Operationelles Programm 'Basse-Normandie'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Frankreich

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Am 21. Dezember 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Region Basse-Normandie (Frankreich) für den Zeitraum 2007-2013.
Dieses operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 485 Mio. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union (EU) werden dafür rund 181 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt, das sind ca. 1,3 % der Gemeinschaftsbeiträge im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Die dem Programm zugrunde liegende Strategie ist auf folgende Ziele ausgerichtet:

  • Förderung des Innovationspotenzials der Region;
  • Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Fördergebiete;
  • Förderung der Dynamik und des Zusammenhalts der Fördergebiete;
  • Stärkung der Attraktivität der Region im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung;
  • Umsetzung des Programms in Einklang mit den einschlägigen ordnungspolitischen Anforderungen und den zahlenmäßigen Vorgaben.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Mit den Finanzierungsbeiträgen der Gemeinschaft soll Folgendes bewirkt werden:

  • Die Wertschöpfungs- und die Beschäftigungsquote sollten bis 2013 zum nationalen Durchschnitt aufschließen;
  • Die Wertschöpfung pro Beschäftigter soll in den unterstützten Unternehmen um 20 % steigen;
  • Bessere Steuerung der Stellen, die sich mit Technologietransfers befassen;
  • Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in der Region sollte von 0,9 % des regionalen BIP auf 2,5 % des regionalen BIP steigen;
  • Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Region für den Unternehmenssektor sollte auf 68 % des Gesamtbetrags steigen;
  • Die Anzahl der angemeldeten Patente sollte sich um 20 % erhöhen;
  • Die Anzahl der Forscher (derzeit 2 426 - davon 1 385 im Privatsektor und 1 041 im öffentlichen Sektor) sollte um 50 % erhöht werden;
  • Die Erneuerungsquote des Unternehmensbestands sollte von 11,2 % auf 13 % steigen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm besteht aus fünf Prioritäten:

Priorität 1: Förderung des Innovationspotenzials der Region [ca. 31,1 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Priorität stützt sich auf die folgenden vier Komponenten:

  • Konsolidierung der Regionalstrategie;
  • Einsatz von Forschung als vorrangiges Instrument zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in der Basse-Normandie;
  • Mobilisierung der Unternehmen für die vorhandenen Kompetenzbereiche und -cluster zur verstärkten Sichtbarkeit und Anpassungsfähigkeit der wirtschaftlichen Strukturen;
  • Erleichterung der Integration der gewerblichen Wirtschaft in die Innovationsstrategie der Region.

Priorität 2: Stärkerer Einsatz der IKT in den Unternehmen und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Fördergebiets [ca. 32,9 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Priorität stellt ab auf:

  • Regionale Governance der Innovationsstrategie;
  • Flächendeckende Umstellung auf elektronische Informationsverarbeitung und stärkere Nutzung dieser Technologien;
  • Nutzung dieser Technologien durch die Bürger und Unternehmen sowie Vernetzung der einschlägigen Akteure;
  • Bessere Erreichbarkeit und Verfügbarkeit aller Akteure im gesamten Fördergebiet.

Priorität 3: Förderung der Dynamik und des Zusammenhalts des Fördergebiets [ca. 22,4 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Priorität stellt ab auf:

  • Förderung der sozio-ökonomischen Entwicklung der Problemviertel in bestimmten Städten, die im Wege einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt werden sollen;
  • Unterstützung der Projektplanung im Fördergebiet und der in den territorialen Entwicklungspakten festgelegten Regionalentwicklungsprogramme;
  • Unterstützung der Hafengebiete.

Priorität 4: Sicherung der Attraktivität der Region im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung [ca. 11,9 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Bei dieser Priorität geht es darum,

  • die Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energieträger zu fördern;
  • den Gefahren von Überschwemmungen, Erosion und Erdrutschen vorzubeugen;
  • das Großprojekt der Wiederherstellung des Inselcharakters des Mont Saint Michel weiterzuverfolgen.

Priorität 5: Technische Hilfe [ca. 1,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Mittel für technische Hilfe können zu folgenden Zwecken eingesetzt werden:

  • Effizientere Verwaltung der Gemeinschaftsmittel zur Umsetzung und Betreuung des Programms und der darin vorgesehenen Projekte;
  • Unterstützung des Managements, der Überwachung, der Kontrolle und Evaluierung des Programms und der darin vorgesehenen Projekte;
  • Unterstützung allgemeiner Betreuungsmaßnahmen, der Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit im Zusammenhang mit dem Programm und den Projekten.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Basse-Normandie'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FR162PO005

Number of decision

C/2007/6879

Datum der endgültigen Annahme

21/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Förderung des Innovationspotenzials der Region 98 500 000 147 750 000 246 250 000
Stärkerer Einsatz von IKT in den Unternehmen und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Fördergebiets 16 000 000 34 000 000 50 000 000
Förderung der Dynamik und des Zusammenhalts des Fördergebiets 30 500 000 45 750 000 76 250 000
Sicherung der Attraktivität der Region im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung 30 000 000 70 000 000 100 000 000
Technische Hilfe 6 354 410 6 354 410 12 708 820
Gesamtausgaben 181 354 410 303 854 410 485 208 820