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Entwicklungsprogramme


Spanien, Frankreich

Operationelles Programm 'Frankreich - Spanien - Andorra'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Am 18. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Spanien und Andorra für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für bestimmte französische und spanische Regionen an der gemeinsamen Grenze sowie für Andorra vor. Das Programm umfasst Gemeinschaftsunterstützung für die zehn Grenzgebiete der NUTS-Ebene III beider Länder sowie für elf benachbarte Gebiete der NUTS-Ebene III.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 257 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem EFRE rund 168 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 65 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

Im Fördergebiet des Programms leben rund fünf Millionen Menschen (2004). Bedingt durch die ausgedehnten Gebirgsregionen der Pyrenäen gibt es bei der Bevölkerungsdichte große Unterschiede. Das unmittelbare Fördergebiet umfasst eine Fläche von 74 000 km2; berücksichtigt man jedoch auch die benachbarten Gebiete, ergibt sich ein nahezu doppelt so großes Fördergebiet mit einer Fläche von 146 000 km2.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Das gebilligte Programm knüpft an drei Generationen von Programmen für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG an.

Das allgemeine Ziel bei der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Spanien und Andorra im Zeitraum 2007-2013 besteht in der Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Integration im grenzübergreifenden Gebiet durch Zusammenarbeit. Das neue Programm ist auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungsförderung, Verbesserungen im sozioökonomischen Bereich und institutionelle Integration in den Grenzregionen ausgerichtet. Das Programmziel spiegelt die Gesamtkontinuität der Kooperationsprogramme wider und beinhaltet zugleich einen neuen strategischen Ansatz. Der Fokus wird künftig auf der Erzielung einer konkreten Wirkung mit den finanzierten Maßnahmen unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen liegen.

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit im aktuellen Zeitraum konzentriert sich auf die folgenden Bereiche:

  • wirtschaftliche Zusammenarbeit, Innovation und Entwicklung des Humankapitals als Beitrag zur territorialen Integration;
  • Umweltschutz, Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes und
  • Verbesserung der Lebensqualität durch territoriale Umstrukturierung und nachhaltige Entwicklung.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die guten Ergebnisse, die im Rahmen der bisherigen Programme bei der Konsolidierung der Zusammenarbeit zwischen den Partnern der teilnehmenden Länder erzielt wurden, sollen mit einem intensiveren Ansatz in Richtung auf die territoriale Integration und durch gemeinsame Fokussierung auf Infrastruktur, Einrichtungen und Dienstleistungsmanagement fortgesetzt werden.

Die Wirkung des Programms auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Bevölkerung des Gebiets als Ganzes wird anhand einer Reihe von Indikatoren bewertet, die sich aus den Prioritätsachsen des Programms ableiten. Besonderes Augenmerk gilt der Beurteilung, inwieweit der Ansatz zur Konkretisierung von Partnerschaften beiträgt.

3. Prioritäten

Die Strategie des Programms ist auf die Verbesserung und Stärkung der Komplementaritäten im Grenzgebiet ausgerichtet. Das Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

  • Grenzübergreifende Integration: wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und Ausbildung;
  • natürliches Erbe und Risikovermeidung, Tourismus und lokale Erzeugnisse;
  • Zugänglichkeit, territoriale Struktur und nachhaltige Entwicklung.

Prioritätsachse 1: Grenzübergreifende Integration: wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und Ausbildung [ca. 30 % der Gesamtförderung]

Es sind Impulse für die Entwicklung der grenzübergreifenden Wirtschaftstätigkeit im Fördergebiet notwendig. Dies gilt vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Förderung der Innovation, der Forschung und der lokalen Beschäftigung. Vor diesem Hintergrund sind die Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Arbeitsmarkt sowie die Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in den Grenzregionen von überragender Bedeutung.

Prioritätsachse 2: Natürliches Erbe und Risikovermeidung, Tourismus und lokale Produkte [ca. 32 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zielt auf die Stärkung der Zusammenarbeit in Richtung auf eine abgestimmte und behutsame Bewirtschaftung der Umweltressourcen und des reichen natürlichen und kulturellen Erbes ab, durch das sich das Fördergebiet auszeichnet. Die Qualität der Landschaft, die Erhaltung der zahlreichen geschützten natürlichen Landschaftsräume, die Verbesserung der Wasserqualität (Fluss- und Meerwasser) und die Bewirtschaftung der Küstengebiete werden von dieser Prioritätsachse abgedeckt. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Vermeidung natürlicher und technologischer Gefahren gerichtet, insbesondere in überschwemmungs- und brandgefährdeten Gebieten. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem nachhaltigen Tourismus und die Entwicklung der lokalen Produkte fallen ebenfalls unter diese Prioritätsachse.

Prioritätsachse 3: Zugänglichkeit, territoriale Struktur und nachhaltige Entwicklung [ca. 32 % der Gesamtförderung]

Bei dieser Prioritätsachse liegt der Schwerpunkt auf der Zugänglichkeit, dem gemeinsamen Ressourcenmanagement sowie bürgernahen Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur usw., um die Lebensqualität der Bürger durch den Abbau von grenzbedingten Hindernissen bei gleichzeitiger Beachtung der sozialen Aspekte im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung zu verbessern. Im Rahmen dieser Prioritätsachse sollen auch Verfügbarkeitslücken in den IKT-Infrastrukturen, die zur grenzübergreifenden Strukturierung des Gebiets beitragen, geschlossen werden. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Entwicklung des grenzübergreifenden Gebiets in Richtung auf ein Verbundnetz aus kleinen Städten und städtischen/ländlichen Verbindungen.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe für den Prozess der grenzübergreifenden Zusammenarbeit [ca. 6 % der Gesamtförderung]

Zur Umsetzung des Programms wird technische Hilfe geleistet. Für Verwaltung, Überwachung, Bewertung und Kontrolle des Programms steht auch finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

4. Verwaltungsbehörde

CONSORCIO CTP
Avda JUAN XXIII, 17
E-22700 Jaca
Director de la Autoridad de Gestión
Michel, Setuáin
Tel.: (34-97) 436 31 00
E-mail.: info@poctefa.eu

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Frankreich - Spanien - Andorra'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO006

Nr. der Entscheidung : C(2011)1034

Datum der endgültigen Annahme : 2011-02-22

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Grenzübergreifende Integration: wirtschaftliche Entwicklung, Forschung und Ausbildung 50 592 446 27 242 086 77 834 532
Natürliches Erbe und Risikovermeidung, Tourismus und lokale Produkte 53 965 275 29 058 225 83 023 500
Zugänglichkeit, territoriale Struktur und nachhaltige Entwicklung 53 965 275 29 058 225 83 023 500
Technische Hilfe für den Prozess der grenzübergreifenden Zusammenarbeit 10 118 489 3 372 830 13 491 319
Gesamtausgaben 168 641 485 88 731 366 257 372 851
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