Operationelles Programm 'Burgund'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Die Europäische Kommission genehmigte am 28. September 2007 das operationelle Programm für die Region Burgund in Frankreich im Zeitraum 2007-2013 (Entscheidung modifiziert C(2010)7980 - 02/12/2010).

Das Gesamtvolumen dieses operationellen Programms im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ beläuft sich auf etwa 600,5 Mio. EUR. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 185,6 Mio. EUR Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht etwa 1,3 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für Frankreich vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die Strategie des operationellen Programms beruht insbesondere auf:

  • den regionalen Herausforderungen, die sich aus der Diagnose und Analyse der Schwächen und des Potenzials des Gebiets ergeben;
  • dem nationalen und gemeinschaftlichen strategischen Rahmen, der die Grundsätze der Zuteilung europäischer Finanzmittel festlegt.

Das Burgund ist eine weiträumige Region (flächenmäßig die sechstgrößte Region Frankreichs), die jedoch relativ dünn besiedelt ist (1,6 Millionen Einwohner). Die Region leidet außerdem in wirtschaftlicher Hinsicht unter mangelnder Anziehungskraft und Bedeutung. Geografisch ist sie zwischen zwei Regionen mit hohem Potenzial gelegen: den Regionen Île-de-France und Rhône-Alpes. Das Bevölkerungswachstum des Burgund ist darüber hinaus sehr gering (+0,12 % zwischen 1999 und 2006; damit nimmt die Region den vorletzten Platz unter den Regionen Frankreichs ein). Eine der wichtigsten Herausforderungen ist es daher, Lösungen zu finden, um die Bevölkerung in dem Gebiet zu halten und Arbeitskräfte anzuziehen, die den Aufschwung der lokalen Wirtschaft in Gang setzen können.

Da keine bedeutenden Firmen oder große Industrieunternehmen ihren Sitz in dieser Region haben und zahlreiche Sektoren der Wirtschaft zwar vertreten sind, jedoch keine führende Rolle spielen, müssen unterschiedliche Hebel in Bewegung gesetzt werden, um diese Entwicklung umzukehren:

  • Qualifizierung und Anpassungsfähigkeit des Arbeitskräftepotenzials;
  • Entwicklung des Innovationspotenzials in den Schlüsselsektoren (Nahrungsmittelindustrie, Metall- und Maschinenbauindustrie, Kunststoffindustrie, Gesundheitswesen und Digitaltechnologie);
  • Strukturierung des Tourismussektors;
  • Belebung des Bereichs Dienstleistungen und Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT);
  • Intermodalität des Verkehrs und erneuerbare Energien.

Die regionalen Behörden haben als Antwort auf diese Ausgangslage eine Strategie mit drei vorrangigen Zielen erarbeitet:

  • Innovationsförderung und Unterstützung der wissensbasierten Wirtschaftsbereiche;
  • Verbesserung des Umweltschutzes und der Risikovorsorge;
  • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und der Anziehungskraft des Fördergebiets.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Die Gemeinschaftsmaßnahme strebt insbesondere folgende Ziele an:

  • Stärkung des Potenzials in den Bereichen Ausbildung, Forschung und Innovation durch die Förderung von 250 Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) sowie von 105 Kooperationsprojekten zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um den Anteil der öffentlichen und privaten Ausgaben für FuE um 1,25 % des BIP anzuheben, die Anzahl der Beschäftigten im Bereich FuE um 1,2 % zu steigern sowie die Anzahl der Forscherstellen bis 2013 auf 2 400 zu erhöhen.
  • Stärkung der Unternehmensentwicklung durch die Unterstützung von 140 Projekten für Investitionsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um 1 400 Arbeitsplätze zu schaffen und die Anzahl der Unternehmensgründungen bis 2013 um 6 % zu steigern;
  • Stärkung der Umweltqualität und Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung der Region Burgund durch die Reduzierung von Treibhausgasen (Vermeidung des Ausstoßes von 300 000 t CO2 bis 2013) und Sensibilisierung der Unternehmen für umweltschonende Technologien (3 000 Maßnahmen zur Sensibilisierung geplant);
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Burgunds durch die Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen zu 100 % für Unternehmen und Kommunen in der Region bis 2013.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm ist in vier Prioritätsachsen gegliedert:

Prioritätsachse 1: Innovation und wissensbasierte Wirtschaft [etwa 49,7 % der Gesamtinvestition]

Bei der Innovationsförderung strebt die Strategie für Burgund an, die Koordinierung der Wirtschaftsakteure, der Unternehmen sowie der Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu verstärken, indem sie sich auf die auf nationaler und internationaler Ebene wahrnehmbaren Schwerpunkte stützt.

Hier geht es also darum:

  • dynamische Partnerschaften aufzubauen, die sich auf die richtungweisenden Technologien im Burgund konzentrieren;
  • das Forschungspotenzial zu stärken und damit auf internationaler Ebene Hochleistungen anzustreben;
  • flankierende Maßnahmen zur Qualitätssicherung von Innovationsprojekten anzubieten;
  • Projekte bei der Entwicklung zur Serienreife zu fördern und das Innovationsmanagement zu verstärken.

Prioritätsachse 2: Erschließung des Umwelterbes [etwa 22,97 % der Gesamtinvestitionen]

Die regionalen Partner haben seit 2005 Überlegungen zum Bereich Umwelt angestellt und schließlich einen „Klima-Energie-Plan“ mit einheitlichen Maßnahmen für die kommenden sieben Jahre erarbeitet, um Informationen über die Umweltprobleme allgemein und öffentlich zugänglich zu machen sowie zu praktischem Handeln im Alltag anzuregen. Der ehrgeizige Plan sieht das Burgund in der Zukunft als Beispiel für staatsbürgerschaftliches Engagement und für verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

In diesem Rahmen hat sich das Programm die folgenden Ziele gesteckt:

  • Förderung effizienter Energienutzung und erneuerbarer Energien;
  • Schutz der Wasserreserven und der Wasserqualität;
  • Schutz der biologischen Vielfalt;
  • Unterstützung regionaler Umweltschutznetzwerke und Förderung umweltschonender Technologien.

Prioritätsachse 3: Landesentwicklung [etwa 25,7 % der Gesamtinvestitionen]

Im Rahmen der Landesentwicklung haben sich die Akteure der Region Burgund die kohärente Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze und Beschäftigung in der Region Gebiet zum Ziel gesetzt. Erreicht werden soll dieses durch:

  • Erschließung der Digitaltechnologie;
  • Entwicklung der Intermodalität im Personen- und Güterverkehr;
  • Erschließung des Tourismus und des Kulturerbes;
  • Förderung der Stadtentwicklung;
  • Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [etwa 1,6 % der Gesamtinvestitionen]

Die technische Hilfe unterstützt die Kofinanzierung der Aufgaben der Verwaltung, Überwachung, Bewertung, Betreuung, Information und Kommunikation.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Burgund'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO006

Number of decision

C/2007/4548 + C(2010)7980

Datum der endgültigen Annahme

28/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation und wissensbasierte Wirtschaft 81 500 000 133 260 178 214 760 178
Erschließung des Umwelterbes 45 000 000 69 367 000 114 367 000
Landesentwicklung 52 600 000 94 750 000 147 350 000
Technische Hilfe 6 480 603 3 397 514 9 878 117
Gesamtausgaben 185 580 603 300 774 692 486 355 295