Grenzübergreifendendes operationelles Programm 'Slowenien - Ungarn'

Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziertes operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“

Ungarn

 Weitere Extras

  •  
  •  Text verkleinern  
  •  Text vergrößern  

Am 20. Dezember 2007 verabschiedete die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Slowenien und Ungarn für den Zeitraum 2007-2013. Mit diesem Programm werden gemeinschaftliche Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für folgende slowenische und ungarische Regionen entlang der gemeinsamen Grenze bereitgestellt: die ungarischen Kreise Zala und Vas und die slowenischen Regionen Pomurje und Podravje – die alle als NUTS-III-Gebiete eingestuft wurden.

Das Kooperationsgebiet ist Teil einer größeren geografischen Einheit, die als pannonisches Becken bezeichnet wird. Die slowenische Region Podravje kann als angrenzende Region an den Projekten teilnehmen und darf in diesem Fall maximal 20 % der aus dem EFRE für das Programm bewilligten Fördersumme erhalten.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und ist mit einem Gesamtetat von rund 36 Mio. EUR ausgestattet. Der Gemeinschaftsbeitrag über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf etwa 29 Mio. EUR. Dies entspricht ungefähr 0,3 % der insgesamt von der EU für das Ziel „Territoriale Zusammenarbeit“ im Rahmen der Kohäsionspolitik für den Zeitraum 2007-2013 vorgesehenen Gemeinschaftsmittel.

1. Zweck und Zielsetzung des Programms

Das Programm ist darauf ausgerichtet, günstigere Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum im Kooperationsgebiet zu schaffen. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen unter Berücksichtigung der nachhaltigen Entwicklung liegen. Zur Verwirklichung dieser Ziele wird eine Strategie erarbeitet, die den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten der Nachhaltigkeit Rechnung trägt.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das Programm zielt darauf ab, eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Kooperationsregion zu schaffen, die Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten bietet. Zudem werden u.a. positive Auswirkungen auf folgende Bereiche erwartet:

  • Ländliche Entwicklung und Tourismus;
  • Schutz und Erhalt natürlicher und kultureller Ressourcen;
  • Förderung der kulturellen Identität;
  • Regionale Entwicklung und Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich.

Weitere Ziele des Programms sind die Verbesserung der grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen, die Förderung des Umweltschutzes und die stärkere Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Zudem sollen die Managementfähigkeiten verbessert und die Vernetzung zwischen den Behörden gefördert werden.

3. Prioritätsachsen

Das Programm sieht folgende Prioritätsachsen vor:

Prioritätsachse 1: Erhöhung der Attraktivität des Zusammenarbeitsgebietes [etwa 46,4 % des Gesamtetats]

Ziel dieser Prioritätsachse ist es, die grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen in der Region zu verbessern und dadurch bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Programm will zudem das in der Region bestehende aber bisher ungenützte Kapital im Bereich Tourismus, Kultur und Kunst aktivieren. Die kulturellen Unterschiede im Kooperationsraum sind beträchtlich, bilden jedoch auch eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit in einer ganzen Reihe von Bereichen.

Prioritätsachse 2: Nachhaltige Entwicklung [rund 43,8% des Gesamtetats]

Die Prioritätsachse spiegelt die Anforderungen der in Göteborg festgelegten Strategie der Europäischen Union zum Thema nachhaltige Entwicklung wider und stellt heraus, welchen allgemeinen Nutzen Ökologieeffizienz für die regionale Wirtschaft haben kann.

Vor diesem Hintergrund sind die Maßnahmen auf die nachhaltige Entwicklung lokaler Gebietskörperschaften und die Schaffung einer gesunden Lebens- und Arbeitsumgebung ausgerichtet. Die spezifischen Zielsetzungen dieser Prioritätsachse sind:

  • Stärkung der Zusammenarbeit auf regionaler und lokaler Ebene;
  • Unterstützung beim Aufbau eines effizienten Gesundheitsvorsorgesystems;
  • Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitseinrichtungen.

Ferner wird das Programm den wirksamen Schutz und die Verwaltung der natürlichen Ressourcen sowie den sparsamen Umgang mit Energieressourcen sowie die Förderung alternativer und erneuerbarer Energien unterstützen.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [rund 9,8% des Gesamtetats]

Für die Umsetzung des Programms steht technische Hilfe zur Verfügung. Die finanzielle Förderung kann sich auf Verwaltungs-, Überwachungs-, Auswertungs-und Kontrollaufgaben beziehen.

Sach- und Finanzdaten

Grenzübergreifendendes operationelles Programm 'Slowenien - Ungarn'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB163PO053

Number of decision

C/2007/6511

Datum der endgültigen Annahme

20/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Erhöhung der Attraktivität des Zusammenarbeitsgebietes 14 150 000 2 497 059 16 647 059
Nachhaltige Entwicklung 13 372 283 2 359 815 15 732 098
Technische Hilfe für den Prozess der grenzübergreifenden Zusammenarbeit 1 757 000 1 757 000 3 514 000
Gesamtausgaben 29 279 283 6 613 874 35 893 157