Operationelles Programm 'Franche-Comté'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Am 10. Oktober 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Region Franche-Comté (Frankreich) im Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 441 Mio. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 147 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht etwa 1 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Frankreich vorgesehen sind.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Übergeordnetes Ziel des operationellen Programms 2007-2013 ist, das historisch gewachsene Wissen in der Region Franche-Comté zu nutzen, um ihr Image als eine innovative Region zu stärken und ihr natürliches Erbe zu festigen und diese Qualitäten in den Dienst der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Lebensqualität ihrer Einwohner zu stellen.

Dieses Ziel bildet die Fortsetzung der strategischen Ausrichtung der Gemeinschaft. Darüber hinaus fügt es sich in den nationalen strategischen Bezugsrahmen ein, bei dem der Schaffung eines wachstums- und wettbewerbsfördernden Umfeldes Vorrang eingeräumt wird, indem partnerschaftliche Konzepte, beispielsweise zwischen Forschung und Unternehmen, propagiert werden und die Umsetzung von Strategien für die nachhaltige Entwicklung der Region und der Umwelt gefördert wird.

Vor dem Hintergrund dieser Ziele steht die Förderung der Entwicklung, Weiterverbreitung und Nutzung von Fachwissen im Mittelpunkt, vor allem in den Wirtschaftszweigen, in denen die Region Franche-Comté eine besondere Dynamik aufweist.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Durch das finanzielle Engagement der Gemeinschaft dürften sich vor allem folgende Ziele erreichen lassen:

  • die Schaffung von 440 Arbeitsplätzen, davon 350 im Hochtechnologiesektor, sowie von 60 Stellen im Forschungsbereich im Rahmen des Ziels „Wettbewerbsfähigkeit“;
  • die Anmeldung von 1 106 Patenten;
  • die Gründung von 40 Startup-Unternehmen;
  • die Durchführung von 100 Projekten für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen;
  • die Durchführung von 100 Projekten für Forschung und technologische Entwicklung (FuE);
  • Anschluss von weiteren 220 bis 300 Gemeinden an Breitbanddatennetze (dies entspricht ca. 15 000 Personen);
  • zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energieträger im Umfang von 125 MW, insbesondere durch Investitionen im Holzsektor;
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um 400 kt CO2;
  • insgesamt mindestens 75 000 Internetanschlüsse bis zum Jahr 2013, damit auf die im Rahmen des Programms bereitgestellten neuen Umweltinformationen zugegriffen werden kann.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm baut auf fünf Prioritätsachsen auf:

Prioritätsachse 1: Schaffung eines innovationsfördernden Umfeldes zur Unterstützung und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Region Franche-Comté [ca. 46 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Region Franche-Comté müssen verschiedene Instrumente in aufeinander abgestimmter Form eingesetzt werden. Eine weiter gehende Koordinierung in den Bereichen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Forschung und Bildung ist ein notwendiger Schritt, um die Aufgaben besser bewältigen zu können, vor denen die Wirtschaft der Region steht.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben wurden vier Ziele formuliert:

  • Unterstützung und Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der fünf wichtigsten Branchen der Region Franche-Comté durch Innovation und Forschung;
  • Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der Informatikindustrie;
  • Unterstützung und Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit von Kleinstunternehmen und von Unternehmen für die Eingliederung durch Erwerbstätigkeit sowie von innovativen Unternehmen;
  • Stärkung der Leistungsfähigkeit des Bildungssektors und seine Anpassung an die wirtschaftlichen Strukturen.

Prioritätsachse 2: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region [ca. 21 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Prioritätsachse 2 umfasst drei Schwerpunkte:

  • Entwicklung der Innovationsparks;
  • Unterstützung der digitalen Entwicklung der verschiedenen Gebiete durch Verbesserung des Zugangs zu Breitbandnetzen;
  • Gewährleistung einer ausgewogenen Entwicklung der Gebiete, indem die Entwicklung einer nachhaltigen Stadtpolitik unterstützt und die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums gefördert wird.

Prioritätsachse 3: Erhalt der Qualität der Umwelt, Verbesserung des Hochwasserschutzes und Verringerung der Abhängigkeit in der Energieversorgung [ca. 24 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die besonderen ökologischen Gegebenheiten der Region Franche-Comté erfordern eine umfassende Antwort, die sich auf drei ergänzende Hauptzielsetzungen stützt, die nicht nur aufeinander, sondern auch auf die übrigen Zielsetzungen des operationellen Programms abgestimmt werden müssen. Diese Ziele sind:

  • Erhalt und Aufwertung der Gewässer und Landschaften, die Teil des Naturerbes bilden;
  • vorbeugende Maßnahmen gegen Überschwemmungen;
  • Verringerung der Abhängigkeit in der Energieversorgung;
  • Durchführung übergreifender Maßnahmen, mit denen die vorhandenen Kompetenzen ausgeweitet und die Wissensgrundlagen gestärkt werden können.

Prioritätsachse 4: Unterstützung der Entwicklung der Berggebiete des Jura [ca. 7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse werden drei Ziele verfolgt:

  • Entwicklung einer auf dem Tourismus und dem Freizeitsektor basierenden Wirtschaft in ökologisch nachhaltiger Form;
  • flankierende Begleitung der Entwicklung und Anpassung der Übernachtungskapazitäten und des Angebots an Fremdenverkehrsprodukten;
  • Erhalt der Qualität der Landschaften.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 2 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Durch diese Prioritätsachse soll eine wirksame Verwendung der Gemeinschaftsmittel für die Umsetzung und Begleitung des Programms und der Projekte gewährleistet werden, wobei zwei Ziele verfolgt werden:

  • Unterstützung von Verwaltung, Begleitung, Kontrolle und Bewertung des Programms und der Projekte;
  • Unterstützung von Gestaltungs-, Kommunikations- und Publizitätsmaßnahmen für das Programm und die durchgeführten Maßnahmen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Franche-Comté'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO010

Number of decision

C/2007/5074

Datum der endgültigen Annahme

10/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Schaffung eines innovationsfördernden Umfeldes zur Unterstützung und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Region Franche-Comté 69 600 000 133 850 000 203 450 000
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Region 35 900 000 60 050 000 95 950 000
Unterstützung der Entwicklung der Bergregionen des Jura 9 800 000 19 900 000 29 700 000
Technische Hilfe 4 989 783 3 326 522 8 316 305
Gesamtausgaben 120 289 783 217 126 522 337 416 305