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Entwicklungsprogramme


Rumänien

Operationelles Programm 'Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit'

Programm im Rahmen des Ziels 'Konvergenz', durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert

Am 12. Juli billigte die Europäische Kommission das „Operationelle Programm zur Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit“, ein operationelles Programm für Rumänien für den Zeitraum 2007-2013, das mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird. Das Gesamtbudget des Programms beträgt rund 3 Mrd. EUR, und die Förderung durch die Gemeinschaft beläuft sich auf 2,5 Mrd. EUR (dies entspricht ca. 12,7 % der gesamten in Rumänien im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 investierten EU-Fördergelder).

1. Zweck und Ziel der EU-Investitionen

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Das allgemeine Ziel besteht zum einen in der Steigerung der Produktivität der rumänischen Unternehmen in Einklang mit den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung und zum anderen in der Anhebung der rumänischen Produktivität in Richtung des EU-Durchschnitts. Angestrebt wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum des BIP pro Beschäftigten von rund 5,5 %. Dadurch könnte Rumänien bis 2015 etwa 55 % des EU-Durchschnitts bei der Produktivität erreichen.

2. Erwartete Wirkungen der Investitionen

Es wird damit gerechnet, dass die Finanzmittel zur Gründung und zum Aufbau von Unternehmen - insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) - in allen Regionen Rumäniens anregen. Das Management solcher Unternehmen und ihr Zugang zu internationalen Märkten soll verbessert werden. So sollen über 5 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Man hofft auf eine Steigerung des Exportumsatzes der geförderten KMU um 10 %. Außerdem wird mit bis zu 500 Neugründungen im Rahmen der Initiative JEREMIE (Gemeinsame europäische Ressourcen für kleinste bis mittlere Unternehmen) gerechnet.

Hinsichtlich der Maßnahmen zur Förderung von Innovation sowie Forschung und Entwicklung (FuE) sollen die Mittel zu einem Anstieg der privaten Ausgaben in diesem Bereich um 270 Mio. Euro im Jahr 2015 beitragen und auch weitere Patentanmeldungen ermöglichen (50). In diesem Bereich wird mit der Schaffung von 400 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

Was die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) betrifft, wird im Rahmen des Fonds sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite interveniert. Dabei wird besonders auf Bereiche geachtet, in denen der Markt versagt; dort wird die Ausstattung mit Breitbandnetzen gefördert. Man rechnet damit, dass dadurch 5 000 Unternehmen in solchen Gebieten einen neuen Anschluss erhalten. Ferner werden E-Government-Instrumente entwickelt, und es werden bis zu einer Million registrierte Nutzer erwartet.

Schließlich soll die Förderung erneuerbarer Energieträger und der Energieeffizienz zu einer Senkung der Schadstoffemissionen um 30 % in den geförderten Unternehmen führen; es wird mit einer installierten Produktion von 120 MW an erneuerbaren Energien gerechnet.

3. Prioritätsachsen

Unter Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Verbesserung der Wettbewerbsposition rumänischer Unternehmen wurden folgende Prioritätsachsen ermittelt:

Prioritätsachse 1: Ein innovatives und ökoeffizientes Produktionssystem

Die Ziele unter dieser Prioritätsachse bestehen aus der Konsolidierung und dem nachhaltigen Wachstum des rumänischen Produktionssektors sowie der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Unternehmen. Die EU-Rechtsvorschriften für kleine und mittlere Unternehmen muss in rumänisches Recht umgesetzt werden.

Prioritätsachse 2: Forschung, technologische Entwicklung und Innovation im Dienste der Wettbewerbsfähigkeit

Diese Prioritätsachse hat mehrere Schwerpunkte, die zu folgenden Zielen beitragen sollen: Erhöhung der Forschungskapazität durch Investitionen in den Ausbau der FuE-Infrastruktur und die Anwerbung von Nachwuchsforschern und hochqualifizierten Spezialisten sowohl in FuE-Einrichtungen (Hochschulen und Forschungsinstitute) als auch in Unternehmen mit Forschungsabteilungen; Stärkung der Wissensangebots sowohl aus Hochschulen als auch aus Forschungsinstituten; Anregung des Technologietransfers durch die Zusammenarbeit zwischen FuE-Einrichtungen und Unternehmen; Anreize zur Steigerung der Nachfrage von Unternehmen nach Innovationen; Gründung und Förderung von Hochtechnologiefirmen and Aufbau von Exzellenz- und Wettbewerbszentren.

Prioritätsachse 3: IKT für den privaten und den öffentlichen Sektor

Dieses Ziel dient der Unterstützung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit durch vermehrte Interaktion zwischen öffentlichem Sektor, Unternehmen und Bürgern unter voller Ausschöpfung des Potenzials von IKT.

Bei den wichtigsten Aktionen zur Erreichung dieses Ziels geht es um die notwendige Verbesserung der IKT-Infrastruktur in Gebieten, in denen der Markt versagt (mehrere ländliche und kleinstädtische Gebiete), um die Entwicklung und wirksame Anwendung von elektronischen Behördendiensten und die Förderung einer sicheren und dynamischen Umgebung für den elektronischen Geschäftsverkehr. Vor diesem Hintergrund müssen innovative Produktionssysteme nachhaltig in die Verwaltungsabläufe und in das tägliche Leben integriert werden. Ferner muss ein wettbewerbsfähiger Markt für eine neue Generation von Produkten und Dienstleistungen aufgebaut werden.

Prioritätsachse 4: Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels

Eine effiziente, flexible, sichere und saubere Energieinfrastruktur ist eine unentbehrliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung, denn sie steigert die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit. Rumänien strebt an, seine Energieeffizienz zu erhöhen und den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen am Bruttoinlandsstromverbrauch zu steigern.

Dieser Anteil lag 2004 bei etwa 29 % und damit recht nahe an dem für 2010 angepeilten Ziel von 33 % - allerdings stammte er fast ausschließlich aus großen Wasserkraftwerken. Deshalb sollte die Lücke vor allem durch andere erneuerbare Energien geschlossen werden, um einer zu starken Abhängigkeit von in großen Mengen erzeugter Energie aus Wasserkraftanlagen vorzubeugen.

Prioritätsachse 5: Technische Unterstützung

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Unterstützung des Programmumsetzungsprozesses und der wirksamen Verwendung des Finanzbeitrags der Gemeinschaft und der nationalen Kofinanzierung.

4. Verwaltungsbehörde

Ministry of Economy, Trade and Business Environment
152, Calea Victoriei
Sector 1
RO-010096 Bucharest
Director general
Carmen Mariana, ROȘU
Tel.: +4021 413 27 62
E-mail.: proiecte_poscce@minind.ro
Web: Ministry of Economy, Trade and Business Environment

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007RO161PO002

Nr. der Entscheidung : C/2007/3472

Datum der endgültigen Annahme : 2007-07-12

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Ein innovatives und ökoeffizientes Produktionssystem 928 651 290 151 175 785 1 079 827 075
Forschung, technologische Entwicklung und Innovation im Dienste der Wettbewerbsfähigkeit 536 395 116 109 864 060 646 259 176
IKT für den privaten und den öffentlichen Sektor 383 170 104 86 265 570 469 435 674
Erhöhung der Energieeffizienz und der Versorgungssicherheit im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels 638 475 370 87 064 824 725 540 194
Technische Unterstützung 67 530 229 22 510 078 90 040 307
Gesamtausgaben 2 554 222 109 456 880 317 3 011 102 426
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