Operationelles Programm 'Italien – Malta'

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Italien

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Am 27. November 2008 genehmigte die Europäische Kommission das operationelle Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Italien – Malta 2007-2013“, das mit Gemeinschaftsmitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ in Italien und Malta gefördert wird. Die Gesamtkosten des Programms betragen insgesamt 35 Mio. EUR. Der Beitrag aus dem EFRE zum operationellen Programm beläuft sich auf 30 Mio. EUR. Das Programm gilt für die italienischen Provinzen Agrigent, Caltanisetta, Ragusa, Syrakus, Trapani sowie die Provinzen Catania und Palermo, die sich an die förderungsfähigen Gebiete in Sizilien anschließen, und für ganz Malta einschließlich Gozo und Comino.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das Ziel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit des Programms „Italien – Malta 2007-2013“ besteht in der Verbesserung der Kooperation zwischen den Grenzregionen im Bereich:

  • der Zugänglichkeit,
  • der Innovation,
  • des Umweltschutzes,
  • der Aufwertung der natürlichen und kulturellen Ressourcen,
  • und der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur und der integrierten Dienste.

Mit dem Programm soll im Mittelmeerraum die Wettbewerbsfähigkeit erhöht, der territoriale Zusammenhalt sichergestellt und Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung gefördert werden.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die Umsetzung des Programms zur territorialen Zusammenarbeit Italien – Malta 2007-2013 soll dazu beitragen,

  • den Zugang zu materiellen und immateriellen Netzen sowie zu Verkehrsdiensten zu verbessern, um eine Integration dieser Netze zu fördern und sie wettbewerbsfähig zu gestalten, insbesondere im Hinblick auf die transeuropäischen Netze (TEN),
  • die gemeinsame Entwicklung von Innovation und Unternehmergeist im Rahmen des größeren Ziels der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu fördern.
  • den Schutz, die Bewirtschaftung und die Aufwertung der natürlichen wie der kulturellen Ressourcen zu fördern sowie naturbedingte und technologische Risiken zu vermeiden. Dies erfolgt mit dem Ziel, ein gemeinsames Programm im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Kulturförderung im Kooperationsraum durchzuführen.
  • die Energieeffizienz durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu steigern.
  • die Zusammenarbeit und Schaffung von Netzen für einen verbesserten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Kultur, Fremdenverkehr, Lebensqualität und Bildung zu fördern.
  • die Verbindungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zur Verstärkung des territorialen Zusammenhalts auszubauen.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm weist drei Schwerpunkte auf:

Prioritätsachse 1: Wettbewerbsfähigkeit: Innovation und Forschung, nachhaltige Entwicklung [rund 49 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird das Ziel verfolgt,

  • die grenzübergreifende Zugänglichkeit zu verbessern und umweltfreundliche Transportsysteme zu auszubauen.
  • die Schaffung von Netzen im Bereich Forschung und Innovation und insbesondere im Bereich der angewandten Forschung anzuregen.
  • die gemeinsame Entwicklung von Innovation und Unternehmergeist im Rahmen des größeren Ziels der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), der Industrie, der Landwirtschaft, des Handwerks, des Fremdenverkehrs und des grenzüberschreitenden Handels zu fördern. Dies erfolgt mit dem Ziel, die eigene Wettbewerbsposition in einem umfassenderen Raum (Mittelmeerraum und Europa) zu stärken.

Prioritätsachse 2: Umwelt, Energie und Risikovermeidung [rund 45 % der Gesamtförderung]

Bei dieser Prioritätsachse geht es um die Förderung des Schutzes, der Bewirtschaftung und der Aufwertung der natürlichen wie der kulturellen Ressourcen sowie um die Vermeidung naturbedingter und technologischer Risiken. Dazu soll ein gemeinsames Programm im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Kulturförderung des Kooperationsraums durchgeführt werden. Es werden ebenfalls Projekte im Rahmen der Energiewirtschaft und der Verwendung alternativer Energien wie insbesondere der Windenergie unterstützt.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [rund 6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird auf die Stärkung der technischen Fähigkeiten der für das Programm verantwortlichen Behörden abgezielt, um eine wirksame Verwaltung in den Phasen der Vorbereitung, der Durchführung, der Überwachung, der Begleitung, der Bewertung, der Information und der Kontrolle der Interventionen zu ermöglichen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Italien – Malta'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO037

Number of decision

C/2008/7336

Datum der endgültigen Annahme

27/11/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wettbewerbsfähigkeit: Innovation, Forschung und nachhaltige Entwicklung 14 772 528 2 606 917 17 379 445
Umwelt, Energie und Risikovermeidung 13 566 608 2 394 107 15 960 715
Technische Hilfe 1 808 881 319 214 2 128 095
Gesamtausgaben 30 148 017 5 320 238 35 468 255