Operationelles Programm 'Flandern'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', kofinanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Belgien

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Am 7. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission für den Zeitraum 2007-2013 ein operationelles Programm für die Flämische Region in Belgien. Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über ein Budget in Höhe von insgesamt rund 498 Mio. EUR. Die Beihilfen der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) belaufen sich auf etwa 201 Mio. EUR, das entspricht ca. 8,9 % der gesamten EU-Investitionen, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Belgien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

Das operationelle Programm 2007-2013 für Flandern stellt drei strategische Ziele in den Vordergrund:

  • Förderung der Weitergabe von Know-how in Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen;
  • Förderung des Unternehmertums und der Innovation, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen, und Stärkung der Wirtschaftsstrukturen, um maximales Wirtschaftswachstum zu ermöglichen;
  • bestmögliche Unterstützung für Entwicklungsprojekte, um die Städte für Unternehmertum und Innovationen attraktiver zu machen.

Hierbei muss die vor allem die Wirtschaft gestärkt werden, indem die Verkehrsanbindung der Städte und ihre Verkehrsinfrastruktur verbessert, die Lebensqualität der Einwohner gesteigert und Tourismus wie sozio-kulturelles Leben ausgebaut werden.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

GGemäß ersten Schätzungen dürften infolge des Programms in der Region 15 000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm ist in vier Prioritätsachsen unterteilt:

Prioritätsachse 1: Wissensbasierte Wirtschaft und Innovation [rund 24 % der Gesamtinvestition]

In Flandern ist das Wissens- und Kompetenzniveau sehr hoch. Die Weitergabe und die Valorisierung von Wissen unter den Akteuren sind zwei wichtige Aspekte bei der Optimierung der flämischen wissensbasierten Wirtschaft.

Mittels einer durchdachten Mischung an Initiativen könnte man erreichen, dass das Wissen als Instrument mit großem Potenzial für Unternehmen, gemeinnützige Akteure und öffentliche Verwaltungen mehr geschätzt wird. Die Folge dürfte ein Angebot an neuen Gütern, Verfahren oder Dienstleistungen, ein höherer Mehrwert für die Wirtschaft und die Gemeinschaft und eine größere Wertschätzung des flämischen Wissens und Know-hows auf internationaler Ebene sein.

Diese Prioritätsachse basiert auf mehreren treibenden Kräften: Kreativität, integriertes horizontales Konzept, Einbindung der gemeinnützigen und gewerblichen Sektoren und Konzentration auf die Innovation der Systeme.

Somit lauten die sechs operationellen Ziele:

  • Sensibilisierung;
  • Begleitung;
  • Zusammenarbeit;
  • Internationalisierung;
  • Aufzeigen neuer Möglichkeiten, das Wissen aufzuwerten;
  • Innovation der Wirtschaft im ländlichen Raum.

Prioritätsachse 2: Unternehmertum [rund 24 % der Gesamtinvestition]

Derzeit gleicht die Präsenz ausländischer Unternehmen auf dem flämischen Markt das mangelnde flämische Unternehmertum aus. Dennoch wird es vor dem Hintergrund der Globalisierung immer schwieriger, diese ausländischen Unternehmen zu gewinnen. Langfristig gesehen muss also das flämische Unternehmertum stärker belebt werden, um diesen Verlust kompensieren zu können.

Die drei operationellen Zielsetzungen richten sich auf den Lebenszyklus von Unternehmen und die Anerkennung des Prinzips des verantwortungsvollen Unternehmertums und lauten:

  • Förderung des Unternehmergeistes;
  • Schaffung von Rahmenbedingungen, die die Gründung, das Wachstum und die Übernahme von Unternehmen erleichtern;
  • Förderung des Unternehmertums auf internationaler Ebene.

Prioritätsachse 3: Verbesserung der Rahmenfaktoren Wirtschaft und Raumplanung [rund 24 % der Gesamtinvestition]

Um die Attraktivität der Städte und Regionen in Flandern zu steigern, ist es von großer Bedeutung, ihre Verkehrsanbindung zu verbessern, qualitativ hochwertige Industriegebiete zu entwickeln und den Mehrwert nachhaltig zu verankern, der in Flandern dank der bereits gut entwickelten Infrastruktur erwirtschaftet wird. Dazu wurden vier operationelle Ziele ausgearbeitet:

  • bessere Zugänglichkeit und optimale Nutzung der Logistiksysteme in Flandern;
  • Förderung von Projekten, die die Attraktivität der Städte und Regionen steigern und/oder die Gegebenheiten des bestehenden Wirtschaftnetzes verbessern;
  • Investition in qualitativ hochwertige Industriegebiete und mögliche Unternehmensstandorte;
  • Nutzung des Potenzials der „Nachhaltigkeit“ zur Verbesserung der Ökoeffizienz von wirtschaftlichen Ballungszentren.

Prioritätsachse 4: Stadtentwicklung [rund 24 % der Gesamtinvestition]

Die Projekte zur Stadtentwicklung (Wohnungen, Arbeitsplätze, öffentlicher Raum, Geschäfte) sind strategische Projekte, deren wirtschaftliche Aspekte und Ausrichtung auf die Mobilität eine wichtige Rolle spielen. Diese Projekte fördern Innovation wie Wettbewerbsfähigkeit und machen die Städte und Regionen für das Unternehmertum attraktiver. Darüber hinaus kurbeln sie in anderen Bereichen Initiativen an. Somit wurden zwei strategische Ziele gesetzt:

  • die Unterstützung für integrierte Projekte zur Stadtentwicklung, die zum wirtschaftlichen Erfolg einer Stadt und ihrer Region beitragen;
  • die Steigerung der städtischen Vitalität in den Städten Antwerpen und Gent unter besonderer Berücksichtigung der baufälligen Viertel, indem kleine Projekte auf Ebene des Stadtviertels unterstützt werden.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [rund 4 % der Gesamtinvestition]

Im Rahmen dieser Priorität werden die Einrichtung eines effizienten Verwaltungs-, Überwachungs- und Kontrollsystems, die Programm- und Projektbewertung sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die Werbemaßnahmen für das Programm unterstützt.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Flandern'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007BE162PO002

Number of decision

C/2007/6312

Datum der endgültigen Annahme

07/12/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissensbasierte Wirtschaft und innovation 48 227 098 48 227 098 96 454 196
Unternehmertum 33 227 098 33 227 098 66 454 196
Verbesserung der Rahmenfaktoren Wirtschaft und Raumplanung 63 227 098 70 461 162 133 688 260
Stadtentwicklung 48 227 097 55 461 162 103 688 259
Technische Hilfe 8 037 850 8 037 850 16 075 700
Gesamtausgaben 200 946 241 215 414 370 416 360 611