Operationelles Programm 'Slowenien - Österreich'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit' kofinanziertes operationelles Programm

Österreich

 Weitere Extras

 

Kerngebiete des Programms sind auf österreichischer Seite die Regionen Oststeiermark, West- und Südsteiermark, Klagenfurt – Villach, Unterkärnten und Südburgenland bzw. auf slowenischer Seite die Regionen Gorenjska, Koroška, Savinjska, Podravska und Pomurska. Diese Regionen sind allesamt als NUTS III-Gebietseinheiten eingestuft. Die Regionen Graz, Obersteiermark-Ost, Obersteiermark-West und Oberkärnten auf österreichischer Seite und Osrednjeslovenska auf slowenischer Seite können als angrenzende Gebiete an den Projekten teilnehmen. Ihnen werden dafür höchstens 20% der vom EFRE dem Programm zugewiesenen Mittel gewährt.

Das operationelle Programm fügt sich in den für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgegeben Rahmen ein. Seine Mittelausstattung beläuft sich auf rund 79 Mio. EUR. Die Gemeinschaftsfinanzierung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beträgt etwa 67 Mio. EUR, das sind 0,8 % der Gesamtausgaben der EU für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit” im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013.

1. Ziel und Zweck des Programms

Die wichtigsten Herausforderungen grenzübergreifender Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern lauten:

  • Förderung nachhaltiger Entwicklung und wirtschaftlicher Integration in dem betreffenden Gebiet unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungsstandes der jeweiligen Regionen;
  • Stärkere Profilierung des mit dem Programm abgedeckten Gebiets und Förderung seiner Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene durch Nutzung seiner strategisch günstigen geografischen Lage, seines Entwicklungspotenzials und seiner Innovationskapazitäten.

Darüber hinaus muss das Programme die Entwicklungschancen nutzen, die sich seit dem EU-Beitritt von Slowenien aufgetan haben, und die nötigen Vorkehrungen für die Aufhebung der Übergangsbestimmungen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt treffen.

Damit diese Themen angegangen werden können, hat das Programm zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit in wirtschaftlichen Schlüsselbereichen wie Tourismus und Landwirtschaft zu verbessern. Außerdem ist das Programm darauf ausgerichtet, die Forschung und die Wissensbasis zu verbessern und die Infrastrukturen vor Ort zu modernisieren. Darüber hinaus sollen mit dem Programm Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten verbessert und eine höhere Lebensqualität erzielt werden, indem die Zusammenarbeit auf Gebieten wie Kultur, Gesundheit und Soziales gefördert wird.

Darüber hinaus werden Mittel für die Förderung nachhaltiger grenzübergreifender Projekte, insbesondere in Umweltbereichen wie erneuerbare Energieträger und Management natürlicher Ressourcen, bereitgestellt.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Ausgerichtet ist das operationelle Programm auf das Zustandekommen eines wettbewerbsfähigen Raums nachhaltiger Zusammenarbeit, der bessere Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten bietet. Ferner dürfte das Programm sich positiv auf Bereiche auswirken wie

  • Entwicklung in den ländlichen Gebieten und Tourismus
  • Schutz und Erhaltung natürlicher und kultureller Reichtümer
  • Förderung regionaler und kultureller Identität
  • Verstärkung der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und in der Regionalentwicklung

Außerdem zielt das Programm auf die Verbesserung der grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen und die Unterstützung von Umweltschutzmaßnahmen ab. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Verbesserung der Verwaltungskapazitäten und eine verstärkte Vernetzung der Einrichtungen gerichtet.

3. Prioritäre Aufgabenbereiche

Das Programm umfasst folgende prioritäre Aufgabenbereiche:

Wettbewerbsfähigkeit, Wissen und wirtschaftliche Zusammenarbeit [etwa 42,2 % des Gesamtetats]

Schwerpunkt dieses vorrangigen Aufgabenbereichs ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Angegangen werden sollen die einzelnen Herausforderungen, die den Übergang zu einer wissensbasierten Gesellschaft erschweren können.

Eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wirtschaftswachstums dürfte zu mehr Beschäftigungsmöglichkeiten in den am Programm teilnehmenden Regionen führen. Außerdem ist das Programm darauf ausgerichtet, das Entwicklungsgefälle zu verringern und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Integration des betreffenden grenzübergreifenden Raums zu leisten.

Nachhaltige und ausgewogene Entwicklung [ca. 51,8 % des Gesamtetats]

Hier soll ein Beitrag zu einer nachhaltigen, ausgewogenen Entwicklung des mit dem Programm abgedeckten Gebiets durch Sicherung und Aktivierung der Ressourcen der Region in den Bereichen Umwelt, Soziales und Kultur geleistet werden. Weiteres Ziel ist die Verbesserung der Qualität der grenzübergreifenden Zusammenarbeit auf lokaler und regionaler Ebene.

Technische Hilfe[ca. 6,0 % des Gesamtetats]]

Als Hilfe für die Durchführung des Programms wird technische Hilfe bereitgestellt. Finanziell unterstützt werden können folgende Tätigkeiten: Verwaltung, Monitoring, Evaluierung und Kontrolle.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Slowenien - Österreich'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO054

Number of decision

C/2007/6607

Datum der endgültigen Annahme

21/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit, Wissen und wirtschaftliche Zusammenarbeit 28 293 931 4 993 047 33 286 978
Nachhaltige und ausgewogene Entwicklung 34 790 857 6 139 563 40 930 420
Technische Hilfe 4 026 689 710 593 4 737 282
Gesamtausgaben 67 111 477 11 843 203 78 954 680