Operationelles Programm 'Polen - Slowakei'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Slowakei

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Am 20. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Polen und der Slowakei für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die folgenden Regionen an der polnisch-slowakischen Grenze vor: Bielsko-Bialski, Nowosądecki und Krośnieńsko-Przemyski, Žilinský kraj und Prešovský kraj. Die Gebiete Oświęcimski Powiat, Pszczyński Powiat, Rzeszowski Powiat und Rzeszów Powiat Grodzki in Polen können sich als angrenzende Gebiete an den Projekten beteiligen; hierfür sind maximal 20 % der für das Programm eingestellten Fördermittel aus dem EFRE vorgesehen.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 185 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem EFRE rund 157 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 1,8 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Kennzeichnend für das Fördergebiet sind ein niedriger sozioökonomischer Entwicklungsstand und Arbeitsmarktprobleme. Der Hauptschwachpunkt besteht im Fehlen einer gut ausgebauten Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, wodurch die grenzübergreifende Zusammenarbeit und die Vernetzung in der Region behindert werden. Auf der Habenseite, die es zu schützen und zu bewahren gilt, stehen die Vielfalt der Natur und des kulturellen und historischen Erbes der Region.

Allgemeines Ziel des Programms ist die Anwendung eines partnerschaftlichen Ansatzes, durch den die polnisch-slowakische Zusammenarbeit intensiviert und die nachhaltige Entwicklung der Grenzregion unterstützt wird. Weitere Ziele sind Verbesserungen der grenzübergreifenden Infrastruktur, die Förderung der sozioökonomischen Entwicklung und der Entwicklung in den Bereichen Kultur und Umwelt sowie die Durchführung von Kleinstprojekten auf Ebene der Bevölkerung.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Es wird erwartet, dass durch das Programm die räumliche Integration und die Zugänglichkeit des Grenzgebiets verbessert und bestehende Hindernisse bei der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Kommunikation und Umwelt abgebaut werden. Durch Maßnahmen in den Bereichen Risikovermeidung, Tourismus und Schutz des Kultur- und Naturerbes soll das Fördergebiet für Touristen und Investoren attraktiver werden. Auch eine Zunahme der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, unter anderem bei den Einrichtungen des Arbeitsmarktes, Forschungszentren, Schulen und anderen Organisationen wird erwartet. Nachstehend einige Beispiele für die erwartete Wirkung:

  • 70 000 Menschen profitieren von einer neuen/modernisierten Kommunikationsinfrastruktur;
  • 200 km grenzübergreifende Kommunikationsleitungen werden neu verlegt/modernisiert;
  • 25 Initiativen, die zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen;
  • 350 Tourismusprodukte;
  • 90 instand gesetzte historische Objekte.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Ausbau der grenzübergreifenden Infrastruktur [ca. 43 % der Gesamtförderung]

Der Hauptschwerpunkt dieser Prioritätsachse liegt auf der Verbesserung der grenzübergreifenden Infrastruktur. Damit sollen die räumliche Integration des Fördergebiets, dessen Sicherheit und Zugänglichkeit sowie die Attraktivität für Bewohner, Investoren und Touristen verbessert werden.

Prioritätsachse 2: Soziale und wirtschaftliche Entwicklung [ca. 34 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird eine Intensivierung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Blick auf die nachhaltige sozioökonomische, ökologische und kulturelle Entwicklung des polnisch-slowakischen Grenzgebiets angestrebt.

Prioritätsachse 3: Unterstützung von lokalen Initiativen (Kleinstprojekte) [ca. 17 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist es, mit der Durchführung von Kleinstprojekten auf der Ebene der Bevölkerung lokale Initiativen zu fördern und grenzübergreifende Kontakte zu knüpfen.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird technische Hilfe zur Durchführung des Programms geleistet. Für die Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle des Programms steht auch finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Polen - Slowakei'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO012

Number of decision

C/2007/6534

Datum der endgültigen Annahme

20/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Ausbau der grenzübergreifenden Infrastruktur 67 685 338 11 944 471 79 629 809
Soziale und wirtschaftliche Entwicklung 53 518 639 9 444 466 62 963 105
Unterstützung von lokalen Initiativen (Kleinstprojekte) 26 759 320 4 722 233 31 481 553
Technische Hilfe 9 444 466 1 666 670 11 111 136
Gesamtausgaben 157 407 763 27 777 840 185 185 603