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Entwicklungsprogramme


Spanien

Operationelles Programm 'Katalonien'

Im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Am 7. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die autonome Gemeinschaft Katalonien in Spanien für den Zeitraum 2007-2013. Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und verfügt über einen Gesamtetat von ca. 1,4 Mrd. EUR. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) annähernd 679 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 1,9 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Spanien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Die Entwicklungsstrategie der autonomen Gemeinschaft Katalonien ist auf die Umsetzung der Ziele der Lissabon-Strategie ausgerichtet:

  • Erneuerung der Grundlagen der Wettbewerbsfähigkeit;
  • Erhöhung des Wachstumspotenzials und der Produktivität;
  • Verstärkung des sozialen Zusammenhalts durch Forschung, Innovation und Valorisierung des Humankapitals.

Der für die Ziele der Lissabon-Strategie bestimmte Anteil an Gemeinschaftsmitteln beläuft sich auf mehr als 58 % der EFRE-Beiträge.

Die Entwicklung der Wissenswirtschaft (Forschung und technologische Entwicklung (FTE) sowie Informationsgesellschaft und Unternehmensentwicklung) sowie die nachhaltige lokale und urbane Entwicklung stehen im Mittelpunkt der Strategie Kataloniens für nachhaltige und integrierte Entwicklung.

Endziel ist die Stärkung der Attraktivität der Region und der globalen Wettbewerbsfähigkeit ihres Wirtschaftssystems.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die Umsetzung des Programms stützt sich auf die dabei verfolgten Ziele:

  • Im Bereich BIP steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) jährlich um 0,016 %;
  • Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) werden von 1,36 % des BIP im Jahr 2006 auf 3 % des BIP im Jahr 2013 steigen;
  • Die durchschnittlichen Ausgaben für Umweltschutz je Unternehmen werden bis zum Jahr 2013 von 690 auf 1 150 EUR steigen.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm umfasst fünf Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Wissenswirtschaft, Innovation und Unternehmensentwicklung [ca. 53 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Mit dieser Prioritätsachse soll die Entwicklung der Region hin zu einer Wissensgesellschaft unterstützt werden. Dazu müssen neue wissenschaftliche und technologische Infrastrukturen geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durch Förderung von Forschung und technologischer Entwicklung (FTE), Unternehmensinnovation und Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien gestärkt werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Technologietransfer und der Verbesserung der Kooperationsnetzwerke zwischen den Unternehmen – einschließlich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – und Universitäten, postsekundären Bildungseinrichtungen, regionalen Behörden, Forschungszentren sowie Wissenschafts- und Technologiepolen. Besonderer Vorrang kommt den Projekten folgender Sektoren zu:

  • Genomik und Proteomik;
  • Bioengineering, Nanotechnologien und Photonik;
  • Paläontologie und Paläoökologie.

Dazu sollen die regionalen Behörden eine Geschäftsprüfungsdelegation „Gesamtsubvention“ zugunsten von CIDEM, einem auf Innovationspolitik spezialisierten Organ der Regionalregierung, einrichten.

Des Weiteren sind angesichts des Gewichts kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der katalanischen Wirtschaft Maßnahmen vorgesehen, die die Förderung des Unternehmensgeistes und den Einsatz neuer Finanzinstrumente für diese Unternehmen, insbesondere des Instruments JEREMIE, zum Ziel haben.

Prioritätsachse 2: Umwelt und Risikoprävention [ca. 8 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Zentrales Ziel dieser Prioritätsachse ist die Stärkung des Umweltpotenzials Kataloniens im Interesse einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt unter Reinhaltung und rationeller Verwendung der natürlichen Ressourcen und unter Einrichtung von Mechanismen zur Warnung vor und zur Prävention von Umweltrisiken.

Besondere Aufmerksamkeit soll der Prävention von Waldbränden und dem Schutz der großen biologischen Vielfalt auf dem katalanischen Territorium, insbesondere in den Pyrenäengebieten, zukommen.

Prioritätsachse 3: Energieressourcen und Zugang zu Verkehrsdienstleistungen [ca. 19 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Im Hinblick auf die ausgeprägte Abhängigkeit bei der Energieversorgung soll im Rahmen dieser Prioritätsachse die Förderung von Energieeinsparungen und von erneuerbaren Energien unterstützt werden.

Um außerdem der steigenden Nachfrage nach Verkehrsdienstleistungen der im Wesentlichen in der Region Barcelona konzentrierten Bevölkerung Rechnung zu tragen, wird durch diese Prioritätsachse die Errichtung eines intermodalen Bahnhofs am Flughafen Barcelona und die Erweiterung der nach Barcelona führenden Autobahnen unter Reservierung einer Spur für Gemeinschaftstransporte gefördert.

Prioritätsachse 4: Nachhaltige lokale und urbane Entwicklung [ca. 19,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Das insbesondere in den letzten zehn Jahren einsetzende Bevölkerungswachstum in Katalonien führte zur Entstehung neuer Bedürfnisse, welche die Entwicklung neuer Unterstützungsinstrumentarien für die betreffenden Gebiete erfordern.

Die regionalen und nationalen Behörden Spaniens entwickelten – in Anlehnung an die Gemeinschaftsinitiative URBAN – Hilfsmaßnahmen für integrierte lokale und urbane Entwicklungsprojekte. Vorrang erhalten dabei Projekte, denen im Vorfeld angestellte Überlegungen zur Zukunft des Gebiets in allen Bereichen (Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Kultur usw.) zugrunde liegen. Zusätzlich ist vorgesehen, zwei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen zur Finanzierung von Projekten in den Bereichen Tourismus und Kultur durchzuführen – also in Schlüsselsektoren in einer Region, in der beispielsweise der Tourismus 200 000 Arbeitsplätze stellt.

Prioritätsachse 5: Technische Hilfe und Stärkung der institutionellen Kapazität [ca. 0,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Technische Hilfe ist für Maßnahmen in den Bereichen Management, Weiterverfolgung, Evaluierung, Kontrolle, Anleitung, Information und Kommunikation zum Programm und den realisierten Maßnahmen vorgesehen.

4. Verwaltungsbehörde

Ministerio de Economìa y Hacienda - Madrid, España
Dirección General de Fondos Comunitarios, Subdirección General de Administración del FEDER
Paseo de la Castellana, 162
E-28071 Madrid
Subdirector General de Administración del FEDER
Anatolio, Alonso Pardo
Tel.: +34 91 5835223
Fax.: +34 91 5835290
E-mail.: aalonsop@sgpg.meh.es
Web: Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
Web: DGFC: Subdirección General de Certificación y Pagos

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Katalonien'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007ES162PO006

Nr. der Entscheidung : C/2007/6308

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-07

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wissenswirtschaft, Innovation und Unternehmensentwicklung 360 628 594 360 628 594 721 257 188
Umwelt und Risikoprävention 56 741 123 56 741 123 113 482 246
Energieressourcen und Zugang zu Verkehrs-dienstleistungen 113 700 993 153 784 382 267 485 375
Nachhaltige lokale und urbane Entwicklung 141 955 648 141 955 648 283 911 296
Technische Hilfe 6 047 870 6 047 870 12 095 740
Gesamtausgaben 679 074 228 719 157 617 1 398 231 845
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