Operatives Programm zur grenzüberschreitenden Kooperation 'España – Fronteras exteriores 2008-2013 / Spanien – Auslandsgrenzen 2008-2013'

Programm, das den Rahmen der territorialen europäischen Zusammenarbeit

Spanien

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Am 20. März 2009 beschloss die Europäische Kommission das operative Programm "Programm zur grenzüberschreitenden Kooperation Spanien – Auslandsgrenzen 2008-2013", das den Rahmen der territorialen europäischen Zusammenarbeit zwischen Spanien und Marokko darstellt.

Sein Finanzpaket beträgt 125.929.518 EUR (wobei der letzte Jahresbeitrag bis 2013 am 18. Februar 2011 getätigt wurde). Der europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) steuert insgesamt 94.447.138 EUR bei (75% der Kofinanzierung).

Das operative Programm begründet zwei mögliche geografische Kooperationsgebiete:

1. Kooperationsgebiet der Meerenge: Auf spanischer Seite umfasst das Gebiet die spanischen Provinzen der Autonomen Region Andalusien (Almería, Granada, Málaga, Cádiz, Huelva, Sevilla, Córdoba und Jaén) und die Autonomen Städte Ceuta und Melilla. Auf afrikanischer Seite gehören die Regionen Tánger-Tetuán, Taza-Alhoceima-Taounate und die Region Ost dazu.
2. Kooperationsgebiet am Atlantik: Umfasst die Kanarischen Inseln und die afrikanischen Regionen Guelmin-Es-Smara, Souss Massa Dràa und Laâyoune-Boujdour-Sakia El Hamra.

1. Ziel des Programms

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Spanien und Marokko durch europäische Programme begann sich bereits im vergangenen Haushaltszeitraum 2000-2006 durch das Programm INTERREG IIIA Spanien-Marokko zu entwickeln.

Das aktuelle Programm hat die Begünstigung von lokalen und regionalen grenzüberschreitenden Aktivitäten sowie auch die in eine transnationale Dimension integrierte Förderung der territorialen Entwicklung zum Ziel, und es stimmt mit den Prioritäten der Gemeinschaft überein; darüber hinaus wird es von einer interregionalen Perspektive aus den Erfahrungsaustausch unterstützen.

Das übergeordnete Ziel des Programms ist die Potenzierung der sozioökonomischen Entwicklung und sein Beitrag zu einer umfassenderen Strukturierung des Kooperationsraums.

Zu diesem Zweck wurden die folgenden spezifischen Ziele festegelegt, die die beiden Kooperationsbereiche gemeinsam haben:

  • Verbesserung der Mobilität und Zugänglichkeit zwischen den in die grenzüberschreitenden Kooperationsgebiete einbezogenen Territorien.
  • Förderung eines nachhaltigen und integrierten Managements der Energieressourcen und des natürlichen Umfelds.
  • Wertschätzung des Natur- und Kulturerbes der Grenzgebiete als Grundlage für die Verbesserung des lokalen Images und für die Entwicklung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten.
  • Stärkung der grenzüberschreitenden Unternehmenskooperation.
  • Motivierung des Austauschs, der Annäherung und der Integration der Bevölkerung der Grenzgebiete im interkulturellen Bereich sowie auf der Sozial- und Bildungsebene.
  • Stärkung der Kapazitäten von lokalen und/oder regionalen Institutionen und Beitrag zur Visualisierung gemeinsamer Regierungsrahmen.

2. Prognostizierte Investitionswirkungen

Die Umsetzung des Programms sieht vor, Kooperationsbeziehungen zu begründen, gegenseitige Kenntnis und gegenseitiges Vertrauen zu verbessern, sodass der Austausch begünstigt, der Ausbau von Strukturen auf Unternehmens-, Umwelt-, Kultur- und Sozialebene verbessert und die nachhaltige Nutzung der Energieressourcen und die Wertschätzung des Kulturerbes gefördert werden.

Das Programm beinhaltet eine Reihe von Umsetzungs- und Ergebnisindikatoren, die auf den operativen Zielen jeder der Kooperationsgebiete basieren, um die reale Wirkung des Programms bewerten zu können.

3. Prioritäten

Das Programm beinhaltet drei Prioritäten:

Priorität 1.  Grenzüberschreitendes Kooperationsgebiet Meerenge
  • Unterstützung der sozioökonomischen Entwicklung und Verbesserung der territorialen Konnektivität:
    Unterstützung der Zusammenarbeit im Hinblick auf die Entwicklung von Technologie und Forschung und Ausbau der Informationsgesellschaft. Der Entwicklung gemeinsamer Planungen und der Nutzung erneuerbarer Energien mit dem Ziel der sozioökonomischen und unternehmerischen Belebung wird der Vorzug gegeben.
  • Förderung eines nachhaltigen Umweltschutzes und Risikovermeidung:
    Diese Priorität bezieht sich vor allem auf Nachhaltigkeit und die Nutzung erneuerbarer Energien. Dadurch wird die Verbesserung des natürlichen Umfelds unterstützt und die Vermeidung von Risiken gefördert.
  • Wertschätzung des Erbes, Ausbau des kulturellen Dialogs, Zusammenarbeit bei der Jugendbildung und Integration von Einwanderern:
    Durch diese Priorität erhofft man sich eine Förderung der Kultur, des geschichtlichen und ethnografischen Erbes sowie der lokalen Identität. Außerdem unterstützt sie die Kooperation bei Mobilitätsaktivitäten, der beruflichen Ausbildung und der Jugendbildung. Andererseits stellt sie auch einen Antriebsfaktor bei der Eingliederung des Einwanderungskollektivs dar und stärkt die Netzwerke der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
  • Förderung besserer Bedingungen zur Gewährleistung der Mobilität von Personen, Gütern und Kapital im grenzübergreifenden Gebiet:
    Belebung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung durch verbesserte Bedingungen beim Personen- und Güterverkehr zwischen den Territorien. Unterstützung bei der Verbesserung von Systemen und Einrichtungen für die Verwaltung der Grenzen.
Priorität 2.  Kooperationsgebiet Atlantik
  • Förderung der sozioökonomischen Entwicklung des grenzüberschreitenden Territoriums:
    Verbesserung der Konnektivität und Schaffung von Transportinfrastrukturen, gleichzeitig mit der Entwicklung der Erschließung des Territoriums zur Begünstigung des Tourismus. Andererseits werden das Unternehmertum und die Stärkung von Klein- und Mittelbetrieben gefördert.
  • Förderung der Nachhaltigkeit im grenzübergreifenden Gebiet:
    Schutz der Umwelt und Entwicklung einer nachhaltigen Managementstruktur für Energie- und Wasserressourcen.
  • Förderung im Bereich Institutionen, Bildung und Kultur:
    Stärkung der Zusammenarbeit in den Bereichen Soziokultur, Institutionen und Bildung, die grundlegend für einen stabilen und dauerhaften Kooperationsbereich sind.
Priorität 3. Fachliche Unterstützung bei der gemeinsamen Umsetzung des Programms
  • Unterstützung beim Einsatz im Zusammenhang mit der Vorbereitung, Befolgung, internen Verwaltung, Finanzprüfung und Kontrolle der Projekte.
  • Steigerung der Qualität bei der Umsetzung der Projekte und Unterstützung der beteiligten Endbegünstigten.
  • Übermittlung von ausreichenden Informationen an die potenziellen Endbegünstigten, die Zielbevölkerung und die öffentliche Meinung im Allgemeinen.
  • Förderung der Umsetzung unabhängiger Bewertungen der Kooperationsprojekte.

Sach- und Finanzdaten

Operatives Programm zur grenzüberschreitenden Kooperation 'España – Fronteras exteriores 2008-2013 / Spanien – Auslandsgrenzen 2008-2013'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2008CB163PO001

Number of decision

C/2011/918

Datum der endgültigen Annahme

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Grenzüberschreitendes Kooperationsgeb. Meerenge 73 664 014 19 643 738 93 307 752
Grenzüberschreitendes Kooperationsgeb. Atlantik 15 116 298 4 031 014 19 147 312
Fachl. Unterstützung der gem. Verwaltung 5 666 826 1 888 942 7 555 768
Gesamtausgaben 94 447 138 25 563 694 120 010 832