Operationelles Programm 'Griechenland - Italien'

Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit', kofinanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Griechenland

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Am 28. März 2008 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Griechenland und Italien für den Zeitraum 2007-2013. Mit diesem Programm werden gemeinschaftliche Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für spezielle griechische und italienische Regionen entlang der gemeinsamen Grenze dieser beiden Länder bereitgestellt:

Griechenland: die Präfekturen von Aitoloakarnania und Achaia (Region Westgriechenland); die Präfekturen Kerkyra, Lefkada, Kefallinia und Zakynthos (Region ionische Inseln); und die Präfekturen Ioannina, Preveza und Thesprotia (Region Epirus).

Italien: die Provinzen Bari, Brindisi und Lecce.

Angrenzende Gebiete, die ebenfalls förderfähig sind (bis zu maximal 20 % der für das Programm bewilligten EFRE-Fördermittel) sind die griechischen Präfekturen Ilia und Arta sowie die italienischen Provinzen Taranto und Foggia.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist mit einem Gesamtetat von rund 118 Mio. EUR ausgestattet. Der Gemeinschaftsbeitrag über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf etwa 89 Mio. EUR; dies entspricht ca. 1 % der im Rahmen der Kohäsionspolitik für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ für den Zeitraum 2007-2013 vorgesehenen Mittel.

1. Ziel und Zweck des Programms

Das Programm zielt darauf ab, Märkte und Gemeinschaften durch bessere Zugänglichkeit miteinander zu verbinden. Es soll den Wissenstransfer im Fördergebiet ermöglichen und die Grundlage schaffen für das Wachsen gemeinsamer Strukturen als Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung. Die Stimulierung von Human- und Wirtschaftskapital in der grenzübergreifenden Region wird zu einer schnelleren Integration in die globale Wirtschaft führen. Ferner wird das Programm den internen Zusammenhalt verbessern, die Region attraktiver machen für Investoren und den Umweltschutz unterstützen.

Allgemeines Programmziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des territorialen Zusammenhalts in der Förderregion im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung durch Vernetzung des Potenzials auf beiden Seiten der Küstengrenze. Erreicht werden soll dies durch Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation sowie verbesserten Zugang, insbesondere im Hinblick auf regionale Netze und Dienstleistungen. Weitere Ziele des Programms sind die Verbesserung von Lebensqualität, Umweltschutz und -management sowie die Stärkung des sozialen und kulturellen Zusammenhalts.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Der Schwerpunkt des operationellen Programms wird darauf liegen, durch verbesserten Zugang und bessere Lebensqualität im grenzübergreifenden Raum eine Verbindung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Innovation und dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass der Kooperationsraum dank seiner geografischen Lage und seines Tourismus, seiner Kultur und der Meeresressourcen bestimmte Wettbewerbsvorteile hat. Er weist jedoch auch spezielle Schwächen auf, wie ein niedriges Bruttoinlandsprodukt (BIP) und relativ geringe Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Ziel des Programms ist es, die komparativen Vorteile der Region, die Grundlage für die weitere Entwicklung des grenzübergreifenden Raums sind, zu stärken. Gleichzeitig sollen aber auch die Schwächen der Region bekämpft werden.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
Prioritätsachse 1: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation [rund 28,0 % des Gesamtetats]

Übergeordnetes Ziel ist hierbei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der innovativen Fähigkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der angewandten Forschung, die zu einer nachhaltigen Entwicklung des Programmgebiets beitragen kann. Erreicht werden kann dies durch eine Intensivierung der grenzübergreifenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen lokalen Verwaltungseinheiten und den Ausbau der Kooperation zwischen KMU, öffentlichen Behörden und Forschungseinrichtungen.

Vorrangiges Ziel ist es, den Produktionsprozess durch den Austausch von vorbildlichen Verfahren und Schulung innovativer zu gestalten und somit neue Märkte und fortschrittliche neue Technologien zu schaffen.

Prioritätsachse 2: Verbesserung der Erreichbarkeit zu nachhaltigen Netzwerken und Dienstleistungen [rund 25,0 % des Gesamtetats]

Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz des Verkehrs- und Kommunikationswesens sollen durch Vernetzung der zuständigen Einrichtungen wie Hafen- und Flughafenbehörden und lokale öffentliche Verkehrsträger gesteigert werden. Der Einsatz neuer Technologien im Bereich Telekommunikation, IT und Verkehr soll die strukturelle Integration verbessern.

Ziel des Programms ist ein umfassender und nachhaltiger Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindungen. Dadurch sollen auch die Verkehrs-, IT und Kommunikationsnetze und Dienstleistungen verbessert werden.

Prioritätsachse 3: Verbesserung der Lebensqualität, Umweltschutz und Stärkung der sozialen und kulturellen Kohäsion [rund 41,0 % des Gesamtetats]

Diese Prioritätsachse zielt darauf ab, die Lebensqualität der Menschen durch Förderung des kulturellen Erbes und der sozialen Integration sowie die Entwicklung besserer Ansätze zum Schutz der Umwelt und der Umweltressourcen zu fördern. Dies umfasst auch den Gesundheitsschutz und die Suche nach Wegen zur Begrenzung natürlicher und technologischer Gefahren. Bei allen Aktivitäten werden die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung gewahrt.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [rund 6,0 % des Gesamtetats]

Es steht technische Hilfe für die Umsetzung des Programms zur Verfügung. Die finanzielle Unterstützung wird für die Verwaltung, Überwachung, Auswertung und Kontrolle des Programms gewährt.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Griechenland - Italien'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO060

Number of decision

C/2008/1132

Datum der endgültigen Annahme

28/03/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation 24 907 448 8 302 482 33 209 930
Verbesserung der Erreichbarkeit zu nachhaltigen Netzwerken und Dienstleistungen 22 238 792 7 412 931 29 651 723
Verbesserung der Lebensqualität, Umweltschutz und Stärkung der sozialen und kulturellen Kohäsion 36 471 620 12 157 206 48 628 826
Technische Hilfe 5 337 310 1 779 104 7 116 414
Gesamtausgaben 88 955 170 29 651 723 118 606 893