Operationelles Programm 'Zwei Meere'

Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit', kofinanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Niederlande

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Am 19.  September 2008 billigte die Europäische Kommission das operationelle Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Belgien, Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich für den Zeitraum 2007-2013. Folgende Regionen erhalten dabei gemeinschaftliche Finanzhilfen: Nord und Pas de Calais (Frankreich); Norfolk, Suffolk, Southend-on-Sea, Thurrock, Essex CC, Brighton and Hove, East Sussex CC, West Sussex, Portsmouth, Southampton, Hampshire CC, Isle of Wight, Medway Towns, Kent CC, Bournemouth and Poole, Dorset CC, Cornwall und Isles of Scilly, Plymouth, Torbay, Devon CC (Vereinigtes Königreich); die Bezirke Antwerpen, Brügge, Ostende, Veurne, Eeklo, Gent, Sint-Niklaas (Belgien); Delft und Westland, Groot-Rijnmond, Zeeuws-Vlaanderen, Overig Zeeland und West-Noord-Brabant (Niederlande).

Die Regionen Somme und Aisne (Frankreich), Somerset, Wiltshire CC, Surrey und Cambridgeshire CC (Vereinigtes Königreich), Diksmuide, Ypern, Kortrijk, Roeselare und Tielt (Provinz Westflandern), Aalst, Dendermonde, Oudenaarde (Provinz Ostflandern), Mechelen und Turnhout (Provinz Antwerpen) in Belgien sowie Zuid-Oost Südholland (Provinz Südholland) in den Niederlanden, die als angrenzende Gebiete an den Projekten teilnehmen können, erhalten höchstens 20 % der dem Programm zugewiesenen EFRE-Mittel.

Das Gesamtbudget des Programms beläuft sich auf etwa 295 Mio. EUR, die gemeinschaftlichen Finanzhilfen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) auf ca. 167 Mio. EUR. Dies entspricht in etwa 1,9 % der gesamten EU-Fördergelder, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Allgemeines Ziel des Programms ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und das Potenzial des nachhaltigen Wachstums in maritimer und anderer Hinsicht durch Einrichtung und Entwicklung von Partnerschaften zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zu fördern.

Die Programmstrategie zielt auf die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Gebiets unter folgenden Aspekten ab: nachhaltige Wirtschaftstätigkeit, Innovation und Humankapital, Verkehrsanbindung, Förderung und Entwicklung einer nachhaltigen Umwelt, bessere Lebensqualität, Berücksichtigung der Diversität des Gebiets und Steigerung des maritimen Potenzials als verbindendes Element sowie Entwicklung vorbildlicher Verfahren bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Förderung neuer Partnerschaften.

Es wurden gemeinsame Prioritätsachsen mit dem Programm „Frankreich (Kanal) – England“ benannt, da das neue Kooperationsgebiet größer und Südengland unter beiden Programmen förderfähig ist. Damit sollen im gesamten Gebiet Projekte unterstützt werden, die in beiden Programmen von Interesse sind, um von vorbildlichen Verfahren und bestimmten strategischen Projekten profitieren zu können; dies betrifft insbesondere Projekte mit maritimer Dimension.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Es wird davon ausgegangen, dass das Programm für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit „Zwei Meere“ unter anderem zu folgenden Aspekten einen Beitrag leisten wird:

  • Unterstützung von gemeinsamen (See-)Wirtschaftsaktivitäten sowie von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Küstengebieten und maritimen Ressourcen,
  • Förderung von Unternehmergeist, Innovation und Forschung,
  • Unterstützung von Tourismus,
  • Verbesserung der Verkehrsanbindung des Programmgebiets,
  • Umweltschutz, Förderung der Energieeffizienz und Entwicklung erneuerbarer Energien,
  • Verbesserung der bewährten Verfahren beim Wasser-, Abfall- und Ressourcenmanagement,
  • Förderung sozialer Eingliederung, Verbesserung der Qualität von Dienstleistungen und Unterstützung allgemeiner und beruflicher Bildung.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Unterstützung eines wirtschaftlich wettbewerbsfähigen, attraktiven und zugänglichen Gebiets [etwa 36,4 % der Gesamtförderung]

Mit dieser Prioritätsachse soll die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des Programmgebiets gefördert werden. Unterstützt werden unter anderem:

  • Zusammenarbeit im Bereich Seewirtschaft,
  • Innovation und Forschungsinfrastrukturen,
  • Unternehmergeist und Initiativen zur Unternehmensentwicklung,
  • Tourismus,
  • Verkehrsanbindung des Programmgebiets.

Prioritätsachse 2: Förderung und Stärkung einer sicheren und gesunden Umwelt [etwa 25,1 % der Gesamtförderung]

Mithilfe dieser Prioritätsachse soll die Umwelt im Programmgebiet verbessert werden; dies gilt insbesondere für den Ärmelkanal und die Nordsee. Beispiele hierfür sind Maßnahmen gegen Verschmutzung, Abfallmanagement, Abwasserbehandlung und die Vorbeugung von Umweltrisiken.

Prioritätsachse 3: Steigerung der Lebensqualität [etwa 25,3% der Gesamtförderung]

Mit dieser Prioritätsachse sollen für die Einwohner des Programmgebiets bessere Lebensbedingungen und mehr Lebensqualität geschaffen werden, und zwar in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, kultureller Austausch und Chancengleichheit.

Prioritätsachse 4: Gemeinsame Priorität mit dem Programm Frankreich (Kanal) – England [etwa 7,8 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse gilt für die beiden operationellen Programme „Zwei Meere“ und „Frankreich (Kanal) – England“. Mit der Beteiligung von Interessenträgern aus beiden Programmgebieten werden dabei unter anderem Kooperationsprojekte mit grenzüberschreitender maritimer Dimension sowie die bestmögliche Nutzung bewährter Verfahren unterstützt.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [etwa 5,4% der Gesamtförderung]

Es ist technische Hilfe bei der Durchführung des operationellen Programms vorgesehen. Finanzielle Unterstützung für Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle sowie Information und Kommunikation steht zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Zwei Meere'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO038

Number of decision

C/2008/5113

Datum der endgültigen Annahme

19/09/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Unterstützung eines wirtschaftlich wettbewerbsfähigen, attraktiven und zugänglichen Gebiets 58 991 540 48 265 806 107 257 346
Förderung und Stärkung einer sicheren und gesunden Umwelt 40 798 529 33 380 615 74 179 144
Verbesserung der Lebensqualität 44 807 419 29 871 613 74 679 032
Gemeinsame Priorität mit dem Programm Frankreich (Kanal) – England 12 630 429 10 333 988 22 964 417
Technische Hilfe 9 772 266 6 216 045 15 988 311
Gesamtausgaben 167 000 183 128 068 067 295 068 250