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Entwicklungsprogramme


Spanien

Operationelles Programm 'Valencia'

Im Rahmen des Ziels 'Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung' vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Am 29. November 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die Autonome Gemeinschaft Valencia in Spanien für den Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Es verfügt über einen Gesamtetat von ca. 2,2 Mrd. EUR. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 1,3 Mrd. EUR bereit. Dies entspricht etwa 3,8 % der Fördermittel der Gemeinschaft, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Spanien vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Die Strategie des operationellen Programms stützt sich auf:

  • die durch die Diagnose und Analyse der potenziellen Möglichkeiten des Territoriums herausgestellten regionalen Vorteile;
  • die aus früheren Programmen der Gemeinschaft hervorgehenden Besitzstände und;
  • die strategischen Orientierungen der Gemeinschaft sowie des nationalen strategischen Rahmens, in denen die Grundsätze der Zweckbindung der europäischen Fonds festgelegt sind.

Die Region, zu der die Autonome Gemeinschaft Valencia gehört, hat die nachhaltige und sozial integrierte Entwicklung in den Mittelpunkt ihrer Strategie gestellt. Dies bedeutet insbesondere:

  • Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit unter Zugrundelegung von Investitionen im Kommunikationsbereich, Verstärkung von Forschung, Produktion und Verbreitung von Innovation (speziell aus dem nicht öffentlichen Bereich) sowie Zugang zu und Verbreitung von Informationen und Kenntnissen;
  • Erhöhung der Produktivität und Diversifizierung der Produktionsstruktur;
  • territoriales Gleichgewicht, Integration, Schutz der Umwelt und Management der Wasserressourcen.

Die strategische Zielsetzung besteht darin, dass sich die Autonome Gemeinschaft Valencia mit dem für die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene erforderlichen physischen und technologischen Kapital ausstatten will.

Im Vergleich zum Zeitraum 2000-2006 ist es der Autonomen Gemeinschaft Valencia gelungen, mehrere Defizite weiter abzubauen und damit einen relativen Wohlstand zu erreichen, aufgrund dessen sie das Ziel „Konvergenz“ verlassen und einen Schritt nach vorn machen kann, um im Ziel „Wettbewerbsfähigkeit“ den Übergang zu den Phasing-in-Regionen zu schaffen. Sie steht nunmehr vor neuen Herausforderungen wie:

  • Arbeitsmarkt (hohe Arbeitslosenquote, insbesondere unter Frauen und Jugendlichen, sowie eine niedrige Erwerbsquote);
  • Aufgaben in Zusammenhang mit der Emigration (Zuwanderung) (Ausbildung, soziale, wirtschaftliche und territoriale Integration);
  • Bedarf an Infrastrukturen, sowohl zur Optimierung der Bereiche Kommunikation und Telekommunikation als auch zur Sicherung der Verfügbarkeit von Wasserressourcen, die erforderlich sind, um die weitere Entwicklung nicht zu behindern.

Das Programm soll durch eine weit reichende Unterstützung der Bereiche Forschung, Technologietransfer, Innovation und Unternehmertätigkeit in entscheidendem Maße zur Umsetzung der Ziele der Strategie von Lissabon beitragen.

Einige Maßnahmen des operationellen Programms zielen auf eine bessere Ausstattung und eine bessere Zugänglichkeit zu den Verkehrsdienstleistungen der transeuropäischen und regionalen Netze ab. Weitere Maßnahmen sind die Nutzung erneuerbarer Energien, die Erhöhung der Energieeffizienz, die Bewirtschaftung und Verteilung von Trinkwasser sowie die Behandlung von Abwasser.

Besondere Anstrengungen werden zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in städtischen Bereichen sowie in Bergregionen oder Randlagen der Region unternommen.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die erwarteten Ergebnisse des Programms lassen sich wie folgt beziffern:

  • 22 865 neue Arbeitsplätze;
  • Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE)/BIP um 264 % (von derzeit 0,99 % auf 2,61 % im Jahr 2013);
  • nicht öffentliche Investitionen von fast 4 Mrd. EUR;
  • Steigerung der Anzahl der begünstigten Unternehmen mit umweltfreundlichen Managementsystemen (zertifiziert nach ISO 14001 und/oder EMAS) um 160 % (d. h. von derzeit 442 nach ISO 14001 zertifizierten Unternehmen auf 711 im Jahr 2013).

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in sechs Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Entwicklung der Wissenswirtschaft, FuEuI und Informationsgesellschaft [ca. 17 % des Gesamtinvestitions-umfangs]

Diese Prioritätsachse ist auf die technologische Konvergenz der Region mit der Europäischen Union gerichtet. Dabei wird Maßnahmen in Verbindung mit der Förderung von Forschung und Innovation, der Entwicklung und Verbreitung von Technologien sowie der Informationsgesellschaft der Vorzug gegeben. Sie stützt sich insbesondere auf:

  • die Stärkung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) (vor allen seitens der Unternehmen) und;
  • die Stärkung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) als Instrument zur Verbesserung der Produktivität.

Prioritätsachse 2: Unternehmensentwicklung und -innovation [ca. 24 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die zweite Prioritätsachse zielt auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den Bereichen technologische und organisatorische Innovation, Internationalisierung, Zugang zu Finanzressourcen für produktive Investitionen, technologische Dienstleistungen usw. ab. Sie stützt sich dabei vor allem auf:

  • die Verstärkung nicht öffentlicher Investitionen in den Bereichen physisches, technologisches und Humankapital zur Verbesserung der Produktivität der Unternehmen;
  • die Unterstützung bei Investitionen der Unternehmen, Innovation und Produktionsdiversifizierung;
  • die Förderung und Unterstützung bei der Internationalisierung;
  • die Informationsgesellschaft und;
  • die Unterstützung bei der Ergreifung unternehmerischer Initiativen.

Prioritätsachse 3: Umwelt, Wasserressourcen und Risikoprävention [ca. 27 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Maßnahmen dieser Prioritätsachse sind vor allem auf folgende Themen ausgerichtet:

  • Sanierung von Böden und deren alternative Nutzung unter Schaffung eines bedeutenden „Mehrwerts“;
  • Reduzierung der Risiken für Bevölkerung und Lebensräume in Zusammenhang mit Überschwemmungen und Verschlammungen;
  • nachhaltige Entwicklung unter Absicherung der Verfügbarkeit der Wasserressourcen unter hygienischen und qualitativ hochwertigen Bedingungen;
  • Verstärkung der Effizienz von Bewässerungsmaßnahmen;
  • Förderung der biologischen Vielfalt und des Naturschutzes.

Prioritätsachse 4: Verkehr und Energie [ca. 22 % des Gesamtinvestitions-umfangs]

Die Hauptaktionen zielen auf die Verbesserung der Infrastrukturen in den Bereichen Eisenbahn- und U-Bahnverbindungen sowie auf die intermodale Integration unter Einbeziehung der Flughäfen sowie der See- und Flusshäfen der Region ab. Diese Maßnahmen erfordern die Unterstützung der hauptsächlichen Kommunikationsinfrastrukturen für Eisenbahn, See-/Flusshäfen und Flughäfen, aber auch die Förderung des intermodalen Verkehrs und der Reiseverkehrszentren sowie des Frachtverkehrs.

Prioritätsachse 5: Nachhaltige lokale und städtische Entwicklung [ca. 8,5 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Zielsetzung der Hauptmaßnahmen ist eine ausgewogene Entwicklung der Region. Sie stützen sich auf:

  • die Unterstützung in ländlichen Gebieten;
  • die Stärkung der Qualität des touristischen Angebots als Triebkraft der Entwicklung im ländlichen Raum;
  • die Förderung der territorialen Kohäsion unter Zugrundelegung integrierter Projekte der städtischen und ländlichen Sanierung, bestimmt für kleine und mittlere Gemeinden;
  • die Verstärkung der Stadtentwicklung zur Erreichung der sozialen Kohäsion.

Prioritätsachse 6: Technische Hilfe [ca. 1,5 % des Gesamtinvestitions-umfangs]

Die technische Hilfe muss die Stärkung der Verwaltungskapazität bei der Nutzung der Fonds und der Kofinanzierung von Maßnahmen in den Bereichen Management, Weiterverfolgung, Evaluierung, Anleitung, Information und Kommunikation ermöglichen.

4. Verwaltungsbehörde

Ministerio de Economìa y Hacienda - Madrid, España
Dirección General de Fondos Comunitarios, Subdirección General de Administración del FEDER
Paseo de la Castellana, 162
E-28071 Madrid
Subdirector General de Administración del FEDER
Anatolio, Alonso Pardo
Tel.: +34 91 5835223
Fax.: +34 91 5835290
E-mail.: aalonsop@sgpg.meh.es
Web: Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
Web: DGFC: Subdirección General de Certificación y Pagos

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Valencia'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007ES162PO010

Nr. der Entscheidung : C/2007/5929

Datum der endgültigen Annahme : 2007-11-29

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung der Wissenswirtschaft (FuEuI, Informationsgesellschaft und IuK) 190 248 850 190 248 850 380 497 700
Unternehmensentwicklung und -innovation 305 315 929 232 493 011 537 808 940
Umwelt, Wasserressourcen und Risikoprävention 391 902 925 211 824 140 603 727 065
Verkehr und Energie 297 957 693 199 686 453 497 644 146
Nachhaltige lokale und städtische Entwicklung 116 543 900 72 942 472 189 486 372
Technische Hilfe 24 371 250 6 092 814 30 464 064
Gesamtausgaben 1 326 340 547 913 287 740 2 239 628 287
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