Operationelles Programm 'Italien - Frankreich Meeresgebiete'

Frankreich Meeresgebiete“ für den Zeitraum 2007-2013 – im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Italien

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Am 16. November 2007 genehmigte die Europäische Kommission das „Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Italien – Frankreich Meeresgebiete“ mit Gemeinschaftsmitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ in den Meeresgebieten in Italien und Frankreich. Die Gesamtkosten des Programms belaufen sich auf rund 162 Mio. EUR. Der Beitrag des EFRE zum operationellen Programm beläuft sich auf höchstens 122 Mio. EUR; das entspricht rund 1,4 % aller Investitionen der EU im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“.

Das Programm betrifft die Provinzen bzw. Departements Sassari, Nuoro, Cagliari, Oristano, Olbia-Tempio, Ogliastra, Medio Campidano, Carbonia-Iglesias, Imperia, Savona, Genova, La Spezia, Massa-Carrara, Lucca, Pisa, Livorno, Grosseto, Corse du Sud und Haute Corse an der Seegrenze zwischen Frankreich und Italien. Sowohl von den Ausmaßen des Fördergebiets als auch von der Bevölkerungsdichte her bestehen innerhalb des Kooperationsgebietes erhebliche Unterschiede.

Das Programm deckt eine Gesamtfläche von 49 269 km2 ab, davon 40 588 km2 auf italienischem Gebiet. Die Bevölkerungszahl liegt bei 5 036 977 Einwohnern, davon leben 271 856 auf Korsika. Die Arbeitslosenrate im Kooperationsgebiet beträgt 9,8 %, wobei zu berücksichtigen ist, dass sie in Sardinien über 16 % liegt. Das BIP beläuft sich im Durchschnitt auf 100,5 %; in Italien sind es 107,9 % und in Frankreich 111,4 %.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

Mit der Strategie der grenzübergreifenden Zusammenarbeit soll die Zusammenarbeit zwischen Grenzregionen in den Bereichen Zugang, Innovation, Bewirtschaftung natürlicher und kultureller Ressourcen sowie gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen und integrierten Diensten verbessert und so die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, und zwar innerhalb des Mittelmeerraums und Südeuropas sowie weltweit. Des Weiteren sollen mit dieser Strategie der Zusammenhalt der Regionen gewährleistet sowie Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung gefördert werden.

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Ausbau des Telekommunikationswesens in den Berg- oder Randgebieten des Raums, um dort die Verwirklichung der Informationsgesellschaft zu beschleunigen.

2. Erwartete Wirkungen der Investitionen

Mit der Durchführung dieses Programms lassen sich der Netzzugang verbessern, die gemeinsame Förderung von Innovationen und Unternehmergeist ausbauen sowie der Schutz, die Bewirtschaftung und gemeinsame Nutzung der natürlichen und kulturellen Ressourcen fördern. Darüber hinaus dient das Programm der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und fördert die Vernetzung zur Verbesserung des Zugangs zu öffentlichen Dienstleistungen.

3. Prioritäten

Das Programm ist in fünf Prioritäten untergliedert:

Priorität 1: Zugang [rund 30 % der Gesamtinvestitionen]

Unter dieser Priorität soll die Anbindung an materielle und immaterielle Netze sowie an Verkehrsdienste verbessert werden, um eine Integration dieser Netze zu fördern und sie wettbewerbsfähig zu gestalten, insbesondere im Hinblick auf einen Ausbau der transeuropäischen Netze (TEN) und der Autobahnen des Meeres.

Priorität 2: Innovation und Wettbewerbsfähigkeit [rund 20 % der Gesamtinvestitionen]

Im Rahmen dieser Priorität geht es um die gemeinsame Förderung von Innovation und Unternehmergeist. Ziel ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), der Industrie, des Handwerks, des Fremdenverkehrs und des grenzübergreifenden Handels mit dem Ziel, die Wettbewerbsposition dieser Grenzregion in einem umfassenderen Raum wie dem Mittelmeerraum und Europa zu stärken.

Priorität 3: Natürliche und kulturelle Ressourcen [rund 30 % der Gesamtinvestitionen]

Hier geht es um die Förderung des Schutzes, der Bewirtschaftung und der gemeinsamen Nutzung der natürlichen und kulturellen Ressourcen sowie um die Vermeidung naturbedingter und technologischer Risiken, um ein gemeinsames Programm im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Kulturförderung des Kooperationsraums durchzuführen.

Priorität 4: Integration der Mittel und der Dienste [rund 14 % der Gesamtinvestitionen]

Im Zentrum dieser Priorität stehen die Intensivierung der Zusammenarbeit und die Förderung des Aufbaus von Netzen zur Verbesserung des Zugangs zu „seltenen“ öffentlichen Dienstleistungen insbesondere in folgenden Sektoren:

  • Gesundheit;
  • Kultur;
  • Fremdenverkehr;
  • Lebensqualität;
  • Bildung.

Darüber hinaus soll er die Bindungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten stärken und so zum territorialen Zusammenhalt beitragen.

Priorität 5: Technische Hilfe [rund 6 % der Gesamtinvestitionen]

Diese letzte Priorität sieht Unterstützung für die Einführung eines effizienten Verwaltungs-, Betreuungs- und Kontrollsystems für die Bewertung der Programme und Projekte sowie für Kommunikation und Werbemaßnahmen des Programms vor.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Italien - Frankreich Meeresgebiete'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO033

Number of decision

C/2007/5489

Datum der endgültigen Annahme

16/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Zugang und Vernetzung bei der Kommunikation 36 444 680 12 148 227 48 592 907
Innovation und Wettbewerbsfähigkeit 24 296 453 8 098 818 32 395 271
Natürliche und kulturelle Ressourcen 36 444 680 12 148 227 48 592 907
Integration der Mittel und der Dienste 17 007 516 5 669 172 22 676 688
Technische Hilfe 7 288 936 2 429 645 9 718 581
Gesamtausgaben 121 482 265 40 494 089 161 976 354