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Entwicklungsprogramme


Deutschland

Operationelles Programm 'Niedersachsen' (ohne Lüneburg)

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung'

Die Europäische Kommission hat am 9. August 2007 das "Operationelle EFRE-Programm für die Region Niedersachsen (ohne Lüneburg) 2007-2013" genehmigt. Dieses Programm beinhaltet eine Gemeinschaftsunterstützung im Rahmen des Ziels "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung". Das Gesamtbudget des Programms beläuft sich auf ca. €1,34 Millionen, und die Gemeinschaftsbeteiligung aus dem EFRE beträgt mehr als €639 Millionen. Das entspricht ungefähr 2,5 % der gesamten EU-Mittel, die in Deutschland im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 eingesetzt werden.

1. Zweck und Ziel der Investitionen durch die EU

600

In Übereinstimmung mit der Lissabon-Strategie besteht das Oberziel der Förderung in der Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung und Sicherung dauerhafter Arbeitsplätze durch Wirtschaftswachstum.

In der Entwicklungsstrategie für Niedersachsen (ohne Lüneburg) wird der Verwirklichung der politischen Ziele von Lissabon und Göteborg besondere Bedeutung beigemessen. Die Vergabe der Fördermittel wird an einem klaren Katalog von Qualitätskriterien ausgerichtet. Profitieren von der Förderung werden die Regionen Braunschweig, Hannover und Weser-Ems.

Wie auch in der Region Lüneburg sollen die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere der kleinen und mittleren Unternemen (KMU), gesteigert, die innovativen Kräfte an den Hochschulen, in Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt und die touristischen Potentiale gestärkt werden. Anders als in Lüneburg geht es allerdings nicht so sehr darum, die Basisinfrastrukturen zu verbessern, da diese bereits gut entwickelt sind.

2. Die erwarteten Auswirkungen der Investitionen

Unter anderem wird angestrebt, durch das Programm 2.400 Brutto-Arbeitsplätze zu schaffen und 3.500 zu sichern, 300 neue Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern und 270 Projekte im Rahmen von integrierten Stadtentwicklungskonzepten zu unterstützen.

3. Prioritätsachsen

Um die unter Punkt 5 beschriebenen Hauptziele des Programms zu erreichen, wurde das Operationelle Programm in folgende Prioritätsachsen gegliedert:

Prioritätsachse 1: Betriebliche Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, insbesondere von KMU [rund 31,3% der gesamten EFRE-Mittel]

Durch die Förderbereiche in dieser Prioritätsachse soll die Fähigkeit der Unternehmen erhöht werden, sich im sich verschärfenden nationalen wie internationalen Standortwettbewerb zu behaupten. Dies soll geschehen durch die Unterstützung zukunftsgerichteter Investitionen, Stärkung unternehmerischer Potentiale und durch die Förderung des Gründungsgeschehens.

Prioritätsachse 2: Innovationskapazitäten und gesellschaftliche Wissenspotenziale [rund 24,4% der gesamten EFRE-Mittel]

Durch diese Prioritätsachse soll ein nachhaltiger Beitrag zur Lissabon-Strategie geleistet und das endogene Innovationspotenzial in den geförderten Regionen gestärkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Strategie an drei Punkten an: Ausbau von Forschung, Entwicklung und Qualifizierung, Förderung der betrieblichen Innovationsfähigkeit sowie Förderung regionaler und sektoraler Kooperationsstrukturen.

Prioritätsachse 3: Spezifische Infrastrukturen für nachhaltiges Wachstum [rund 25,5% der gesamten EFRE-Mittel]

Die Strategie dieser Prioritätsachse ist darauf ausgerichtet, in ausgewählten Fällen die wirtschaftsnahe Infrastruktur und die überregionale Erreichbarkeit von Wirtschaftsstandorten zu verbessern sowie besondere touristische Potentiale zu stärken. U.a. sollen 25 touristische Projekte gefördert werden. Die Aus- und Weiterbildungsinfrastruktur, Kultur allgemein sowie Film- und Medienwirtschaft sind weitere Aktionsfelder.

Prioritätsachse 4: Umwelt und nachhaltige Stadtentwicklung [rund 15,7% der gesamten EFRE-Mittel]

Mit 270 Vorhaben der integrierten Stadtentwicklung und 15 Projekten im Bereich des Brachflächenrecycling wird ein wichtiger Beitrag zur Erneuerung und Weiterentwicklung städtischer Gebiete und zur Verbesserung der Umweltqualität und zum Abbau von Umweltrisiken erbracht.

Prioritätsachsen 5: Technische Hilfe [rund 3,1% der gesamten EFRE-Mittel]

Es sind zusätzlich Mittel für die technische Hilfe zur Umsetzung des Programms vorgesehen. Damit werden Maßnahmen zur Koordinierung, Information Vorbereitung, Verwaltung, Begleitung, Bewertung und Kontrolle des Operationellen Programms finanziert.

4. Verwaltungsbehörde

Niedersächsische Staatskanzlei
Referat 403
Postfach 223
D-30002 Hannover
Eberhard, Franz
Tel.: 0049 511 120 68 24
Fax.: 0049 511 120 99 68 30
E-mail.: eberhard.franz@stk.niedersachsen.de
Web: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Niedersachsen' (ohne Lüneburg)

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007DE162PO010

Nr. der Entscheidung : K/2007/3896

Datum der endgültigen Annahme : 2007-08-09

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Betriebliche Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, insbesondere von KMU 200 000 000 131 045 000 331 045 000
Innovationskapazitäten und gesellschaftliche Wissenspotenziale 155 769 613 91 034 613 246 804 226
Spezifische Infrastrukturen für nachhaltiges Wachstum 163 000 000 180 390 000 343 390 000
Umwelt und nachhaltige Stadtentwicklung 100 000 000 83 772 000 183 772 000
Technische Hilfe 20 000 000 19 800 000 39 800 000
Gesamtausgaben 638 769 613 506 041 613 1 144 811 226
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