Operationelles Programm 'Pays de la Loire'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Am 25. Juli 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Region Pays de la Loire (Frankreich) im Zeitraum 2007-2013.

Das operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 1,1 Mrd. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 302 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht etwa 2,1 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-203 für Frankreich vorgesehen sind.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Die Strategie für das operationelle Programm verfolgt im Zuge der strategischen Ausrichtungen der Gemeinschaft und des nationalen strategischen Rahmens die nachstehenden Ziele:

  • wirksame Einbindung der Region Pays de la Loire in das Gesamtkonzept eines „europäischen Raums der Forschung und Innovation“ als Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und sichere Arbeitsplätze;
  • Schutz der Umwelt und Bewahrung der biologischen Vielfalt in der Region;
  • Verbesserung der Anbindung der Region und ihrer Stellung auf europäischer Ebene;
  • Förderung des Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und von deren Nutzung;
  • Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Durch das finanzielle Engagement der Gemeinschaft dürften sich folgende Ziele erreichen lassen:

  • Schaffung von 11 000 Arbeitsplätzen;
  • Gründung von 5 100 neuen Unternehmen im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Unternehmen;
  • 3 800 Patentanmeldungen;
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um ca. 36,2 kt CO2;
  • Anstieg des Bevölkerungsanteils, der andere Verkehrsmittel als den Pkw nutzt, um 8 %;
  • 75 % der Bevölkerung können mit digitalen Inhalten von lokalen und interkommunalen öffentlichen Websites erreicht werden.

3. Prioritäten

Das Programm gliedert sich in die folgenden fünf Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Eine leistungsfähige und innovative Region – Innovation, wissensbasierte Wirtschaft und Unternehmenspolitik [ca. 42 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Prioritätsachse 1 umfasst: folgende Punkte:

  • Ausarbeitung einer regionalen Innovationsstrategie;
  • Unterstützung beim Aufbau von Kompetenzzentren;
  • Schaffung eines günstigen Umfelds für die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU);
  • Maßnahmen zur Beobachtung, Vernetzung sowie Information und Sensibilisierung im Hinblick auf Innovation und Forschung.

Prioritätsachse 2: Eine ökologisch verantwortliche Region – Umwelt und Vermeidung von Gefahren [ca. 14,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziele dieser Prioritätsachse sind die Bewahrung der biologischen Vielfalt, die Förderung von erneuerbaren Energien, die allgemeine Beherrschung von Risiken und die Aufwertung des kulturellen Erbes in ländlichen Gebieten als Faktor einer nachhaltigen Entwicklung.

Prioritätsachse 3: Eine zugängliche Region – Zugang zu Verkehrs- und Telekommunikationsdienstleistungen [ca. 23 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziele dieser Prioritätsachse sind:

  • die Konzentration der EFRE-Intervention auf die Förderung intermodaler Verkehrsträger;
  • Aufbau von Mobilfunk-, DSL- und VDSL-Netzen;
  • Förderung des Zugangs zu und der Nutzung von IKT.

Ein weiteres Ziel dieser Prioritätsachse besteht darin, die Entwicklung der IKT mit Blick auf die Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung und der weiteren Entwicklung der Region zu fördern. Spezifische Maßnahmen sind vorgesehen in den Bereichen Telemedizin, elektronische Verwaltungsdienste, Bildung, Wirtschaft, Forschung, Innovation, Kultur sowie soziale Eingliederung.

Prioritätsachse 4: Eine attraktive und solidarische Region – die urbane Dimension im Dienste des sozialen Zusammenhalts und der nachhaltigen Entwicklung [ca. 19,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Für die Prioritätsachse 4 werden Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen für städtische Gebiete veröffentlicht, mit denen strukturfördernde und nachhaltige Projekte für die Region ermittelt werden sollen. Vor diesem Hintergrund werden Finanzhilfen für die Stadtsanierung vor allem für die von der Kommunalpolitik ausgewiesenen Problemviertel gewährt.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 1 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird technische Hilfe für die Verwaltung, Überwachung, wirksame Kontrolle und Bewertung des Programms der Projekte geleistet. Außerdem können Verwaltungs-, Begleit-, Bewertungs-, Betreuungs-, Informations-, und Kommunikations- und Publizitätsmaßnahmen für das Programm und die durchgeführten Operationen bezuschusst werden.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Pays de la Loire'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO016

Number of decision

C/2007/3691

Datum der endgültigen Annahme

25/07/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Eine leistungsfähige und innovative Region – Innovation, wissensbasierte Wirtschaft und Unternehmenspolitik 136 005 665 307 429 885 443 435 550
Eine ökologisch verantwortliche Region – Umwelt und Vermeidung von Gefahren 45 846 396 105 546 353 151 392 749
Eine zugängliche Region – Zugang zu Verkehrs- und Telekommunikationsdienstleistungen 60 446 962 181 340 886 241 787 848
Eine attraktive und solidarische Region – die urbane Dimension im Dienste des sozialen Zusammenhalts und der nachhaltigen Entwicklung 54 402 266 149 206 798 203 609 064
Technische Hilfe 5 533 523 5 533 523 11 067 046
Gesamtausgaben 302 234 812 749 057 445 1 051 292 257