Bulgarien und Serbien - IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit 2007–2013

Grenzübergreifendes IPA-Programm zwischen Bulgarien und Serbien wird im Rahmen der Komponente „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) von der Gemeinschaft gefördert

Bulgarien

 Weitere Extras

 

Am 25. März 2008 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und Serbien für den Zeitraum 2007–2013. Das Programm wurde im Rahmen der Komponente „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) angenommen und wird auch im Rahmen dieser Komponente kofinanziert. Das Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für zwölf bulgarische und serbische Regionen vor, die an der gemeinsamen Grenze liegen: Vidin, Montana, Sofia, Pernik, Kyustendil und Sofia-Stadt in Bulgarien sowie Bor, Zaječar, Nišava, Pirot, Jablanica und Pčinja in Serbien.
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Programm beläuft sich für den Zeitraum 2007–2011 auf ca. 21,2 Mio. EUR. Hinzu kommen ca. 3,75 Mio. EUR an nationalen Finanzierungsbeiträgen der beiden teilnehmenden Länder. Der Gesamthaushalt des Programms beläuft sich somit auf ca. 25 Mio. EUR.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das allgemeine Ziel des Programms besteht in der Stärkung des territorialen Zusammenhalts im bulgarisch-serbischen Grenzgebiet sowie in der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit seiner Entwicklung durch die Zusammenarbeit im Wirtschafts-, Sozial- und Umweltbereich über Verwaltungsgrenzen hinweg.
Diese allgemeine Zielsetzung wurde von den teilnehmenden Ländern in drei spezifische Ziele unterteilt. Diese lauten wie folgt:
Unterstützung der Infrastruktur und Verbesserung der Umwelt auf beiden Seiten der Grenze durch einen verbesserten Zugang zu Verkehrs-, Informations- und Kommunikationsdienstleistungen und durch grenzübergreifende Systeme für Versorgungsleistungen und Umweltschutz.
Stärkung der wirtschaftlichen Synergien in der Region und Steigerung der Kapazität zur gemeinsamen Nutzung des Potenzials der Region zur Mehrung des Wohlstands durch den Aufbau politischer und sozialer Netzwerke. Dadurch wird ein solider Rahmen geschaffen für die (grenzübergreifende) Unterstützung von Unternehmen und für Partnerschaften (insbesondere in Bereichen wie Kultur, Tourismus, Forschung und Entwicklung, Umweltschutz und Bildung) sowie für den aktiven Austausch bewährter Verfahren und für die gemeinsame regionale Planung und Vorbereitung der Wirtschaft der Region auf die Teilnahme am EU-Markt.
Förderung der Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung im Grenzgebiet durch die Entwicklung erfolgreicher Modelle für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und zwischen den lokalen Akteuren in den wichtigsten Schwerpunktbereichen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die teilnehmenden Länder haben eine Reihe von Indikatoren entwickelt, die die Bewertung der Fortschritte innerhalb der einzelnen Prioritätsachsen des Programms ermöglichen. Die Ergebnisse sollen unter anderem im Hinblick auf kleinräumige Infrastruktur (Verkehr und Umwelt), Verringerung der Schadstoffwerte, den grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr, neue grenzübergreifende Partnerschaften, finanzierte Projekte, das Umweltbewusstsein etc. gemessen werden.

3. Prioritätsachsen

Diese Prioritätsachse sieht außerdem technische Unterstützung für die Umsetzung des Programms vor. Das IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und Serbien 2007–2013 umfasst folgende Prioritätsachsen:  

Prioritätsachse 1: Entwicklung einer kleinräumigen Infrastruktur [ca. 55 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziel der ersten Prioritätsachse ist die Entwicklung von Partnerschaften für die Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastrukturen insbesondere im Zusammenhang mit räumlicher Integration, Umwelt, Erreichbarkeit, Geschäftsumfeld für neue Unternehmenstätigkeiten und Attraktivität der Region für Bewohner und Investoren. Die Modernisierung strategischer Infrastrukturen und Kommunikations- und Verbunddienstleistungen im Grenzgebiet wird es ermöglichen, die Ressourcen der Region optimal zu nutzen, das Wachstum in Schlüsselsektoren wie Handel und Gewerbe, Verkehr und Logistik sowie Dienstleistungen und Fremdenverkehr anzukurbeln und einen flexibleren Arbeits- und Bildungsmarkt zu fördern.  
Die im Rahmen dieser Prioritätsachse geförderten Maßnahmen betreffen physische Umwelt- und Informationsinfrastrukturen sowie Hilfe bei der Projektvorbereitung.

Prioritätsachse 2: Stärkung der Kapazität für die gemeinsame Planung, Problemlösung und Entwicklung [ca. 35 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die zweite Prioritätsachse zielt auf die Verbesserung der Kapazität des Fördergebiets ab, Probleme und Lösungen zu ermitteln, Partnerschaften aufzubauen, institutionelle und Unternehmensstrukturen entsprechend den Marktanforderungen zu stärken und Kooperationsmodelle auf der Grundlage bewährter Verfahren und gemeinsamer Bedürfnisse aufzustellen. Der Schwerpunkt dieser Prioritätsachse liegt auf der Verbesserung der Qualität und der Quantität der Unternehmen und der Steigerung der Fähigkeit der regionalen Akteure, gemeinsame Herausforderungen anzugehen. In diesem Rahmen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Verbindungen und Netzwerke zwischen Unternehmen und im institutionellen und Bildungsbereich, nachhaltige Entwicklung durch wirksame Nutzung der regionalen Ressourcen und Förderung der direkten Kontakte zwischen den Menschen.

Prioritätsachse 3: Technische Unterstützung [ca. 10 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die technische Unterstützung soll für eine effektive und effiziente Verwaltung und Umsetzung des Programms sorgen. In diesem Rahmen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Verwaltung und Bewertung des Programms sowie Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

Sach- und Finanzdaten

Bulgarien und Serbien - IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit 2007–2013

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007CB16IPO006

Number of decision

C(2008) 1058

Datum der endgültigen Annahme

25/03/2008

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung einer kleinräumigen Infrastruktur 11 695 422 2 063 898 13 759 320
Stärkung der Kapazität für die gemeinsame Planung, Problemlösung und Entwicklung 7 442 542 1 313 390 8 755 932
Technische Unterstützung 2 126 440 375 254 2 501 694
Gesamtausgaben 21 264 404 3 752 542 25 016 946