Operationelles Programm 'Wien'

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“

Österreich

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Die Europäische Kommission hat am 2. Oktober 2007 ein operationelles Regionalprogramm für das österreichische Bundesland Wien für den Zeitraum 2007-2013 genehmigt.

Das operationelle Programm „Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung in Wien 2007-2013“ wird im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ (Phasing-out-Regionen ausgenommen) mit einem Gesamtetat von rund 50,3 Mio. EUR durchgeführt. Die Gemeinschaftshilfe aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beläuft sich auf ca. 25,2 Mio. EUR. Das entspricht ca. 1,72 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Österreich vorgesehen sind.

1. Ziel und Zweck des Programms

Das übergeordnete Ziel des Programms besteht darin, unter Beachtung der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung und der Gleichbehandlung der Geschlechter sowohl die Wettbewerbsfähigkeit und das Innovationspotenzial der regionalen Wirtschaft zu stärken als auch die Attraktivität der Region Wien zu erhalten.

Auf diese Weise sollen die Lebensqualität, das Einkommen und die Beschäftigung aller Einwohner des Bundeslandes Wien gesichert werden. Mit einem Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf von 179,7 % des EU-Durchschnitts gehört Wien zu den führenden Regionen der Europäischen Union und weist einen sehr hohen Lebensstandard und eine guten Umweltqualität auf. Um aber die Herausforderungen der Globalisierung und die erheblichen Veränderungen des EU-Binnenmarkts infolge der Erweiterung der Union im Jahr 2004 bewältigen zu können, ist eine gezielte Förderung bestimmter Sektoren für die Stärkung der Wirtschaft und der städtischen Entwicklung von großer Bedeutung.

Wien muss eine wichtige Rolle in Europa spielen, damit seine Wettbewerbsfähigkeit und der Wissenstand erhöht und ein langfristiges Wirtschaftswachstums gesichert werden können. Diese Ziele können durch die Zusammenarbeit in Netzen mit den angrenzenden Regionen und anderen europäischen Zentren erreicht werden. Die Lebens- und Umweltbedingungen in Wien dürften durch Innovation und eine Wirtschaft, die auf einer integrativen Stadtentwicklung basiert, spürbar verbessert werden. In diesem Sinne zielt das operationelle Programm auf eine Förderung von Innovation und einer wissensbasierten Wirtschaft sowie auf die Schaffung unbefristeter Arbeitsplätze ab. Mit der Intensivierung von Forschung und Entwicklung wird zudem das Erreichen der Wachstums- und Beschäftigungsziele der Lissabon-Strategie wesentlich unterstützt. Die in Göteborg definierten Ziele Nachhaltigkeit und Chancengleichheit von Männern und Frauen gehören im Rahmen des Programms zur horizontalen Zielsetzung.

2. Erwartete Auswirkungen der Investitionen

Das operationelle Programm soll 250 neue Arbeitsplätze schaffen und zu Investitionen von insgesamt 94 Mio. EUR führen.

3. Prioritäten

Die Hauptziele des Programms „Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und integrative Stadtentwicklung in Wien 2007-2013“ bestehen in der Schaffung einer innovativen und wissensbasierten Wirtschaft und in einer Intensivierung der integrativen Stadtentwicklung des Bundeslands Wien.

Das operationelle Regionalprogramm für Wien umfasst folgende Prioritätsachsen:

Priorität 1: Innovation und wissensbasierte Wirtschaft [ca. 38,0 % der Gesamtförderung]

In der heutigen Zeit der Globalisierung muss sich die Wirtschaft Wiens gegen starke Konkurrenz in der EU und auf den Weltmärkten behaupten. Deshalb ist es äußerst wichtig, Innovationen zu steigern, eine wissensbasierte Wirtschaft zu fördern und die Bedeutung Wiens als Wissensstandort zu stärken. Ein wichtiger Schlüssel ist dabei die erfolgreiche Anwendung von Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind der entscheidende Erfolgsfaktor und stehen im Mittelpunkt des Programms, das eine breite Palette von Unterstützungsmaßnahmen vorsieht. Diese reichen von der Hilfe bei Unternehmensgründung über die Bildung von Netzen bis hin zu Beratung in sämtlichen Phasen. Zusätzlich gilt es, die Infrastruktur an die Anforderungen einer modernen Wirtschaft anzupassen.

Priorität 2: Integrative Stadtentwicklung [ca. 58,0 % der Gesamtförderung]

Mobilität, demographischer Wandel und soziale Integration sind die zentralen Herausforderungen der nahen Zukunft, für die nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen. Die entsprechenden Maßnahmen sind daher unter Berücksichtigung der Energieeffizienz und weiterer Umweltaspekte durchzuführen. Eine konzentrierte Stadtentwicklung soll in drei ausgewählten Stadtbereichen erfolgen („Gründerzeitviertel – Westgürtel“, „Bahnhof Wien – Erdberger Mais“ und „U2 Donaustadt – Flugfeld Aspern“). Mit Hilfe von neuen und effizienten Maßnahmen können die Dienstleistungen und die Transportinfrastruktur verbessert werden. Spezielle Schlüssel- und Pilotprojekte sollen dabei für eine innovative Herangehensweise sorgen.

Priorität 3: Technische Hilfe [ca. 4,0 % der Gesamtförderung]

Zur Durchführung des Programms ist auch technische Hilfe vorgesehen. Fördermittel stehen für Verwaltung, Koordination, Überwachung, Bewertung, Informationsaustausch und Kontrolle sowie für politische Lernprozesse zur Verfügung.

Sach- und Finanzdaten

Operationelles Programm 'Wien'

Interventionsform

Operationelles Programm

CCI

2007AT162PO004

Number of decision

C/2007/4581 final

Datum der endgültigen Annahme

02/10/2007

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse

Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Innovation und wissensbasierte Wirtschaft 9 557 708 9 557 708 19 115 416
Integrative Stadtentwicklung 14 588 079 14 588 079 29 176 158
Technische Hilfe 1 006 074 1 006 074 2 012 148
Gesamtausgaben 25 151 861 25 151 861 50 303 722