Operationelles Programm 'Region Limousin'

Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) - Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung

Frankreich

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Am 2. August 2007 hat die Europäische Kommission das operationelle Programm für die Strukturinterventionen der Gemeinschaft unter Beteiligung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ der Region Limousin für den Zeitraum 2007-2013 angenommen. Das Programm ist insgesamt mit Mitteln in Höhe von 567 Millionen € ausgestattet; der Gemeinschaftsbeitrag aus dem Fonds EFRE beläuft sich auf 127 Millionen €; dies entspricht einem durchschnittlichen Anteil der Gemeinschaftsfinanzierung von ungefähr 22,4 %.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das Limousin ist eine französische Region (723 800 Einwohner), die stark von der Landlandwirtschaft geprägt ist. Bei der Ausarbeitung des Programms EFRE stand das Bestreben im Vordergrund, hinsichtlich der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung einen Beitrag zu Lissabon-Strategie dadurch zu leisten, dass günstige Bedingungen für das Zustandekommen von Innovation geschaffen werden und die Forschung die Mittel zu ihrer Entwicklung erhält, die sie braucht, um von einem noch recht niedrigen Stand aus einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der der Region leisten zu können. Der Anteil der Kofinanzierungsmittel, die im Sinne der Ziele der Lissabon-Strategie für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung verwendet werden, beläuft sich auf 63,65 % des EFRE-Zuschusses.

Die Region kann dabei auf vorhandene Kompetenzzentren in den Fachbereichen „technische Keramik“ (in Limoges befindet sich ein europäisches Zentrum für Keramik) und für „Optoelektronik“ (dabei handelt es sich um die Verschmelzung der Bereiche Optik und Elektronik) ebenso zurückgreifen wie auf ein Instrumentarium für den Wissenstransfer und die technische Unterstützung.

Hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Limousin ist festzustellen, dass die KMU (kleine und mittlere Unternehmen) der Innovation gegenüber wenig aufgeschlossen sind und das Durchschnittsalter der Unternehmer steigt. Die Führungsspannen sind durchweg niedrig und Dienstleistungen für Unternehmen noch unterdurchschnittlich verbreitet. Es gilt daher, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie die Beschäftigung zu verbessern und dabei die Gründung von Unternehmen sowie deren Betreuung zu fördern.

Überdies ist die Bevölkerung im Limousin während des ganzen 20. Jahrhunderts rückläufig gewesen – die Jungen sind weggezogen, und die verbleibende Bevölkerung ist erheblich gealtert.

Zur Steigerung der Attraktivität der Region gilt es, die Eisenbahnanbindung zu verbessern (Hochgeschwindigkeitsstrecke Limoges-Poitiers, um Anschluss an den TGV Atlantique Paris-Bordeaux zu erhalten) und die Voraussetzungen für die Ansiedlung von Neubürgern zu schaffen.

Das Limousin verfügt darüber hinaus mit einer intakten Natur und Umwelt über das Potenzial, naturliebende Städter anzuziehen. Bei der Entwicklung der Attraktivität der Umwelt muss diese sowohl geschützt als auch besser nutzbar gemacht werden – freilich unter sorgfältiger Beachtung wichtiger Umweltbelange.

Als kleine Region ist das Limousin bestrebt, Partnerschaften mit anderen Regionen in Frankreich und Europa zu suchen und auszubauen und sich dabei in Netzwerke zum Austausch bewährter Praktiken einzubringen es, die zur Entwicklung neuer Partnerschaften, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Innovation, führen könnten.

2. Abschätzung der Folgen der Investition durch die EU

Mit der Gemeinschaftsfinanzierung dürfte insbesondere Folgendes möglich werden:

  • Stärkung des Potenzials von Ausbildung, Forschung und Innovation durch eine angestrebte Steigerung der Ausgaben für diesen Bereich von derzeit 125 Millionen € auf 190 Millionen € im Jahr 2015. Dadurch sollte sich die Zahl der Forscher in der Region Limousin vom Beginn des Programmzeitraums bis zum Jahr 2015 von 820 auf 1080 und die Zahl der angemeldeten Patente von 113 auf 160 steigern lassen.
  • Steigerung der Zahl der Unternehmensgründungen während des Programmzeitraums um 4 % und Verbesserung des Anteils höher qualifizierter Arbeitnehmer von 26 % auf 31 %.
  • Aufwertung der Umwelt und Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung für das Limousin durch Verringerung des Treibhausgasausstoßes der Region auf 0,63 Millionen t CO2 jährlich.
  • Verbesserung der Attraktivität des Gebiets durch Steigerung der Versorgung der KMU mit schnellen Internetanschlüssen von 87,8  auf 100  und der Haushalte von 83,7  auf 99% im Jahr 2015.

3. Prioritäten

The operational programme is divided into the following priority areas:

Prioritätsachse 1: Stärkung des Potenzials von Ausbildung, Forschung und Innovation sowie des Technologietransfers

Prioritätsachse 2: Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Limousin und der Beschäftigung

Prioritätsachse 3: Ausbau der Betreuungseinrichtungen und Verbesserung der Attraktivität des Gebiets

Prioritätsachse 4: Aufwertung der Umwelt und Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung für das Limousin

Prioritätsachse 5: Erleichterung von Partnerschaften für die in der regionale und internationale Zusammenarbeit

Prioritätsachse 6: Technische Unterstützung

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Region Limousin'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO014

Number of decision

C(2007)3808

Datum der endgültigen Annahme

02/08/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Stärkung des Potenzials von Ausbildung, Forschung und Innovation sowie des Technologietransfers 30 300 000 58 236 508 88 536 508
Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Limousin und der Beschäftigung 35 000 000 35 000 000 70 000 000
Ausbau der Betreuungseinrichtungen und Verbesserung der Attraktivität des Gebiets 38 000 000 80 000 000 118 000 000
Aufwertung der Umwelt und Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung für das Limousin 16 340 000 37 000 000 53 340 000
Technische Unterstützung 3 619 135 2 412 757 6 031 892
Gesamtausgaben 123 259 135 212 649 265 335 908 400