Operationelles Programm 'Karibik'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ kofinanziertes Programm

Frankreich

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  

Die Europäische Kommission billigte am 26. März 2008 ein operationelles INTERREG-IV-Programm für die Region Karibik für den Zeitraum 2007-2013. Das Kooperationsprogramm betrifft Guadeloupe, St. Martin, St. Barthélemy, Martinique und Französisch-Guayana sowie die Drittländer des Karibischen Raumes, insbesondere die dem Forum der karibischen AKP-Staaten (CARIFORUM) angehörenden Länder.

Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von ca. 64 Mio. EUR. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) knapp 48 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,3 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Frankreich vorgesehen sind. Für die Drittländer, die Partnerländer dieses Kooperationsprogramms sind, wird eine Finanzierung aus dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) angestrebt.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die Kooperationsstrategie des Programms „INTERREG IV Karibik“ 2007-2013 zielt auf eine Unterstützung der harmonischen, abgestimmten und nachhaltigen Entwicklung des Karibischen Raums ab und stützt sich auf das Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und umweltbewusstes Handeln. Weitere Ziele sind die Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit und die Stärkung des territorialen Zusammenhalts basierend auf Wettbewerbsfähigkeit, Anziehungskraft, Integration und Valorisierung der Vorteile und Ressourcen des Raumes.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Dieses Kooperationsprogramm basiert auf folgenden Zielen:

  • Stärkung der Kommunikationsmittel;
  • Entwicklung von Innovationsnetzwerken;
  • Durchführung von Projekten im Bereich nachhaltiger Tourismus;
  • Durchführung von Aktionen zum Schutz der natürlichen terrestrischen und maritimen Ressourcen;
  • Entwicklung von Projekten im Bereich Abfallbehandlung;
  • Ergreifen von Maßnahmen in den Bereichen Erziehung, Ausbildung, Kultur, Gesundheit und gegenseitiges Kennenlernen der administrativen und institutionellen Systeme.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in vier Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Innovation, Wissenswirtschaft, räumliche Erschließung und Anbindung [ca. 44 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Ziele dieser Prioritätsachse sind:

  • die Stärkung des Wachstumspotenzials der Wirtschaft im Karibischen Raum unter Zugrundelegung von Innovation, Forschung, Wissenswirtschaft und Technologietransfer;
  • die Valorisierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten in den Bereichen touristische Entwicklung sowie Solidar- und Sozialwirtschaft, insbesondere durch bessere Koordinierung in den Bereichen Luft- und Seeverkehr, Austauschplattformen und Netzwerke sowie durch bessere Kommunikation.

Prioritätsachse 2: Umwelt, nachhaltiges Management von (terrestrischen und maritimen) Ressourcen und Risiken [ca. 30 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Zielsetzung besteht in Strategien zur nachhaltigen und abgestimmten Entwicklung der natürlichen Räume durch Schaffung von gemeinsamen Strukturen und Pilotprojekten beim Management von Abfällen, der Wasserressourcen, der Küstenbewirtschaftung und der biologischen Vielfalt.

Das Programm sollte so die Entwicklung der regionalen Kapazitäten in diesen Bereichen, einschließlich der Gebiete Verschmutzung von Böden, Umgang und Erzeugung von Energie und der Aufwertung von Räumen zugunsten einer nachhaltigen touristischen Entwicklung auf der Grundlage des Ökotourismus ermöglichen.

Prioritätsachse 3: Entwicklung von gemeinsamen Diensten und Synergien zwischen Institutionen und Gebieten zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Integration [ca. 20 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Reaktion auf die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Zivilgesellschaft zugunsten einer besseren Wahrnehmung der sozialen, kulturellen, linguistischen und historischen Dimension des Karibischen Raums durch die Bevölkerung.

In dieser Perspektive soll das Kooperationsfeld über Projekte, die die breite Öffentlichkeit in den Bereichen Erziehung (Schüleraustausch, berufliche Mobilität etc.), Kultur und Gesundheitsprävention mobilisieren, durch folgende Maßnahmen erweitert werden:

  • gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen;
  • Verbesserung der gegenseitigen Kenntnis institutioneller, administrativer und juristischer Systeme;
  • Verstärkung der Koordinierungskapazitäten im Bereich Strategien zur Entwicklung und zum Management des Karibischen Raums.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 6 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Technische Hilfe ist vorgesehen, um das Management, die Verfolgung, die Kontrolle und Bewertung des Programms und der hierbei durchgeführten Projekte zu Kommunikations- und Werbemaßnahmen zu gewährleisten.

Die Prioritätsachse zielt zudem auf die Mobilisierung geeigneter Mittel ab, um dem Bedürfnis nach Anleitung und Förderung des Karibischen Raums gerecht zu werden, der durch geografische Zersplitterung sowie kulturelle und linguistische Vielfalt charakterisiert ist.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Karibik'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO043

Number of decision

C/2008/1079

Datum der endgültigen Annahme

26/03/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation, Wissenswirtschaft, räumliche Erschließung und Anbindung 21 068 128 7 022 710 28 090 838
Umwelt, nachhaltiges Management von (terrestrischen und maritimen) Ressourcen und Risiken 14 364 633 4 788 211 19 152 844
Entwicklung von gemeinsamen Diensten und Synergien zwischen Institutionen und Gebieten zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Integration 9 576 422 3 192 141 12 768 563
Technische Hilfe 2 872 927 957 642 3 830 569
Gesamtausgaben 47 882 110 15 960 704 63 842 814