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Entwicklungsprogramme


Finnland, Schweden, Norwegen

Operationelles Programm 'Nord'

Im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit', kofinanziertes Programm aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Am 12. Dezember 2007 bewilligte die Europäische Kommission ein operationelles Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Finnland, Schweden und Norwegen für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm verfügt über einen Gesamtetat von rund 57 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 34 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,4 % der insgesamt im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehenen Mittel.

Zusätzlich zu den EFRE-Fördermitteln und den nationalen Beiträgen aus Schweden und Finnland leistet Norwegen einen eigenen parallelen Beitrag zu dem Programm, das die Regionen Lappi, Pohjois-Pohjanmaa and Keski-Pohjanmaa in Finnland und Norrbottens län sowie Teile von Västerbottens län in Schweden umfasst. Teilnehmende Regionen in Norwegen sind Finnmarks fylke, Troms fylke und Nordlands fylke. Die übrigen Teile der Region Västerbottens läns in Schweden können als angrenzende Regionen an den Projekten teilnehmen und maximal 20 % der EFRE-Fördermittel erhalten.

Eine der Prioritätsachsen des Programms, Sápmi, umfasst auch zusätzliche Regionen in Schweden und Norwegen (Västerbottens län und einen kleinen Teil von Dalarnas län in Schweden sowie Nord-Trøndelag fylke, Sør-Trøndelag fylke und einen Teil von Hedmark fylke in Norwegen).

Die Samen stellen eine ethnische und kulturelle Minderheit dar, die in Sápmi beheimatet ist, eine Region, die sich über vier Länder erstreckt. Insgesamt umfasst das Volk der Samen 79 000 Menschen (50 000 in Norwegen, 20 000 in Schweden, 7000 in Finnland und 2000 in Russland). Die von Samen besiedelten Regionen in Russland können an den Projekten teilnehmen und maximal 10 % der für die Priorität Sápmi bereitgestellten EFRE-Fördermittel erhalten.

1. Zweck und Zielsetzung des Programms

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Das Fördergebiet ist durch die sehr schwach besiedelte Regionen, eine alternde Bevölkerung und eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 3,5 Einwohnern pro km² gekennzeichnet. Die geographische Lage, das kalte Klima und die langen Entfernungen stellen hohe Anforderungen an Infrastruktur und Kommunikation, während die ausgedehnten Arbeitsmarktbecken zusätzliche Kosten für den Erhalt eines guten Dienstleistungsniveaus verursachen. Das übergeordnete Programmziel besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit und den Zusammenhalt der Region zu stärken.

Ziel des Teilprogramms Sápmi ist es, durch ökologische und nachhaltige Nutzung der Ressourcen Kultur und Industrie der Samen zu fördern. Die Programmstrategie greift die Bedürfnisse und die in den grenzübergreifenden Regionen identifizierten gemeinsamen Herausforderungen auf, indem sie Methoden und Strukturen entwickelt, welche die Zusammenarbeit zwischen den Regionen fördern.

2. Erwartete Wirkung der Investition

Das bewilligte Programm ist das dritte in einer Reihe von Programmen zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit im nördlichsten Teil Skandinaviens. Im neuen Bewilligungszeitraum ist es das einzige grenzüberschreitende Programm, das die speziellen Problemen der samischen Bevölkerung aufgreift.

Zu den erwarteten Auswirkungen der Investitionen gehört die weitere Vertiefung der Verbindungen, die in den vergangenen Programmzeiträumen entstanden sind, sowie eine neue Ebene der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Neue Akteure und neue Erfahrungen sowie ein erweiterter Programmraum sollen Chancen für neue innovative Lösungen schaffen. Es wird eine Reihe von Indikatoren zur Messung der Ergebnisse und des Programmerfolgs in den einzelnen Schwerpunktbereichen eingesetzt.

3. Prioritäten

Prioritätsachse 1: Wirtschaftsentwicklung [ca. 26,7 % der Gesamtförderung]
Ziel dieser Prioritätsachse ist es, bis 2013 eine höhere Anzahl von Unternehmen in der Region anzusiedeln und einen höheren Umsatz in neuen und traditionellen Wirtschaftszweigen zu erzielen. Dies soll durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die Gründung von Netzwerken und direkte Unternehmenskontakte sowie die Ausdehnung der Märkte innerhalb strategischer Gebiete erreicht werden.
Prioritätsachse 2: Forschung, Entwicklung und Bildung [ca. 27,1 % der Gesamtförderung]
Ziele dieser Prioritätsachse ist die Entwicklung von Kooperationen in strategischen Bereichen auf Hochschulebene, die Schaffung einer gemeinsamen Forschungsumgebung für Forschungseinrichtungen, um industrielle Forschung und innovative Aktivitäten zu fördern und der Industrie, öffentlichen Akteuren sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit zu geben, ihr Wissen über die Schlüssel für erfolgreiches Unternehmertum und innovative Umgebungen auszubauen.
Prioritätsachse 3: Regionale Funktionalität und Identität [ca. 27,1 % der Gesamtförderung]
Ziel dieser Prioritätsachse ist die Stärkung des Zusammenhalts durch zahlreichere grenzübergreifende Verbindungen und Kontakte. Dadurch sollen der Informationstransfer sowie der Personen-, Dienstleistungs- und Warenverkehr gestärkt und Beziehungen für eine langfristige Zusammenarbeit aufgebaut werden.
Prioritätsachse 4: Sápmi – unbegrenzte Entwicklung [ca. 11,8 % der Gesamtförderung]
Diese Priorität deckt ein größeres geografisches Gebiet ab als der Rest des Programms und schließt die Beteiligung der russischen Partner mit ein. Ziel ist es, die sämische Kultur und Industrie zu stärken, indem Möglichkeiten für eine breitere und besser strukturierte Zusammenarbeit der Unternehmen geschaffen werden.
Prioritätsachse 5: Technische Unterstützung [ca. 7,2 % der Gesamtförderung]
Übergeordnetes Ziel dieser Prioritätsachse ist die Unterstützung der Programmverwaltung, -auswertung und -überwachung.

4. Verwaltungsbehörde

The County Administrative Board of Norrbotten (Länsstyrelsen i Norrbotten)
S-971 86 Luleå
Lena, Anttila
Tel.: +46 (0)920 961 25
Fax.: +46 (0)920 943 70
E-mail.: lena.anttila@lansstyrelsen.se
Web: www.interreg.nord.com

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Nord'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO032

Nr. der Entscheidung : C/2007/6130

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-12

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung der Wirtschaft 9 095 705 6 063 803 15 159 508
Forschung, Entwicklung und Ausbildung 9 241 454 6 160 969 15 402 423
Regionale Funktionalität und Identität 9 241 454 6 160 969 15 402 423
Sápmi – unbegrenzte Entwicklung 4 349 845 2 342 224 6 692 069
Technische Hilfe 2 037 988 2 037 988 4 075 976
Gesamtausgaben 33 966 446 22 765 953 56 732 399
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