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Entwicklungsprogramme


Spanien

Operationelles Programm 'Balearen'

Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' kofinanziertes Programm

Am 17. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die autonome Gemeinschaft der Balearischen Inseln in Spanien für den Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Es verfügt über einen Gesamtetat von ca. 226 Mio. EUR. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 107 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,3 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Spanien vorgesehen sind.

Der vorgesehene nationale Beitrag beläuft sich auf 119 Mio. EUR und kann teilweise aus Gemeinschaftsdarlehen, ausgereicht von der Europäischen Investitionsbank (EIB), sowie aus anderen Darlehensinstrumenten gebildet werden.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Das Gesamtziel des Programms besteht in der Entwicklung und Festigung einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur, die eine Ausrichtung auf Fortschritte bei der nachhaltigen Entwicklung der Region ermöglichen und einen größeren wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt erreichen soll.

Dieses Hauptziel bedarf der Berücksichtigung territorialer, wirtschaftlicher und sozialer Variablen sowie horizontaler Faktoren. Hierzu gehören die Umwelt und der Grundsatz der Geschlechtergleichheit.

Es können drei grundlegende Ziele herausgestellt werden:

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsstruktur der Region;
  • Stärkung der Verbindung und Zugänglichkeit des Territoriums;
  • Bewahrung und Gewährleistung der Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen sowie Förderung einer nachhaltigen Nutzung des Territoriums und der Umwelt.

Die im Rahmen des Programms durchzuführenden Hauptmaßnahmen sollen insbesondere durch Unterstützung von Forschung, Technologietransfer, Innovation und Unternehmertätigkeit in entscheidendem Maße zur Umsetzung der Zielstellungen der Lissabon-Strategie beitragen.

Im Rahmen der Politik der Informationsgesellschaft sind 7,30 % der Gemeinschaftsmittel zur Unterstützung von Diensten und Anwendungen zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie zur Entwicklung und Förderung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) im öffentlichen Dienst bestimmt.

Zur Förderung des Einsatzes sauberer und erneuerbarer Energien werden diverse Gebäude und Anlagen der Regionalregierung mit Fotovoltaikanlagen ausgerüstet.

Des Weiteren ist die Verbesserung und Entwicklung des Eisenbahnnetzes der Insel Mallorca eine der zentralen Aktionen des Programms, da die Eisenbahn ein umweltfreundliches Verkehrsmittel als Alternative zum Straßenverkehr darstellt, der durch Erreichen der Sättigungsgrenzen vor erheblichen Problemen steht.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Bei der Quantifizierung des Einflusses der Investitionen in Umsetzung des Programms ist zu differenzieren, da die Möglichkeit, die vorgenannten Variablen beeinflussen zu können, mit den verfügbaren Mitteln sehr beschränkt ist.

Vor diesem Hintergrund lassen sich die erwarteten Ergebnisse des Programms wie folgt beziffern:

  • Erhöhung des prozentualen Anteils der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) von 0,27 % auf 1,44 % bis zum Jahr 2013;
  • Erhöhung des prozentualen Anteils der exportierenden Unternehmen von 1,32 % auf 2 % bis zum Jahr 2013;
  • Erhöhung der Leistung installierter Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien von 2,27 % auf 6 % bis zum Jahr 2013.

Weitere Angaben:

  • 156 umgesetzte FuE-Projekte;
  • 17 begünstigte Zentren für Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI);
  • 60 neu gegründete Unternehmen;
  • 535 in Projekte eingebundene Personen, darunter 235 Frauen;
  • 25,2 km gebaute Eisenbahnstrecke.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst fünf Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Dynamisierung der Wissenswirtschaft (Forschung und Entwicklung und Innovation, Informationsgesellschaft), Innovation und Unternehmensentwicklung [ca. 56 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Innerhalb des Bereichs FuEuI sind im Programm folgende Zielsetzungen vorgesehen:

  • Stärkung des Innovationssystems auf den Balearischen Inseln unter Entwicklung eines physischen Supports, der die Festigung eines regionalen Innovationssystems ermöglicht;
  • Gründung und Entwicklung öffentlicher und nicht öffentlicher Forschungszentren, die den Anforderungen der Unternehmen und den vorrangigen Aufgaben des nationalen Plans für Forschung, Entwicklung und Innovation gewachsen sind;
  • Förderung der Umsetzung von Projekten im Bereich qualitativ hochwertiger FuEuI-Aktivitäten in Sektoren, die für die Balearischen Inseln von strategischer Bedeutung sind;
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen technologischen Forschungszentren und Unternehmen zur Vermittlung von Impulsen für eine qualitativ hochwertige Forschung;
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsstruktur der Balearischen Inseln.

Im Bereich Unternehmensentwicklung und -innovation besteht die Zielsetzung in der Förderung der Präsenz der Unternehmen der Balearischen Inseln auf internationalen Märkten durch Hilfe bei der Gründung von Fördergruppen für Arbeitgeber. Dadurch sollen außerhalb des Inselgebiets bestehende Möglichkeiten eruiert und Maßnahmen zur Förderung und Beteiligung an internationalen Wirtschaftsmessen ergriffen werden.

Im Bereich der Informationsgesellschaft zielen die Hauptmaßnahmen des Programms auf die Umsetzung zweier spezieller Ziele ab:

  • Entwicklung und Förderung des Einsatzes von IuK im öffentlichen Dienst, in KMU und bei den Bürgern (in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Kultur sowie Bereitstellung von Informationssystemen für die Bürger im Allgemeinen);
  • Erhöhung der Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten dieser Netzwerke innerhalb von Unternehmen (E-Commerce, Möglichkeiten vernetzter Arbeit, Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten).

Prioritätsachse 2: Umwelt und Risikoprävention [ca. 3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Hauptsächliches Maßnahmenziel dieser Prioritätsachse ist die Sanierung und Redynamisierung einiger stark in Mitleidenschaft gezogener Gebiete, die erhebliche Bedeutung für die Umwelt haben. Diese Maßnahme sollte der Bewahrung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt dieser Gebiete, aber auch der Anlage von Parks für die Öffentlichkeit bzw. bestimmten alternativen wirtschaftlichen Maßnahmen wie dem ländlichen Tourismus dienen (Behandlung von Deponien und Halden, Sanierung von Grund und Boden, auf dem sich Industrieanlagen und stillgelegte bergbauliche Anlagen befinden, Abfallbehandlung).

Prioritätsachse 3: Energieressourcen und Zugänglichkeit zu Verkehrsdienstleistungen [ca. 29,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Ziel der im Rahmen dieser Prioritätsachse geplanten Maßnahmen ist, einen Beitrag zur Verbesserung der Zugänglichkeit zu umweltfreundlichen Verkehrsdienstleistungen zu leisten. Die Hauptmaßnahme besteht dabei in der Verbesserung der Infrastrukturen des Eisenbahnverkehrs auf der Insel Mallorca als Alternative zum Straßenverkehr, der erhebliche Übersättigungsprobleme aufweist. Die Verlängerung des Eisenbahnnetzes wird die Verbindung der Hauptstadt mit den Gebieten mit der größten Bevölkerungsdichte und Wirtschaftstätigkeit ermöglichen und soll auf eine Reduzierung des Verschmutzungsgrades der Luft und der Lärmbelastung sowie eine bessere Energienutzung abzielen.

Was die Energieressourcen anbelangt, so wird die Regionalverwaltung die Installation von Fotovoltaikanlagen in öffentlichen Gebäuden (Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude, Kläranlagen) vornehmen. Diese Maßnahme soll nicht nur zur Förderung des Einsatzes sauberer und erneuerbarer Energien beitragen, sondern auch als Beispiel für weitere Initiativen dienen.

Prioritätsachse 4: Nachhaltige lokale und städtische Entwicklung [ca. 10 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die innerhalb dieser Prioritätsachse vorgesehenen Aktionen zielen einerseits auf den Schutz und die Valorisierung des Natur- und Kulturerbes und andererseits auf die Realisierung eines integrierten Projekts der Stadtsanierung im Rahmen der nationalen innovativen Initiative „URBANA“ als Fortführung der Gemeinschaftsinitiative „URBAN“ ab.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe [ca. 1,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse soll Unterstützung bei der Umsetzung eines effizienten Management-, Begleitungs- und Kontrollsystems zur Bewertung des operationellen Programms sowie zur Kommunikation und für Werbemaßnahmen zum Programm leisten.

4. Verwaltungsbehörde

Ministerio de Economìa y Hacienda - Madrid, España
Dirección General de Fondos Comunitarios, Subdirección General de Administración del FEDER
Paseo de la Castellana, 162
E-28071 Madrid

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Balearen'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007ES162PO007

Nr. der Entscheidung : C/2007/6819

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-17

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissenswirtschaft, Innovation und Unternehmens-entwicklung 63 260 352 63 260 352 126 520 704
Umwelt- und Risiko-prävention 3 000 000 3 000 000 6 000 000
Energieressourcen und Zugänglichkeit zu Verkehrsdienst-leistungen 27 500 000 39 500 002 67 000 002
Nachhaltige lokale und städtische Entwicklung 11 729 121 11 729 121 23 458 242
Technische Hilfe 1 707 092 1 707 092 3 414 184
Gesamtausgaben 107 196 565 119 196 567 226 393 132
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