Operationelles Programm 'Deutschland (Sachsen)- Polen'

Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit', mit Kofinanzierung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Polen

 Weitere Extras

 

Am 21. Dezember 2007 genehmigte die Europäische Kommission das operationelle Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland für den Zeitraum 2007-2013. Mit diesem Programm werden Fördermittel der Gemeinschaft aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für folgende Regionen entlang der deutsch-polnischen Grenze bereitgestellt: auf der deutschen Seite für die Landkreise Niederschlesischer Oberlausitzkreis und Löbau-Zittau sowie die kreisfreie Stadt Görlitz, und auf der polnischen Seite für den Powiat Jeleniogórsko-Wałbrzyski in der Woiwodschaft Województwo dolnośląskie (Niederschlesien) und den Powiat Zielonogórski in der Woiwodschaft Lubuskie (Lebus). Andere Regionen, die an die Fördergebiete angrenzen, können ebenfalls an den Projekten teilnehmen und Fördermittel bis zu einer Höhe von 20 % des EFRE-Beitrags zum Programm erhalten.

Das operationelle Programm ist dem Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ zugeordnet und mit einem Gesamtbudget von rund 124 Mio. EUR ausgestattet. Der Gemeinschaftsbeitrag über den EFRE beläuft sich auf ca. 105 Mio. EUR. Dies entspricht etwa 1,2 % der insgesamt für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2007-2013 vorgesehenen Mittel.

1. Zweck und Ziel des Programms

Übergeordnetes Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und der Wettbewerbsfähigkeit der deutsch-polnischen Grenzregion durch eine integrierte, grenzübergreifende Strategie für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die die örtliche Bevölkerung und die Gemeinden in der Region einbezieht und ihnen zugute kommt.

Kennzeichnend für das Fördergebiet sind das Fehlen einer grenzüberschreitenden Infrastruktur, gemeinsame Raumplanungsfragen und Unterschiede zwischen den Grenzregionen beim Pro-Kopf-Einkommen. Erfreulicherweise besteht eine große Bereitschaft, in diesen und anderen Fragen zusammenzuarbeiten.

2. Erwartete Auswirkungen der Investition

Mit dem Programm sollen die Entwicklung sozialer Rahmenbedingungen, das Unternehmertum, der Tourismussektor und Maßnahmen im Umweltschutzbereich gefördert werden.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst folgende Prioritäten:

Priorität 1: Grenzübergreifende Entwicklung [ca. 47,3 % des Gesamtbudgets]

Ziel hierbei ist der weitere Ausbau der Wirtschafts- und Wissenschaftsbasis, die Förderung von Tourismus und Bädereinrichtungen, die Entwicklung von Verkehr und Kommunikation sowie die Verbesserung des Umweltschutzes und der Raum- und Regionalplanung.

Priorität 2: Grenzübergreifende soziale Integration [ca. 46,7 % des Gesamtbudgets]

Die soziale Integration über die Grenzen hinweg wird durch unterstützende Maßnahmen in folgenden Bereichen gefördert: Bildungswesen und Qualifikationen, Kunst und Kultur, soziale Infrastruktur, öffentliche Sicherheit und Partnerkooperation. Darüber hinaus werden Mittel zur Einrichtung eines Kleinprojektefonds bereitgestellt.

Priorität 3: Technische Hilfe [ca. 6 % des Gesamtbudgets]

Zur Umsetzung des Programms steht technische Hilfe zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Deutschland (Sachsen)- Polen'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO018

Number of decision

Datum der endgültigen Annahme

21/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit 49 754 945 8 604 683 58 359 628
Grenzübergreifende soziale Integration 49 049 395 8 482 663 57 532 058
Technische Hilfe 6 306 660 1 112 940 7 419 600
Gesamtausgaben 105 111 000 18 200 286 123 311 286