Operationelles Programm 'Südlicher Ostseeraum'

Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Polen

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Am 20. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission für den Zeitraum 2007-2013 ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit im südlichen Ostseeraum. Das Operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist mit einem Gesamtetat von rund 75 Mio. EUR ausgestattet. Über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt die Gemeinschaft Mittel in Höhe von 61 Mio. EUR bereit. Dies entspricht ungefähr 0,7 % der insgesamt für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2007-2013 vorgesehenen Mittel.

Der Programmgebiet umfasst folgende Regionen:

- in Poland die Powiaty Szczeciński, Koszaliński, Słupski, Gdański und Gdańsk-Gdynia-Sopot;

- in Schweden die Läns Kalmar, Blekinge und Skåne;

- in Deutschland die mecklenburgischen Kreise Greifswald, Rostock, Stralsund, Wismar, Bad Doberan, Nordvorpommern, Nordwestmecklenburg, Ostvorpommern, Rügen und Uecker-Randow;

- in Dänemark die Regionskommune Bornholms;

- in Litauen den Distrikt Klaipėda;

- Andere Regionen in den Ländern, die an die Fördergebiete angrenzen, können ebenfalls an den Projekten teilnehmen und Fördermittel bis zu einer Höhe von 20 % des EFRE-Beitrags zum betreffenden Programm erhalten.

1. Ziel und Zweck des Programms

Übergeordnetes Ziel des Programms ist die Förderung der nachhaltigen Entwicklung im südlichen Ostseeraum. Dabei geht es um die Initiierung gemeinschaftlicher Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Förderung der Integration von Menschen und Institutionen.

Das Programmgebiet umfasst ein großes Territorium an Grenzregionen zwischen insgesamt fünf EU-Mitgliedstaaten. Unter dem Aspekt der Wettbewerbsfähigkeit im südlichen Ostseeraum, der wirtschaftlichen und sozialen Integration sowie der nachhaltigen Entwicklung stellt das Gefälle zwischen den alten Mitgliedstaaten und den am 1. Mai 2004 beigetretenen Staaten eine besondere Herausforderung dar. Es besteht Bedarf für eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Strukturen im gesamten Programmgebiet, und zwar durch mehr Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Behörden.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Eine der wesentlichen Auswirkungen, die man sich von diesen Investitionen verspricht, ist die grenzübergreifende Schaffung günstiger Wachstumsvoraussetzungen und Arbeitsplätze. Ebenso sollen Einwohner, Touristen und Investoren im südlichen Ostseeraum von Initiativen zu Sicherung des sozialen, kulturellen und natürlichen Umfelds profitieren. Die konkrete Umsetzung besteht in öffentlichen und privaten Investitionen durch mindestens 14 Projekte, der Steigerung von Qualität und Zusammenarbeit bei den Verkehrsanbindungen und Dienstleistungen durch fünf Projekte, sowie verbesserten institutionellen Voraussetzungen für die Verwaltung des Ostseeraums durch etwa ein Dutzend gezielte Projekte.

3. Prioritätsachsen

Das Programm legt den Akzent vor allem auf die folgenden Prioritäten:

Prioritätsachse 1: Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit [ca. 36,8 % der Gesamtförderung]

Ziele dieser Priorität sind Initiierung von Maßnahmen zur Integration von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in der Region, Kooperation im Bereich Fach- und Hochschulausbildung, Austausch von Wissen und Know-how im öffentlichen und privaten Sektor sowie bessere Verkehrsanbindungen.

Prioritätsachse 2: Attraktivität und Gemeinsame Identität [ca. 56,7 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse sind die Unterstützung beim Umgang mit Umweltgefahren sowie Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Nutzung der natürlichen Rohstoffquellen und des kulturellen Erbes, mit besonderem Augenmerk auf der Tourismusindustrie, der Erschließung regenerativer Energiequellen, Energieeinsparungen sowie lokaler Initiativen zum Austausch auf der Ebene der Bürger.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [rund 6,5 % des Gesamtetats]

Ziel hierbei ist es, die teilnehmenden Länder bei der Umsetzung des Programms zu unterstützen.

 

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Südlicher Ostseeraum'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO013

Number of decision

C/2007/6499

Datum der endgültigen Annahme

20/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit 22 472 194 5 271 255 27 743 449
Attraktivität und Gemeinsame Identität 34 619 325 8 120 583 42 739 908
Technische Hilfe 3 644 140 1 214 713 4 858 853
Gesamtausgaben 60 735 659 14 606 551 75 342 210