'Ungarn-Serbien' IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit 2007–2013

Grenzübergreifendes IPA-Programm zwischen Ungarn und Serbien, gefördert durch die Gemeinschaft im Rahmen der Komponente „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA)

Ungarn

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Am 25. März 2008 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Serbien für den Zeitraum 2007–2013. Das Programm wurde im Rahmen der Komponente „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) angenommen und wird auch im Rahmen dieser Komponente kofinanziert. Es sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für bestimmte ungarische und serbische Regionen vor, die an der gemeinsamen Grenze liegen: die ungarischen Regionen Csongrád und Bács-Kiskun und die serbischen Regionen Zapadnobački, Severnobački, Severnobanatski, Juznobački und Srednjebanatski. Die serbischen Regionen Süd Banat und Srem können sich als angrenzende Gebiete an den Projekten beteiligen. Dafür sind maximal 20 % der für das Programm bereitgestellten Fördermittel vorgesehen. 

Die Gemeinschaftsfinanzierung für das Programm im Zeitraum 2007–2011 beläuft sich auf ca. 33,9 Mio. EUR. Hinzu kommen ca. 5,9 Mio. EUR an nationalen Finanzierungsbeiträgen der beiden teilnehmenden Länder. Der Gesamthaushalt des Programms beläuft sich somit auf ca. 39,9 Mio. EUR.

1. Zweck und Ziel des Programms

Die allgemeine Zielsetzung des Programms ist die Entwicklung einer harmonische Grenzregion basierend auf der Zusammenarbeit in Verbindung mit einer nachhaltigen und sicheren Umwelt. Diese globale Zielsetzung wurde von den teilnehmenden Ländern in fünf spezifische Ziele unterteilt. Diese lauten:
- Reduzierung der Isolation in den Grenzgebieten durch die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zugänglichkeit..
- Förderung der Nachhaltigkeit und Sicherheit im Grenzgebiet.
- Schaffung von Synergien und Zusammenarbeit in der Wirtschaft.
- Verwaltung des gemeinsamen Kulturerbes mit Blick auf die Förderung kultureller Werte und Traditionen sowie die Tourismusentwicklung
- Stärkung kultureller, bildungsrelevanter und Forschungsaktivitäten.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die teilnehmenden Länder haben eine Reihe von Indikatoren entwickelt, die auf die einzelnen Prioritätsachsen des Programms anwendbar sind und dazu dienen werden, den Fortschritt im Laufe der Programmumsetzung bewerten zu können.  Die Ergebnisse werden anhand des Folgenden gemessen: Errichtung von Anlagen (wieder aufgebaut oder renoviert); Maßnahmen zum Schutz vor Überflutung; entwickelte Studien, Forschungsbemühungen und -strategien; entwickelte Beobachtungs-/Überwachungssysteme; Auswirkungen auf Unternehmen; gemeinsame Weiterbildungs- und Projektimplementierungsmaßnahmen; neue grenzüberschreitende Kontakte usw.

3. Prioritätsachsen

Um die Ziele des Programms zu erreichen, wurden zwei thematische Hauptprioritäten aufgestellt. Daneben gibt es eine dritte Prioritätsachse, die auf die Verwaltung des Programms ausgerichtet ist (Prioritätsachse „Technische Unterstützung“). Das IPA-Programm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Serbien 2007-2013 umfasst folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Infrastruktur und Umwelt [ca. 52 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Ziel der ersten Prioritätsachse ist die Wiederherstellung physischer Verbindungen zwischen den Ländern, um die Isolation innerhalb der Region zu verringern. Ein weiteres Ziel ist die gleichmäßige Teilung der Verantwortung zur Verbesserung des ökologischen Erbes und der Wasserwege im Grenzgebiet. Die Prioritätsachse unterstützt außerdem die infrastrukturelle, ökologische und wasserwirtschaftliche Entwicklung im Grenzgebiet.
Prioritätsachse 2: Wirtschaft, Bildung und Kultur [ca. 38 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Die zweite Prioritätsachse fördert das Zusammenwirken von Akteuren aus beiden Ländern als Maßnahme zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Erleichterung des Wirtschaftswachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Als weiteres Ziel verfolgt die Prioritätsachse die Unterstützung der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbemühungen von Seiten der Forschungsinstitute und Geschäftspartner im Rahmen der Kooperation und das Zusammenspiel von Bildungs-, Forschungs- und Kultureinrichtungen zur Entwicklung eines gemeinsamen Bildungs- und Kulturraums. Weiterhin werden Gemeinden und Nichtregierungsorganisationen unterstützt, die sich dafür einsetzen, durch Zusammenarbeit eine gemeinsame regionale Identität zu schaffen.
Prioritätsachse 3: Technische Unterstützung [ca. 10 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Die dritte Prioritätsachse hat das Ziel, zur wirkungsvollen Entwicklung von Projekten beizutragen, um die allgemeine Projektqualität zu verbessern. Diese Prioritätsachse unterstützt Tätigkeiten in Verbindung mit der Projektvorbereitung, -auswahl und -bewertung.

Sach- und Finanzdaten

'Ungarn-Serbien' IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit 2007–2013

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB16IPO004

Number of decision

C(2008)1075

Datum der endgültigen Annahme

25/03/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Infrastruktur und Umwelt 17 663 973 3 117 172 20 781 145
Wirtschaft, Bildung und Kultur 12 908 288 2 277 933 15 186 221
Technische Unterstützung 3 396 918 599 456 3 996 374
Gesamtausgaben 33 969 179 5 994 561 39 963 740