Operationelles Programm 'Ostfinnland'

Vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes operationelles Programm im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Finnland

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  

Am 28. September 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Regionalprogramm für Ostfinnland für den Zeitraum 2007-2013 mit der Bezeichnung „Itä-Suomen EAKR-toimenpideohjelma“ im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Das Programm erstreckt sich auf die Regionen Südsavo, Kainuu, Nordkarelien und Nordsavo, die Ende 2005 rund 664 000 Einwohner hatten. Der Gesamtetat des Programms beläuft sich auf rund 1,5 Mrd. EUR und der Gemeinschaftsbeitrag über den EFRE auf 365,6 Mio. EUR (das entspricht ca. 21 % der insgesamt im Programmzeitraum 2007-2013 für Finnland bereitgestellten Mittel). Ostfinnland hat einen „Phasing-in“-Status, das heißt ein stark verringertes Finanzierungsprofil im Zeitraum 2007-2013. Wegen der dauerhaften Benachteiligung als dünnbevölkerte und entlegene Region erhält Ostfinnland eine spezielle Zuweisung für dünnbevölkerte Gebiete von 35 EUR pro Einwohner und Jahr aus dem EFRE, die sich während des Programmzeitraums auf insgesamt 186 Mio. EUR beläuft. Der Betrag der speziellen Zuweisung ist in dem Gesamtbetrag der EFRE-Mittel für das Programm enthalten.

1. Ziel und Zweck der EU-Investitionen

Ostfinnland ist ein entlegenes und sehr dünnbevölkertes Gebiet. Seit Jahren ist Ostfinnland hauptsächlich mit den Herausforderungen Bevölkerungsrückgang und hohe Arbeitslosigkeitsquote konfrontiert. Die Bevölkerungsalterung verläuft noch dazu sehr rasch. Das Wachstum ist niedriger als im übrigen Finnland, wodurch das Entwicklungspotential des Gebiets und die Fähigkeit zur Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit geschwächt werden. Die Stärken Ostfinnlands sind seine Natur, seine natürlichen Ressourcen und ihre Nutzung sowie das in seinen Universitäten, technischen Hochschulen, Forschungsinstituten und Hochtechnologieunternehmen vorhandene Fachwissen.

Im Zeitraum 2000-2006 erhielt Ostfinnland im Rahmen des Ziel-1-Programms für die Region über 650 Mio. EUR aus den Strukturfonds. Damit konnten bis Ende 2006 27 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, 41 000 Arbeitsplätze erhalten und fast 6 000 neue Unternehmen gegründet werden.

Das neue EU-Programm für die Jahre 2007-2013 soll auf dem Erfolg des früheren Programms aufbauen. Man will weiterhin die negativen Wirkungen mildern, die sich aus den Herausforderungen ergeben, mit denen die Region konfrontiert ist, und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf der Grundlage ihrer Stärken entwickeln, indem man die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen fördert, gut funktionierende Innovationssysteme aufbaut und Zugänglichkeit und Attraktivität der Region verbessert. In Ostfinnland soll ein global wettbewerbsfähiges und für Wissensförderung, Unternehmergeist und hohe Lebensqualität offenes Umfeld entstehen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Mit dem Programm sollen mehr als 13 000 neue Arbeitsplätze und über 2 000 neue Unternehmen geschaffen werden. 35 % der Mittel sollen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingesetzt werden, mit denen 800 neue FuE-Stellen geschaffen werden. 86 % der bereitgestellten Mittel sind für Lissabon-bezogene Ausgaben bestimmt; dies liegt deutlich über der Zielvorgabe der Gemeinschaft von 75 % für Regionen, die unter dem Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ gefördert werden.

3. Prioritätsachsen

Das Programm umfasst drei operative Prioritätsachsen sowie den Schwerpunkt Technische Unterstützung.

Prioritätsachse 1: Förderung der Unternehmenstätigkeit

Dieser Schwerpunkt zielt auf die Steigerung der Produktivität, die Schaffung neuer und den Erhalt bestehender Arbeitsplätze durch die Förderung von unternehmerischer Initiative und Unternehmenswachstum und einen verbesserten Zugang zu Unternehmensdienstleistungen und Finanzierung.

Prioritätsachse 2: Förderung von Innovation und Vernetzung und Stärkung von Wissenszentren

Dieser Schwerpunkt zielt auf die Aktivierung von Fachnetzen mit engen Verbindungen zu nationalen und internationalen Entwicklungsvorhaben von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und regionaler Wirtschaft und auf die Förderung der Gründung und des Ausbaus von Wissenszentren für Schlüsselbranchen.

Prioritätsachse 3: Bessere Anbindung der Region und Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds

Große Entfernungen, geringe Bevölkerung, eine empfindliche Umwelt und ein kaltes Klima stehen einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und einer Verbesserung der Lebensqualität entgegen. Dieser Schwerpunkt zielt auf die Verbesserung der Zugänglichkeit und Attraktivität der Region für Unternehmen, Beschäftigte und Touristen durch eine Verbesserung der Logistik und der Verkehrsverbindungen, der Dienstleistungen, Umweltbedingungen und Touristenattraktionen.

Prioritätsachse 4: Technische Unterstützung

In diesem Schwerpunktbereich geht es um die Unterstützung von Programmverwaltung und -durchführung, einschließlich technischer Unterstützung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Bewertung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Ostfinnland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007FI162PO001

Number of decision

C(2007)4550

Datum der endgültigen Annahme

28/09/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Förderung der Unternehmenstätigkeit 156 257 285 156 257 285 312 514 570
Förderung von Innovation und Vernetzung und Stärkung von Wissenszentren 131 254 822 131 254 822 262 509 644
Bessere Anbindung der Region und Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds 63 429 630 63 429 630 126 859 260
Technische Unterstützung 14 622 572 14 622 572 29 245 144
Gesamtausgaben 365 564 309 365 564 309 731 128 618