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Entwicklungsprogramme


Luxemburg

Operationelles Programm 'Luxemburg'

Programm im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung', das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert wird

Am 20. Dezember 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für das Großherzogtum Luxemburg für den Zeitraum 2007-2013. Dieses operationelle Programm mit einer finanziellen Ausstattung von insgesamt ca. 85 Mio. EUR fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Von der Europäischen Union werden dafür rund 25 Mio. EUR an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt; dies entspricht ca. 38,5 % der Fördermittel der Gemeinschaft für Luxemburg im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013.

Die Eigenleistung Luxemburgs – in Höhe von ca. 43 Mio. EUR – kann z. T. über Gemeinschaftsdarlehen aufgebracht werden, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) und anderen Kreditinstrumenten vergeben werden.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

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Das Programm umfasst zwei Ziele:

  • Schaffung von Anreizen für Wachstum und Beschäftigung durch Investitionen in die für die Wirtschaftsbeteiligten erforderliche Infrastruktur, Förderung neuer Wirtschaftsbereiche und Stärkung der Synergieeffekte zwischen Umweltschutz und Wirtschaftswachstum;
  • Verbesserung und Stärkung von Wachstum und Beschäftigung durch Förderung der wissensbasierten Wirtschaft, Innovation sowie Forschung und Entwicklung.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Das operationelle Programm dürfte zu Folgendem führen:

  • Schaffung neuer Arbeitsplätze, auch im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) sowie bei Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT);
  • Erschließung sanierter Industrieflächen nach der Umstellung im Zuge des Strukturwandels;
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen.

3. Prioritäten

Die Verwaltungsbehörde plant, Projekte nicht überall auf dem Staatsgebiet Luxemburgs, sondern gezielt im südlichen Landesteil (geografische Konzentration) zu fördern. Dort soll als Begegnungsstätte für Forscher aus dem Netzwerk „Réseau de développement technologique“ (RDT) und für innovative Unternehmen die geplante Wissenschaftsstadt („Cité des Sciences“) entstehen.

Diese Maßnahme fügt sich in die Lissabon-Strategie ein und wird in erheblichem Maße dazu beitragen, dass 75 % aller Ausgaben in diese Strategie fließen, wie von der Kommission festgelegt.

Die Strategie setzt gezielt in einigen Bereichen an (thematische Bündelung), für die eine strukturpolitische Besonderheit zu erkennen ist und die ganz bewusst so ausgelegt sind, dass sie einen Hebeleffekt und somit wirtschaftliche Impulse für die ganze Region erzeugen.

Die erste Prioritätsachse schließt die Hauptgrundsätze der Göteborg-Strategie, die im Rahmen des Grundsatzes der nachhaltigen Entwicklung erarbeitet wurden, EU-weit ein.

Die zweite Prioritätsachse ist hauptsächlich auf die Lissabon-Strategie, d. h. auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes bzw. Europas ausgerichtet.

Prioritätsachse 1: Beitrag, um den Standort Luxemburg für Investitionen und Beschäftigung attraktiver zu machen [ca. 57 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Bei dieser Prioritätsachse wird angestrebt, das wirtschaftliche Umfeld für die Diversifizierung und Erschließung des in der Region vorhandenen endogenen Potenzials unter Berücksichtigung des Umstellungsbedarfs und bestehender Chancen weiter zu stärken.

Mit den geplanten Maßnahmen soll angestrebt werden, dass sich die Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und die Verbesserung des Lebensumfelds besser miteinander vereinbaren lassen. Diese Maßnahmen sollen die Strukturförderpolitik einbeziehen und werden u. a. unter Beachtung der Handlungsschwerpunkte des übergeordneten Raumordnungsprogramms, der Leitpläne für einzelne Wirtschaftsbereiche und Regionen und des integrierten Verkehrs- und Raumentwicklungskonzepts umgesetzt.

Prioritätsachse 2: Verbesserung von Wissen und Innovation als Wachstumsfaktoren [ca. 40 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse zielt auf den Aufbau und die Verbesserung von Infrastruktur und Know-how zur Entwicklung und/oder Stärkung der FuE-Kapazitäten ab. Bei dieser Prioritätsachse lassen sich zwei Themen unterscheiden:

  • verstärkte Zusammenarbeit zwischen staatlicher und privatwirtschaftlicher Forschung;
  • Förderung für den Ausbau der Kapazitäten und weiterer Ausbau der Forschungseinrichtungen.

Diese Prioritätsachse fördert die Gründung und den weiteren Ausbau innovativer Wirtschaftsbereiche sowie der wirtschaftsnahen FuE-Tätigkeit zum einen zwischen verschiedenen Unternehmen und zum anderen zwischen Unternehmen und öffentlichen Forschungszentren oder der Universität Luxemburg. Ziel ist es:

  • einen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu leisten;
  • regionale Spezialisierungen mit hoher Wertschöpfung auf- oder auszubauen;
  • ihre technologische und wirtschaftliche Stellung bei gleichzeitiger Wahrung des Grundsatzes der nachhaltigen Entwicklung und des Umweltschutzes zu stärken.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [ca. 3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Mit der technischen Unterstützung wird in erster Linie bezweckt, die reibungslose Umsetzung des Programms zu gewährleisten; dazu muss die Verwaltungsbehörde in die Lage versetzt werden, in der gesamten Laufzeit für eine leistungsfähige Verwaltung zu sorgen und gleichzeitig, wie von der Europäischen Kommission gewünscht, auf die verschiedenen Anfragen zum Datenaustausch und zur Datenmeldung reagieren zu können.

Bei der Umsetzung der früheren Programme hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, den Programmen nicht nur einen ausreichenden Umfang an Haushaltsmitteln zuzuweisen, sondern auch für eine ausreichende Geräte- und EDV-Ausstattung zu sorgen.

Auch personelle Mittel für die laufende Erfassung der Projektfortschritte, die Informationsvermittlung, die Unterstützung und Betreuung der Projektträger sind unverzichtbar. Mithilfe dieser Mittel sollte insbesondere eine reibungslose Handhabung der Verwaltungs-, Koordinierungs- und Informationsabläufe erreicht werden, die für dieses Programm erforderlich sind.

4. Verwaltungsbehörde

Ministre de l'Economie et du Commerce Extérieur
L-2914 Luxembourg
Comités de suivi
Elisabeth, Mannes-Kieffer
Tel.: (35-2) 24 78 41 38
Fax.: (35-2) 22 26 70
E-mail.: elisabeth.mannes-kieffer@eco.etat.lu
Administration
Elisabeth, Mannes-Kieffer
E-mail.: elisabeth.Mannes-Kieffer@eco.etat.lu
Web: FEDER "Compétitivité Régionale et Emploi" 2007-2013
Web: FEDER "Objectif 2" 2000-2006

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Luxemburg'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007LU162PO001

Nr. der Entscheidung : C/2007/6821

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-20

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Förderung der räumlichen Wettbewerbsfähigkeit 12 116 960 21 810 528 33 927 488
Stärkung des räumlichen Zusammenhalts 12 116 959 20 079 532 32 196 491
Technische Hilfe 1 009 747 1 009 747 2 019 494
Gesamtausgaben 25 243 666 42 899 807 68 143 473
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