Operationelles Programm 'Italien – Frankreich (Alpen – ALCOTRA)'

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Italien

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Am 29. November 2007 genehmigte die Europäische Kommission das operationelle Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Italien – Frankreich (Alpen – ALCOTRA)“ mit Gemeinschaftsmitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ in Italien und Frankreich.

Die Gesamtkosten des Programms belaufen sich auf rund 200 Mio. EUR. Der Beitrag aus dem EFRE zum operationellen Programm beläuft sich auf höchstens 150 Mio. EUR und entspricht damit rund 1,7 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

Das Programm „Italien – Frankreich (Alpen – ALCOTRA)“ ist das vierte Kooperationsprogramm, das entlang der kontinentalen Grenze zwischen Italien und Frankreich durchgeführt wird. Es umfasst drei italienische Regionen (Aostatal, Piemont und Ligurien), zwei französische Regionen (Rhône-Alpes und Provence-Alpes-Côte d'Azur) sowie das Fürstentum Monaco. Monaco wird an dem Programm teilnehmen, erhält aber keine Finanzhilfe aus dem EFRE nach Art. 21 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 1080/2006 für Länder außerhalb der Europäischen Union (EU).

1. Ziel und Zweck des Programms

Mit dem Programm wird das allgemeine Ziel verfolgt, die Lebensqualität der Bevölkerungsgruppen und die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaftssysteme und grenzüberschreitenden Gebiete durch die Zusammenarbeit in den Bereichen soziale Infrastruktur, Wirtschaft, Umwelt und Kultur zu verbessern.

Die strategischen Ziele des Programms, die im Einklang mit dem globalen Ziel und den in den Verordnungen angegebenen Prioritäten stehen, sehen wie folgt aus:

  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der nachhaltigen Entwicklung der grenzübergreifenden Produktionssysteme über Interventionen in drei Sektoren: Produktionssysteme, ländliche Wirtschaft und Fremdenverkehr;
  • Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Erhaltung und Bewirtschaftung der biologischen Vielfalt, der natürlichen Ressourcen und der Landschaft des grenzüberschreitenden Gebiets;
  • Vorwegnahme und Bewältigung naturbedingter und technologischer Risiken und Steigerung der Wirksamkeit von Noteingriffen;
  • Förderung der Attraktivität des Gebiets durch die Verbesserung der Dienstleistungen und Stärkung der Identität der grenzüberschreitenden Gemeinschaften in den Bereichen Gesundheit, Chancengleichheit und Angebot an bzw. Zugang zu Dienstleistungen für die Bevölkerung (Mobilität, Dienste für Kultur, Bildung und Beschäftigung);
  • Begleitung der Entwicklung einer tatsächlichen grenzübergreifenden Zusammenarbeit durch die Gewährleistung einer einheitlichen Programmverwaltung und der Wirksamkeit der Eingriffe im Rahmen des Programms.

2. Voraussichtliche Auswirkungen der Investitionen

Das Programm zur territorialen Zusammenarbeit „Frankreich – Italien“ teilt einen großen Teil der strategischen Prioritäten mit den regionalen Programmen, die den Eingriffsbereich betreffen. Im Rahmen dieser Programme wird es eine Rolle bei der Entstehung von Synergien und bei der Stärkung spielen, indem es die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, den Verwaltungen und den Bürgern fördert.

Das Programm zur grenzübergreifenden französisch-italienischen Zusammenarbeit wird zudem den Austausch und die Mobilität von Studenten und Arbeitnehmern fördern und so zur Stärkung der Wachstumsziele im Hinblick auf Kompetenzen und Arbeitsgelegenheiten beitragen, die unter das Ziel „Beschäftigungsförderungsmaßnahmen“ fallen.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm dreht sich um vier Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Entwicklung und Innovation [rund 30,9 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser ersten Prioritätsachse sollen die Wettbewerbsfähigkeit und die nachhaltige Entwicklung der Produktionssysteme über ein nachhaltiges Wachstum der Produktionssysteme, die Aufwertung der lokalen Produktionen und die Nachhaltigkeit der touristischen Systeme gefördert werden.

Prioritätsachse 2: Umwelt und Risikovermeidung [rund 30,9 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen der zweiten Prioritätsachse sollen gemeinsame Strategien entwickelt werden zur:

  • Erhaltung und Bewirtschaftung der biologischen Vielfalt, der natürlichen Ressourcen und der Landschaften des grenzübergreifenden Raums;
  • Bewältigung naturbedingter und technologischer Risiken über eine bessere Bewirtschaftung des Gebiets ebenso wie die Koordination und Verbesserung der Systeme zur Vermeidung naturbedingter und technologischer Risiken und der Systeme für Noteingriffe.

Prioritätsachse 3: Lebensqualität [rund 33,4% der Gesamtförderung]

Im Rahmen der dritten Prioritätsachse soll die Attraktivität des Programmgebiets durch die Verbesserung der Dienstleistungen und Stärkung der Identität der grenzüberschreitenden Gemeinschaften gefördert werden, über:

  • eine Verbesserung des sanitären und sozialen Dienstleistungsangebots;
  • die Gegenüberstellung der Mobilitäts- und Verbindungsprobleme;
  • die Entwicklung und Diversifizierung des kulturellen Angebots zur Stärkung der gemeinsamen Identität;
  • die Verbesserung der Eingliederung der Bevölkerungsgruppen durch Mobilität und Austausch im Rahmen der Bereiche Bildung, Ausbildung und Beschäftigung.

Zudem wird für die teilnehmenden Länder ein Prozentsatz des Programmhaushalts für technische Hilfe bereitgestellt, um diese bei einer möglichst wirksamen Programmdurchführung zu unterstützen.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [rund 4,7 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird auf die Stärkung der technischen Fähigkeiten der für das Programm verantwortlichen Behörden abgezielt, um eine wirksame Verwaltung in den Phasen der Vorbereitung, der Durchführung, der Überwachung, der Begleitung, der Bewertung, der Information und der Kontrolle der Interventionen zu ermöglichen.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Italien – Frankreich (Alpen – ALCOTRA)'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO034

Number of decision

C/2007/5716

Datum der endgültigen Annahme

29/11/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung und Innovation 45 654 640 16 040 820 61 695 460
Umwelt und Risikovermeidung 45 654 640 16 040 820 61 695 460
Lebensqualität 49 396 824 17 355 641 66 752 465
Technische Hilfe 8 981 241 458 501 9 439 742
Gesamtausgaben 149 687 345 49 895 782 199 583 127