Operationelles Programm 'Nordrhein-Westfalen'

Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Deutschland

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  

Die Europäische Kommission hat am 19. Juli 2007 das Regionalentwicklungsprogramm für Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt, das „Operationelle Programm (EFRE) Nordrhein-Westfalen 2007-2013.“ Dieses Programm sieht eine Unterstützung der Gemeinschaft für Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ vor. Das Programm ist insgesamt mit rund 2,57 Mrd. Euro ausgestattet, wobei sich die gemeinschaftliche Unterstützung durch den EFRE auf 1,28 Mrd. Euro beläuft (etwa 5 % des Gesamtbetrags der im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 in Deutschland investierten EU-Mittel).

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

Übergeordnetes Ziel des Programms ist die Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft sowie die Schaffung von mehr Beschäftigung. Einerseits soll dies durch die Förderung des Innovationspotenzials und durch die Mobilisierung spezifischer Stärken der gesamten Region erreicht werden. Andererseits sollen strukturschwache Gebiete besonders unterstützt werden, um Konvergenz zu erzielen.

Das strategische Ziel des operationellen Programms besteht darin, die unternehmerische Basis zu stärken, die Innovation und die Entwicklung einer wissensbasierten Wirtschaft zu fördern und eine nachhaltige städtische und regionale Entwicklung zu unterstützen. „Chancengleichheit von Frauen und Männern und Nichtdiskriminierung“ sowie „Nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung“ liegen dem Programm als Querschnittsziele zugrunde.

2. Erwartete Wirkungen der Investitionen

Mit dem Programm sollen 80 000 bis 100 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, von denen 32 000 bis 44 000 für Frauen bestimmt sind. Außerdem wird es zu Investitionen von insgesamt 5 Mrd. Euro (nahezu das Vierfache der Gemeinschaftsunterstützung) führen.

3. Prioritätsachsen

Das Programm ist in folgende Prioritätsachsen gegliedert:

Prioritätsachse 1: Stärkung der unternehmerischen Basis

Mit dieser ersten Prioritätsachse soll die Unternehmensförderung unterstützt werden, indem es neugegründeten sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erleichtert wird, finanzielle Hilfe zu erhalten (mit besonderem Schwerpunkt auf innovativen Finanzierungsinstrumenten, beispielsweise revolvierende Fonds). Ferner werden für diese Unternehmenskategorien Beratungsprogramme aufgelegt und Hilfsnetze und Unterstützungsdienste gefördert.

Prioritätsachse 2: Innovation und wissensbasierte Wirtschaft

Der Schwerpunkt dieser Prioritätsachse liegt auf der Unterstützung innovativer Prozesse und der Verbesserung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen und der Regionen Nordrhein-Westfalens. In diesem Zusammenhang wird Innovation als komplexer Prozess verstanden, der die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit betrifft und organisatorische, logistische, finanz- und personalwirtschaftliche, vermarktungsrelevante und designorientierte Neuerungen umfasst. Dabei ist die Umsetzung von neuem Wissen und neuen Technologien in marktgängige Produkte und Dienstleistungen von zentraler Bedeutung. Deshalb wird die Zusammenarbeit von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in international wettbewerbsfähigen Clustern und regionalen Netzwerken, die besondere Stärken und Kompetenzen aufweisen, sowie die FuE-Aktivität unterstützt. Damit sollen Verbesserungen in der Energieeffizienz und im Technologietransfer erzielt, Pilotprojekte zur Entwicklung innovativer Dienstleistungen durchgeführt und die Infrastruktur für Technologie und Forschung ausgebaut werden.

Prioritätsachse 3: Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung

Die Entwicklung der wissensbasierten Wirtschaft und die Verbesserung des unternehmerischen und innovativen Potenzials erfordert geeignete Standorte und attraktive Investitionsmöglichkeiten. Die Landesregierung hat bereits erhebliche Investitionen für die Modernisierung der Infrastruktur und die Sanierung altindustrieller Standorte geleistet, um die Standortfaktoren in benachteiligten Regionen zu verbessern. Gleichwohl gibt es nach wie vor benachteiligte Regionen, Städte und Stadtteile, wo weiterhin Anstöße durch die Strukturfondsförderung notwendig sind. Daher werden strukturell benachteiligte Teile Nordrhein-Westfalens darin unterstützt, die für die Wirtschaft wichtigen Infrastrukturen aufzuwerten, die ökologische Situation zu verbessern und Industriebrachen zu sanieren. Das zweite wichtige Element dieser Prioritätsachse besteht in einem integrierten Entwicklungsansatz für benachteiligte Stadtteile ausgehend von den Erfahrungen, die im Rahmen des Programms URBAN gemacht wurden, und in der Förderung der lokalen wirtschaftlichen Entwicklung.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe

Fondsmittel stehen bereit, um die Kosten für Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle zu finanzieren.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Nordrhein-Westfalen'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007DE162PO007

Number of decision

C/2007/3573

Datum der endgültigen Annahme

19/07/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Stärkung der unternehmerischen Basis 254 186 163 154 186 163 408 372 326
Innovation und wissensbasierte Wirtschaft 635 465 408 485 465 408 1 120 930 816
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung 381 279 245 361 279 245 742 558 490
Technische Hilfe 12 500 000 12 500 000 25 000 000
Gesamtausgaben 1 283 430 816 1 013 430 816 2 296 861 632