Operationelles Programm 'Estland - Lettland'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Estland

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Am 21. Dezember 2007 verabschiedete die Europäische Kommission ein grenzüberschreitendes Kooperationsprogramm für Estland und Lettland für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm unterstützt die Regionen Lääne-Eesti, Lõuna-Eesti, Kurzeme, Riga, Pieriga und Vidzeme an der estländisch-lettischen Grenze mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Andere Regionen beider Länder können sich als angrenzende Gebiete an den Projekten beteiligen. Dafür sind maximal 20 % der für das Programm bereitgestellten Fördermittel vorgesehen.

Das Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist mit einem Gesamtetat von rund 51 Millionen EUR ausgestattet. Der Gemeinschaftsbeitrag aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf etwa 38 Millionen EUR. Dies entspricht ungefähr 0,4 % der insgesamt im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehenen Mittel.

 

1. Zweck und Ziel des Programms

Mit dem Programm sollen das Unternehmertum gefördert, die Qualifikationen der Arbeitslosen an den Bedarf des Arbeitsmarktes angepasst und Verkehrsverbindungen in der gesamten Region ausgebaut werden. Das Programm fördert außerdem eine nachhaltige Entwicklung und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit in der Region. Es verfolgt dabei einen integrierten und grenzüberschreitenden Ansatz in der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung, der die lokale Bevölkerung und die lokalen Gemeinden einbezieht und ihnen einen unmittelbaren Nutzen bringt.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die Investitionen dürften eine bessere Anbindung der Region, ein besseres gemeinsames Management von öffentlichen Dienstleistungen und Ressourcen, eine größere Zahl von Unternehmensgründungen und Tourismusprodukten sowie eine vermehrte aktive Zusammenarbeit der Gemeinden über die Grenze hinweg zur Folge haben. Die Unternehmen dürften von besseren Kapazitäten profitieren und den Bürgern in der Region kommen gemeinsame Aktivitäten im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung zugute, die den Aufbau der Wissensgesellschaft vorantreiben.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst folgende Prioritätsachsen:
Prioritätsachse 1: Stärkung des Zusammenhalts im Fördergebiet [ca. 43,0 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Diese Prioritätsachse zielt darauf ab, durch bessere Erschließung und den Ausbau der Anbindung nach innen und außen den physischen Zusammenhalt und die Integration des Fördergebiets zu verbessern. Unterstützt wird außerdem auch ein besseres gemeinsames Management von öffentlichen Dienstleistungen und Ressourcen.
Prioritätsachse 2: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Fördergebiets [ca. 36,2 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Der Schwerpunkt dieser Prioritätsachse liegt auf der Verbesserung des Umfelds für die wirtschaftliche Tätigkeit von Unternehmen unter Berücksichtigung von Strukturveränderungen in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Neu gegründete Unternehmen und Unternehmen in der Aufbauphase werden ebenfalls unterstützt. Außerdem werden Maßnahmen unterstützt, mit denen die Attraktivität des Fördergebiets gefördert und die Beschäftigungsfähigkeit der dort ansässigen Menschen verbessert werden soll.
Prioritätsachse 3: Aktive, zukunftsfähige und integrierte Gemeinden [ca. 8,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Hier liegt der Schwerpunkt darauf, das Fördergebiet attraktiver zu gestalten, sodass die Menschen gerne dort leben und arbeiten. Auch die Verbesserung der Zukunftsfähigkeit des Gebiets wird unterstützt, indem die Vitalität der Gemeinden und der grenzüberschreitende Austausch auf sozialem und kulturellem Gebiet durch bürgerschaftliches Engagement gefördert werden.
Prioritätsachse 4: Technische Unterstützung [ca. 12,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Für die Umsetzung des Programms wird außerdem technische Unterstützung bereitgestellt. Für die Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle des Programms werden ebenfalls finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

 

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Estland - Lettland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO050

Number of decision

C/2007/6603

Datum der endgültigen Annahme

21/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Verstärkung des Zusammenhalts des Fördergebiets 17 967 418 3 994 250 21 961 668
Verstärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Fördergebiets 14 373 934 4 107 291 18 481 225
Aktive, nachhaltige und integrierte Gemeinschaften 3 593 484 634 144 4 227 628
Technische Hilfe 2 293 713 4 119 683 6 413 396
Gesamtausgaben 38 228 549 12 855 368 51 083 917