Operationelles Programm 'Bremen'

Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Deutschland

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Die Europäische Kommission hat am 5. Juli 2007 ein Regionalentwicklungsprogramm genehmigt, das „Operationelle Programm EFRE Bremen 2007-2013“. Dieses Programm sieht eine Unterstützung der Gemeinschaft für Bremen im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ vor. Das Programm ist insgesamt mit rund 322 Millionen Euro ausgestattet, die gemeinschaftliche Unterstützung durch den EFRE beläuft sich auf 142 Millionen Euro (dies entspricht ca. 0,54 % der EU-Strukturfondsmittel insgesamt, wie im deutschen NSRP für 2007-2013 festgelegt).

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

Übergeordnete Ziele des Programms sind die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Förderung von nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung.

Das Bundesland Bremen besteht aus den Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven, die ca. 50 km auseinander liegen. Beide Städte haben für den regionalen Arbeitsmarkt eine große Bedeutung und bilden zugleich das Wirtschafts-, Wissenschafts- und Ausbildungszentrum der Region. Die Stadt Bremen erstreckt sich entlang der Weser auf einer Fläche von 327 km2 und hat rund 545 000 Einwohner. Die Stadt Bremerhaven erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 79 km2 und hat rund 117 000 Einwohner. Das operationelle Programm soll Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung fördern, das Innovationspotenzial entwickeln und die nachhaltige städtische und ländliche Entwicklung unterstützen. Dadurch wird Bremen wesentlich zur Verwirklichung der strategischen Ziele von Lissabon und der Göteborg-Ziele der Nachhaltigkeit beitragen.

2. Erwartete Wirkungen der Investitionen

Das Programm ist unter anderem auf Schaffung und Erhalt von rund 5 000 Arbeitsplätzen ausgerichtet. Der Anteil der „lissabonrelevanten“ Ausgabenkategorien liegt bei etwa 69 %.

3. Prioritätsachsen

Hauptziele des operationellen Programms EFRE Bremen 2007-2013 sind die Förderung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen in der gesamten Region, die Stärkung wettbewerbsfähiger Strukturen und die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und Beschäftigung. Das Programm ist in die folgenden Prioritätsachsen unterteilt:

Prioritätsachse 1: Wachstum fördern - Innovationen und Wissen voranbringen

Spezifisches Ziel dieser Prioritätsachse ist die Gründung und Konsolidierung von Einrichtungen zur Förderung von Technologie und Innovation. Dies soll erreicht werden durch die Unterstützung von Clustern und Netzen, innovative Maßnahmen im Bereich Tourismus, Förderung von Forschungs- und Kompetenzzentren und Technologietransfer, Dienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen, Umweltforschung und Maßnahmen im Bereich des technischen Umweltschutzes.

Prioritätsachse 2: Städtische Lebens- und Wirtschaftsräume aktivieren

Ziel ist die Entwicklung der städtischen Ballungsgebiete unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung und der Globalisierung. Dies soll erreicht werden durch die Reaktivierung von Brachflächen und die Revitalisierung ungenutzter Flächen sowie die Aufwertung städtischer und lokaler Wirtschaftsräume mit besonderem Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Entwicklung.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe

Für die Durchführung des Programms wird technische Hilfe bereitgestellt. Vorgesehen ist eine finanzielle Unterstützung für die Verwaltung, Überwachung, Evaluierung und Kontrolle.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Bremen'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007DE162PO006

Number of decision

C/2007/3362

Datum der endgültigen Annahme

05/07/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wachstum fördern- Innovationen und Wissen voranbringen 94 800 000 55 510 000 150 310 000
Städtische Lebens- und Wirtschaftsräume aktivieren 45 000 000 43 500 000 88 500 000
Technische Hilfe 2 206 631 2 206 631 4 413 262
Gesamtausgaben 142 006 631 101 216 631 243 223 262