Operationelles Programm 'Tschechische Republik - Deutschland'

Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Deutschland

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Am 19. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission das Operationelle Programm für die grenzübergreifende europäische Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland für den Zeitraum 2007-2013. Mit diesem Programm werden Fördermittel der Gemeinschaft im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für folgende Regionen an der deutsch-tschechischen Grenze bereitgestellt: Cham, Freyung-Grafenau, Hof, Neustadt an der Waldnaab, Regen, Schwandorf, Tirschenreuth und Wunsiedel im Fichtelgebirge, die kreisfreien Städte Hof und Weiden, Amberg-Sulzbach, Bayreuth, Deggendorf, Kronach, Kulmbach, Passau, Regensburg, Straubing-Bogen, die kreisfreien Städte Amberg, Bayreuth, Passau, Regensburg und Straubing (auf deutscher Seite) und Plzeňský kraj, Karlovarský kraj und Jihočeský kraj (auf tschechischer Seite).

Das Operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist mit einem Gesamtetat von rund 136 Mio. EUR ausgestattet. Der Gemeinschaftsbeitrag über den EFRE beläuft sich auf etwa 116 Mio. EUR. Dies entspricht ungefähr 1,3 % der insgesamt für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2007-2013 vorgesehenen Mittel.

1. Ziel und Zweck des Programms

Übergeordnetes Ziel des Operationellen Programms ist es, die Zusammenarbeit in dieser Grenzregion zu verstärken sowie Wirtschaftswachstum, Humanressourcen und Vernetzung, aber auch die Raum- und Umweltentwicklung zu fördern.

Kennzeichnend für das Grenzgebiet sind große wirtschaftliche Unterschiede zwischen den deutschen und den tschechischen Regionen und zwischen den Städten und den ländlichen Gebieten sowie hohe Arbeitslosenquoten. Allerdings bietet die Region auch einige nennenswerte Vorteile: ihre günstige Lage (in Mitteleuropa), ihre soliden Wirtschaftsstrukturen und ihre Traditionen, ihre hochwertigen Bildungsangebote und die zunehmende Zusammenarbeit über alle Bildungseinrichtungen hinweg.

Das Fördergebiet liegt in einer sehr attraktiven Umgebung mit großem touristischem Potenzial. Einer der größten Nationalparks Europas, Šumava auf der tschechischen Seite und der Bayerische Wald auf der deutschen Seite, liegt im Herzen des Fördergebiets. Der Schwerpunkt der Investitionen sollte auf Aktivitäten liegen, mit denen das Potenzial des Gebiets ausgeschöpft werden soll.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die Investitionen des Operationellen Programms sollten zu einer besseren Erreichbarkeit und zu einer umfassenden Entwicklung des touristischen Potenzials unter Berücksichtigung von Umweltschutz und Risikovermeidung führen. Außerdem soll im Einklang mit den Zielen der Lissabon-Agenda für Wachstum und Beschäftigung Folgendes erreicht werden: Technologietransfer, Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Forschungszentren, verbesserter Zugang zum Arbeitsmarkt und Integration sozial ausgegrenzter Personen. Ein erheblicher Teil der Mittel soll für Projekte zur Verbesserung direkter persönlicher Kontakte eingesetzt werden, damit größeres Vertrauen zwischen den Menschen entsteht und Barrieren zwischen den Grenzregionen abgebaut werden.

3. Prioritätsachsen

Das Operationelle Programm umfasst folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wirtschaftliche Entwicklung, Humanressourcen und Vernetzung [rund 62,5 % des Gesamtetats]

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in allen Branchen einschließlich des Tourismus. Dazu sollen Innovation und Unternehmertum unterstützt sowie Produktqualität und Dienstleistungen verbessert werden. Ferner soll der Informationsaustausch künftig ungehindert ablaufen können. Ein weiteres Ziel ist die Belebung des Arbeitsmarkts und des Bereichs „lebenslanges Lernen“ durch eine verbesserte soziale Eingliederung und die Förderung von Kultur, Gesundheitswesen, Sozialleistungen, Zivilschutz, Risikovermeidung und Vernetzung.

Prioritätsachse 2: Raum- und Regionalentwicklung [rund 37,5 % des Gesamtetats]

Mit dieser Prioritätsachse soll die Umweltqualität mit Hilfe einschlägiger Maßnahmen sichergestellt werden. Ferner soll anhand eines Raumplanungsinstruments eine ausgewogene Entwicklung der tschechisch-deutschen Grenzregion erreicht werden. Weitere Ziele sind die Unterstützung der ländlichen Entwicklung, die Verbesserung der Erreichbarkeit der Region und der Aufbau besserer Informations- und Kommunikationssysteme.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Tschechische Republik - Deutschland'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO009

Number of decision

C/2007/6484

Datum der endgültigen Annahme

19/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wirtschaftliche Entwicklung, Humanressourcen und Vernetzung 72 222 559 12 745 158 84 967 717
Raum- und Umweltentwicklung 43 287 890 7 639 040 50 926 930
Gesamtausgaben 115 510 449 20 384 198 135 894 647