Operationelles Programm 'Frankreich-Schweiz INTERREG IVA'

Im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Schweiz

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Am 20. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission das operationelle Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „INTERREG IVA Frankreich – Schweiz“ für den Zeitraum 2007-2013. Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von ca. 90 Mio. Euro. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 55 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,6 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

Das Programm betrifft die französischen Departements Doubs und Jura, die Gebiete Belfort, Ain und Haute-Savoie sowie die Kantone Bern, Jura, Neuenburg, Waadt, Genf und Wallis in der Schweiz. Die Departements Haut-Rhin, Côte d'Or, Saône et Loire, Haute-Saône, Rhône, Isère und Savoie in Frankreich sowie der Kanton Freiburg in der Schweiz können als angrenzende Gebiete ebenfalls an dem Programm teilnehmen und somit von bis zu 20 % des EFRE-Beitrags profitieren.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die globale Zielstellung des Programms besteht in der Leistung eines Beitrags zu einer ausgeglichenen Entwicklung des französisch-schweizerischen Kooperationsraums, so dass innovativ und leistungsfähig ein Mehrwert in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt geschaffen werden kann. Dabei sollen die Formen der Zusammenarbeit unterstützt werden, mit denen eine Stärkung des grenzübergreifenden Innovationsvermögens erreicht und der Kooperationsraum in eine dynamische nachhaltige Entwicklung integriert werden kann.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die Umsetzung dieses grenzübergreifenden Kooperationsprogramms dürfte eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der grenzüberschreitenden Gebiete und deren Akteure gestatten, wobei der Schaffung von Mehrwert und Beschäftigung besondere Aufmerksamkeit zuteil werden soll.

Zudem soll damit auch Folgendes berücksichtigt werden:

  • Förderung der nachhaltigen Raumordnung und Raumentwicklung unter Berücksichtigung eines besseren Mobilitäts- und Umweltmanagements;
  • Begünstigung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen, die für die Attraktivität der Gebiete unabdingbar sind;
  • Gewährleistung eines effizienten Managements der europäischen Kredite zur Durchführung des Programms und der Projekte sowie zu deren Weiterverfolgung und Kommunikation.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in vier Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wirtschaft, Innovation, Ausbildung [ca. 33,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse verfolgt folgende Ziele:

  • Entwicklung günstiger Bedingungen für die Entstehung und das ordnungsgemäße Funktionieren grenzübergreifender Produktionssysteme, die zum Wirtschaftswachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen;
  • Förderung von Partnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungsorganen;
  • Entwicklung spezieller Dienste, die Zugang zu Beschäftigung schaffen;
  • Verstärkung der grenzübergreifenden Arbeitskräftemobilität und der Fluidität des Beschäftigungsmarktes;
  • Anpassung der Qualifikationen an die Entwicklung in den jeweiligen Berufszweigen.

Prioritätsachse 2: Regionalplanung, Verkehr, Umwelt [ca. 41 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Achse umfasst drei Hauptzielsetzungen:

  • koordinierte Raumentwicklung;
  • bessere Mobilitätsorganisation;
  • Erhaltung und Valorisierung der Ressourcen des natürlichen und Landschaftserbes.

Prioritätsachse 3: Lebensqualität, Attraktivität, Dienste [ca. 21 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Hierbei geht es um:

  • die Verbesserung der Qualität und der Zugänglichkeit von Dienstleistungen;
  • die Diversifizierung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) und deren Verbreitung bei den Nutzern;
  • die Entwicklung und Förderung eines grenzübergreifenden touristischen, kulturellen und Freizeitangebots;
  • die Förderung grenzübergreifender Zusammenarbeit bei der Vorhersage von natürlichen, gesundheitlichen, industriellen und Umweltrisiken.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 4,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse soll Unterstützung bei der Schaffung eines effizienten Management-, Weiterverfolgungs- und Kontrollsystems, bei der Bewertung des Programms und der Projekte sowie bei der Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit zum Programm bieten.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Frankreich-Schweiz INTERREG IVA'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO041

Number of decision

C/2007/6539

Datum der endgültigen Annahme

20/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wirtschaft, Innovation, Ausbildung 18 112 211 9 056 105 27 168 316
Regionalplanung, Verkehr, Umwelt 22 252 146 12 238 680 34 490 826
Lebens-qualität, Attraktivität, Dienste 11 384 819 4 648 801 16 033 620
Technische Hilfe 3 303 139 660 628 3 963 767
Gesamtausgaben 55 052 315 26 604 214 81 656 529