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Entwicklungsprogramme


Bulgarien, Rumänien

Operationelles Programm 'Rumänien und Bulgarien'

Programm im Rahmen des Ziels 'Territoriale Zusammenarbeit', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Am 18. Dezember 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Bulgarien im Zeitraum 2007-2013. Das Programm beinhaltet die Unterstützung der Gemeinschaft für 15 NUTS-3-Regionen, sieben davon in Rumänien (Kreise Mehedinţi, Dolj, Olt, Teleorman, Giurgiu, Călăraşi und Constanţa) und sieben in Bulgarien (Verwaltungsbezirke Vidin, Vratsa, Montana, Pleven, Veliko Tarnovo, Ruse Silistra und Dobrich). Darüber hinaus wurde im Einklang mit der Flexibilitätsbestimmung von Artikel 21 Absatz 1 der Verordnung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Verwaltungsbezirk Razgrad in Bulgarien in das Fördergebiet einbezogen.

Das operationelle Programm verfügt über eine finanzielle Ausstattung von insgesamt 262 Mio. EUR. Von der Europäischen Union werden dafür 218 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt; dies entspricht etwa 2,5 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 für die das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

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Das Fördergebiet ist durch Probleme gekennzeichnet, wie sie für Grenzgebiete typisch sind, in denen Randlage und Isolation von den Wirtschafts- und Entscheidungszentren durch die Existenz von Grenzen verstärkt werden, die den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Austausch behindern und die effiziente und wirksame gemeinsame Bewirtschaftung des Gebiets beeinträchtigen. Das grenzübergreifende Gebiet ist nicht homogen und besitzt auch keine Identität als Region. Eine Analyse der derzeitigen sozioökonomischen Situation ergibt eine schleppende Entwicklung von Wirtschaft, Wachstum und Arbeitsmarkt, doch lässt sie auch erkennen, dass Potenzial für eine nutzbringende grenzübergreifende Zusammenarbeit vorhanden ist. Unter Umweltgesichtspunkten verfügt das Gebiet auch über eine große Vielfalt an allerdings stark gefährdeten Landschaften, Ökosystemen und unterschiedlichen morphologischen Erscheinungsformen.

Das übergeordnete strategische Ziel des Programms besteht daher darin, Menschen, Kommunen und Wirtschaft im rumänisch-bulgarischen Grenzgebiet zusammenzubringen und sie bei der gemeinsamen Entwicklung eines Gebiets der Zusammenarbeit zu unterstützen und hierfür in einem nachhaltigen Ansatz die Ressourcen und die Vorteile zu nutzen, die Menschen, Natur und Umwelt in dem Gebiet bieten.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Von dem Programm wird eine deutliche Wirkung auf wirtschaftliche Entwicklung, Umwelt und Mobilität in der grenzübergreifenden Region erwartet. Allen Aktivitäten während des Programmierungszeitraums liegt ein nachhaltiger Ansatz zugrunde. Nachstehend einige der erwarteten Ergebnisse:

  • 3 200 000 Menschen haben Zugang zu IKT-Einrichtungen;
  • 30 Projekte zur Entwicklung gemeinsamer Managementsysteme für den Umweltschutz;
  • 100 Projekte zur Sensibilisierung für Umweltschutz und Umweltmanagement;
  • 70 % des Flusslaufs der Donau in dem grenzübergreifenden Gebiet sind durch gemeinsame Hochwasserschutzsysteme gesichert;
  • 500 KMU profitieren von Einrichtungen für Unternehmen;
  • 360 000 Menschen werden über Stellenangebote informiert;
  • 3 500 Menschen qualifizieren sich in grenzübergreifenden Weiterbildungskursen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm baut auf den folgenden Prioritätsachsen auf:

Prioritätsachse 1: Erreichbarkeit [ca. 36,4 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziel der Prioritätsachse ist die Verbesserung der Mobilität und des Zugangs zur Verkehrsinfrastruktur in dem grenzübergreifenden Gebiet. Spezifische Zielsetzungen sind der Ausbau der grenzübergreifenden Mobilität durch Verbesserung der bestehenden Bedingungen und den Aufbau von neuen Verkehrseinrichtungen im Fördergebiet sowie die Schaffung der Voraussetzungen für den effizienten regelmäßigen Austausch von Informationen und Daten von grenzübergreifendem Belang.

Prioritätsachse 2: Umwelt [ca. 34,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziele dieser Prioritätsachse sind die nachhaltige Nutzung und der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umwelt sowie die Förderung eines wirksamen Risikomanagements in dem grenzübergreifenden Gebiet. Die Zielsetzungen im Einzelnen: durch koordinierte gemeinsame Managementsysteme den wirksamen Schutz und die nachhaltige Nutzung des natürlichen Reichtums des Gebiets sicherzustellen; das Bewusstsein für Umweltschutz und Umweltmanagement in dem grenzübergreifenden Gebiet zu stärken und Bevölkerung, Unternehmen und Infrastruktur in dem Gebiet vor den möglicherweise verheerenden Folgen von Naturkatastrophen und durch menschliche Eingriffe hervorgerufenen Gefahrensituationen zu schützen.

Prioritätsachse 3: Wirtschaftliche und soziale Entwicklung [ca. 21,6 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die dritte Prioritätsachse ist darauf ausgerichtet, die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt der Region zu fördern, indem die komparativen Vorteile des Gebiets gemeinsam herausgearbeitet und weiterentwickelt werden. Die Zielsetzungen sehen den Ausbau der grenzübergreifenden Wirtschaftsinfrastruktur und des Dienstleistungsangebots für Unternehmen vor, außerdem gemeinsame integrierte Tourismusprodukte, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die Weitergabe von Informationen über Arbeitsplatzangebote, beschäftigungsfördernde Weiterbildungsangebote sowie Initiativen für Verbindungen und Austausch zwischen Bildungs- und Berufsbildungszentren. Darüber hinaus soll das Programm den sozialen und kulturellen Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den Kommunen in dem Gebiet fördern.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 7,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Durchführung des Programms wird mit technischer Hilfe unterstützt. Für die Vorbereitung von Projekten, die Durchführung und Verwaltung des Programms sowie für Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung wird allgemeine Hilfe geleistet.

4. Verwaltungsbehörde

Ministry of Development, Public Works and Housing
17 Apolodor Street
5th sector
RO-050741 Bucharest
Julia, Hertzog
Tel.: + 0040 372 111 312
Fax.: + 0040 372 111 456
E-mail.: iulia.hertzog@mdrap.ro
Web: Ministry of Development, Public Works and Housing

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Rumänien und Bulgarien'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO021

Nr. der Entscheidung : C/2007/6331

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-18

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Erreichbarkeit 80 594 790 14 832 151 95 426 941
Umwelt 76 238 315 13 646 018 89 884 333
Wirtschaftliche und soziale Entwicklung 47 921 227 8 577 497 56 498 724
Technische Hilfe 13 069 425 7 124 118 20 193 543
Gesamtausgaben 217 823 757 44 179 784 262 003 541
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