Operationelles Programm 'Poitou-Charentes'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Am 19. November 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Region Poitou-Charentes (Frankreich) für den Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 577 Mio. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 201 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt, das sind ca. 4,0 % der Gemeinschaftsbeiträge für Frankreich im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Die dem Programm zugrunde liegende Strategie ist auf folgende Ziele ausgerichtet:

  • Förderung von Innovation und wissensbasierter Wirtschaft;
  • Unterstützung der Unternehmen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung;
  • Erhaltung der Umwelt und Vorbeugung gegen Gefahren;
  • Ausbau nachhaltiger Verkehrsträger als Alternative zum Straßenverkehr sowie Konzipierung globaler und nachhaltiger Verkehrsprogramme für die Bürger und die Unternehmen;
  • Förderung des Zugangs zu den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und verbreiteter Einsatz dieser Technologien zur Stärkung des territorialen und sozialen Zusammenhalts.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Mit den Finanzierungsbeiträgen der Gemeinschaft dürfte Folgendes bewirkt werden:

  • Schaffung von 300 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und kleinen und mittleren Betrieben im Wege der Finanzierung von Maßnahmenpaketen für einzelne Wertschöpfungsketten und Sektoren;
  • Schaffung von 220 Unternehmen unter Optimierung ihres Energie- und Ressourceneinsatzes;
  • Unterstützung von 120 Projekten im Forschungs- und Entwicklungsbereich (FuE);
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um ca. 200 KT CO2;
  • Steigerung der Anzahl der Bahnreisenden um 20 % pro Kilometer;
  • Versorgung von 80 % der Bevölkerung mit Breitband-Internetzugang (8 Mega-Bytes).

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst fünf Prioritäten:

Priorität 1: Ausbau der Innovationskapazitäten im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung [ca. 30,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Rahmen dieser Priorität ist Folgendes vorgesehen:

  • Unterstützung von Forschung und Entwicklung in Hochschullabors und Forschungszentren;
  • Gründung und Wachstum von Unternehmen durch Innovation;
  • Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, den Forschungszentren und den Stellen, die sich mit Technologietransfer befassen;
  • Unterstützung bei der Übertragung von Unternehmen und bei der territorialen Entwicklung;
  • Erarbeitung und Umsetzung einer regionalen Innovationsstrategie.

Priorität 2: Erhaltung der Umwelt und Vorbeugung gegen Gefahren [ca. 30,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Rahmen dieser Priorität werden folgende Ziele angestrebt:

  • Sparsamer Energieeinsatz;
  • Verstärkter Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und von umweltfreundlichen Werkstoffen;
  • Verbesserung der Wasserqualität;
  • Sensibilisierung, Aufklärung und Information der Öffentlichkeit;
  • Unterstützung für Ausrüstung zur Einsparung von Wasser;
  • Schutz und Aufwertung der natürlichen Umwelt;
  • Nachhaltige Entwicklung neuer Verhaltensweisen und Vorbeugung gegen die Folgen des Klimawandels.

Priorität 3: Ausbau des Angebots an nachhaltigen Verkehrsträgern als Alternative zum Straßenverkehr [ca. 27 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Bei der dritten Priorität geht es um die Förderung der Umstellung des Güterverkehrs von der Straße auf den See- oder Eisenbahntransport sowie um die Flankierung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region durch ein besseres Angebot an Mobilitätslösungen als Alternativen zum Straßenverkehr.

Priorität 4: Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung der Informationsgesellschaft [ca. 11 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Rahmen dieser Priorität ist Folgendes vorgesehen:

  • Förderung des Ausbaus der Infrastruktur für Breitband-Internetzugang in den unterversorgten Gebieten;
  • Ausbau des Angebots an gemeinsam nutzbaren öffentlichen Online-Diensten;
  • Förderung der Produktivität und Innovationstätigkeit der Unternehmen durch massiven Einsatz der IKT;
  • Verstärkter Einsatz von IKT zur Stärkung des sozialen und territorialen Zusammenhalts.

Priorität 5: Technische Hilfe [ca. 1,4 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Technische Hilfe kann unterstützend eingesetzt werden zur

  • Einrichtung eines effizienten Management-, Überwachungs- und Kontrollsystems;
  • Evaluierung des Programms und der darin vorgesehenen Projekte;
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit dem Programm und den einschlägigen kofinanzierten Projekten.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Poitou-Charentes'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO019

Number of decision

C/2007/5653

Datum der endgültigen Annahme

19/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Ausbau der Innovationskapazitäten im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung 70 000 000 105 000 000 175 000 000
Erhaltung der Umwelt und Vorbeugung gegen Gefahren 70 000 000 105 000 000 175 000 000
Ausbau des Angebots an nachhaltigen Verkehrsträgern als Alternative zum Straßenverkehr 34 000 000 122 250 000 156 250 000
Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung der Informationsgesellschaft 20 000 000 43 500 000 63 500 000
Technische Hilfe 7 493 631 0 7 493 631
Gesamtausgaben 201 493 631 375 750 000 577 243 631