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Entwicklungsprogramme


Schweden, Norwegen

Operationelles Programm 'Schweden - Norwegen'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Am 29. November 2007 bewilligte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Schweden und Norwegen für den Zeitraum 2007-2013. Hierbei handelt es sich um eines von vier grenzübergreifenden Programmen, an denen Norwegen beteiligt ist.

Das Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft für folgende Regionen vor: Jämtlands län, Värmlands län, Dalarnas län und Teile von Västra Götalands län in Schweden sowie Nord-Trøndelags fylke, Sør-Trøndelags fylke, Hedmarks fylke, Østfold fylke und Akershus fylke in Norwegen. Die Regionen Västernorrlands län Gävleborgs län und Örebro län in Schweden sowie Oppland fylke and Oslo kommun in Norwegen können sich als angrenzende Gebiete an den Projekten beteiligen und maximal 20 % der für das Programm bewilligten EFRE-Mittel erhalten. Das Programmgebiet ist – beginnend im Norden – in die drei Teilgebiete „Nordens Gröna Bälte“, „Inre Skandinavien“ und „Gränslöst samarbete“ unterteilt.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 68 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 37 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,4 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Übergeordnetes Ziel des Programms ist die Stärkung von Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit zum Nutzen der Bevölkerung und der Gemeinden im Fördergebiet.

Unterschiede in der Qualität der Infrastruktur und in den demografischen Mustern sind kennzeichnend für das Fördergebiet, das überwiegend von einem negativen Bevölkerungswachstum geprägt ist. Das Bildungsniveau liegt in weiten Teilen des Gebiets unter dem jeweiligen Landesdurchschnitt und unternehmerische Initiative ist wenig verbreitet. Das Programm wird sich daher unter anderem mit diesen Problemstellungen befassen; außerdem soll eine bessere Koordinierung der öffentlichen Mittel erreicht werden.

Für die ermittelten Bedürfnisse und gemeinsamen Herausforderungen der Region wurden zwei Programmstrategien entwickelt:

● Durch grenzübergreifende Zusammenarbeit werden die Innovationsfähigkeit gestärkt und Qualifikationen und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der Bevölkerung verbessert. Hierzu kommt eine vermehrte Interaktion zwischen der Industrie und verschiedenen Bildungs- und Forschungseinrichtungen;
● Durch eine grenzübergreifende Entwicklung im Kommunikationsbereich und mit Blick auf Natur und Kultur werden die Methoden zur Entwicklung des ländlichen Raums und der Städte verbessert, die institutionelle und kulturelle Zusammenarbeit gefördert und der Gemeinsinn und das soziale Gemeinwohl in der Region gestärkt.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Bei diesem Programm handelt es sich um das dritte einer Reihe von Programmen zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Schweden und Norwegen. Von 1996 bis 1999 existierten drei separate Programme, die für den Zeitraum 2000-2006 zu einem Programm mit drei Teilprogrammen zusammengelegt wurden. Zu den erwarteten Auswirkungen gehören die in den vorangegangenen Programmzeiträumen geschaffenen Verbindungen sowie eine neue Ebene der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Für die Bewertung der spezifischen Leistungen und Ergebnisse des Programms werden eigene Indikatoren für die einzelnen Prioritätsachsen herangezogen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wirtschaftswachstum [ca. 55,7 % der Gesamtförderung]

Ziele dieser Prioritätsachse sind die Stärkung der Wirtschaft und der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit der Grenzregion durch den Aufbau von Wissen, die Schaffung von geeigneten Voraussetzungen für Handel und Industrie und die Integration der Wirtschaft. Erreicht werden sollen weiterhin eine Verbesserung der Zugänglichkeit der Region und innerhalb der Region, die Entstehung eines integrierten Arbeitsmarktes mit einer wettbewerbsfähigen Erwerbsbevölkerung und eine Steigerung der Zahl wettbewerbsfähiger Unternehmen, die ein attraktives Arbeitsumfeld bieten.
Prioritätsachse 2: Attraktive Lebensbedingungen [ca. 37,8 % der Gesamtförderung]
Die Hauptziele dieser Prioritätsachse bestehen darin, die besonderen Merkmale des Fördergebiets aktiv zu nutzen und eine Region zu schaffen, die für die Bewohner ebenso wie für Unternehmensgründer und Besucher attraktiv ist, wobei die Lebensqualität für die Bewohner im Vordergrund steht. Von dieser Prioritätsachse werden folgende Ergebnisse erwartet:
● bessere Nutzung, Bewirtschaftung und Entwicklung der natürlichen und kulturellen Ressourcen
● bessere Zusammenarbeit mit dem Ziel, negative Umweltfolgen auf ein Minimum zu reduzieren
● höhere Lebensqualität
● besseres öffentliches Dienstleistungsangebot
● bessere Methoden und eine bessere Zusammenarbeit zugunsten der lokalen Entwicklung und der Stadtentwicklung
● vermehrte Zusammenarbeit zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit, zur Risikoprävention und für mehr Sicherheit.
Prioritätsachse 3: Technische Unterstützung [ca. 6,5 % der Gesamtförderung]
Übergeordnetes Ziel dieser Prioritätsachse ist die Unterstützung der Programmverwaltung, -auswertung und -überwachung.

4. Verwaltungsbehörde

The County Administrative Board of Jämtland (Länsstyrelsen i Jämtland)
S-831 86 Östersund
Anita, Sandell
Tel.: +46 63 14 60 95
Fax.: +46 63 14 62 60
E-mail.: anita.sandell@lansstyrelsen.se
Web: www.interreg-sverige-norge.com

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Schweden - Norwegen'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO016

Nr. der Entscheidung : C/2007/5461

Datum der endgültigen Annahme : 2007-11-15

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wirtschaftswachstum 20 845 275 17 055 222 37 900 497
Attraktive Lebensbedingungen 14 145 008 11 573 185 25 718 193
Technische Hilfe 2 233 422 2 233 420 4 466 842
Gesamtausgaben 37 223 705 30 861 827 68 085 532
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