischen Wandels berücksichtigt werden.

Im Rahmen des Operationellen Programms sollen die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere der KMU gesteigert, die innovativen Kräfte an den Hochschulen, in der Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt und die touristischen Potentiale zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unterstützt werden.

2. Die erwarteten Auswirkungen der Investitionen

Unter anderem wird angestrebt, durch das Programm 1.700 Brutto-Arbeitsplätze zu schaffen und 2.500 zu sichern, 35 neue Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und 230 Projekte im Rahmen von integrierten Stadtentwicklungskonzepten zu unterstützen.

3. Prioritätsachsen

Um die unter Punkt 4 beschriebenen Hauptziele des Programms zu erreichen, wurde das Operationelle EFRE-Programm 2007-2013 für die Region Lüneburg in Niedersachsen in folgende Prioritätsachsen gegliedert: 

Prioritätsachse 1: Betriebliche Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, insbesondere von KMU

Durch die Förderbereiche in dieser Prioritätsachse soll die Fähigkeit der Unternehmen erhöht werden, sich im sich verschärfenden nationalen wie internationalen Standortwettbewerb zu behaupten. Dies soll geschehen durch die Unterstützung zukunftsgerichteter Investitionen, Stärkung unternehmerischer Potentiale und durch die Förderung des Gründungsgeschehens.

Prioritätsachse 2: Innovationskapazitäten und gesellschaftliche Wissenspotenziale

Durch diese Prioritätsachse soll ein nachhaltiger Beitrag zur Lissabon-Strategie geleistet und das endogene Innovationspotenzial der Konvergenzregion gestärkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Strategie an zwei Punkten an. Zum einen soll die betriebliche Innovationsfähigkeit durch die direkte Förderung von Unternehmen gesteigert werden. Zum anderen soll das an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Zielgebiets vorgehaltene Potenzial aktiviert werden, um es für KMU verfügbar zu machen. Dies soll in erster Linie durch den Ausbau von Forschung, Entwicklung und Qualifizierung, Förderung der betrieblichen Innovationsfähigkeit und technologieorientierter Unternehmen sowie durch den Ausbau regionaler und sektoraler Kooperationsstrukturen geschehen.

Prioritätsachse 3: Spezifische Infrastrukturen für nachhaltiges Wachstum

Die Strategie dieser Prioritätsachse ist darauf ausgerichtet, die Standortqualität der Konvergenzregion nachhaltig und umfassend zu erhöhen. Dies soll erfolgen durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur zur Ausschöpfung von Wachstumspotenzialen, Ausschöpfung touristischer Potentiale zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und durch die Modernisierung und Vernetzung der Verkehrsinfrastruktur.

Prioritätsachse 4: Umwelt und nachhaltige Stadtentwicklung

Angesichts des demografischen Wandels kommt der nachhaltigen Entwicklung eine wichtige Rolle in der Region Lüneburg zu. Im Rahmen der Prioritätsachse 4 wird deshalb ein besonderes Gewicht auf die Verbesserung der Umweltqualität und den Abbau von Umweltrisiken sowie auf die Erneuerung und Weiterentwicklung der städtischen Gebiete gelegt.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe

Es sind zusätzlich Mittel für die technische Hilfe zur Umsetzung des Programms vorgesehen. Damit werden Maßnahmen zur Koordinierung, Information Vorbereitung, Verwaltung, Begleitung, Bewertung und Kontrolle des Operationellen Programms finanziert.

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Referat 14.

Sach- und Finanzdaten

Regionales Operationelles Programm für Lüneburg (Niedersachsen)

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007DE161PO006

Number of decision

C/2007/3879

Datum der endgültigen Annahme

07/08/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Betriebliche Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung insbesondere von KMU 113 000 000 25 551 000 138 551 000
Innovationskapazitäten und gesellschaftliche Wissenspotenziale 132 500 000 24 686 506 157 186 506
Spezifische Infrastrukturen für nachhaltiges Wachstum 195 000 000 125 936 979 320 936 979
Umwelt und nachhaltige Stadtentwicklung 128 500 000 37 610 667 166 110 667
Technische Hilfe 20 000 000 6 600 000 26 600 000
Gesamtausgaben 589 000 000 220 385 152 809 385 152