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Entwicklungsprogramme


Spanien

Operationelles Programm 'Melilla'

Im Rahmen des Ziels 'Konvergenz' vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm

Am 20. November 2007 genehmigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die autonome Stadt Melilla für den Zeitraum 2007-2013.

Dieses operationelle Programm fällt unter das Ziel „Konvergenz“. Es ist mit einem Gesamtetat von ca. 63,5 Mio. EUR ausgestattet. Die Europäische Union stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 43,7 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 0,1 % der Gemeinschaftsbeiträge, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für Spanien vorgesehen sind.

Der vorgesehene nationale Beitrag beläuft sich auf 16,7 Mio. EUR und kann teilweise aus Gemeinschaftsdarlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie aus anderen Darlehensinstrumenten gebildet werden.

1. Zielsetzung und Zweck des Programms

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Die Strategie des operationellen Programms beruht insbesondere auf:

  • den durch die Diagnose und Analyse der potenziellen Möglichkeiten des Fördergebiets ermittelten regionalen Vorteilen;
  • dem aus früheren Programmen der Gemeinschaft hervorgehenden Besitzstand;
  • den strategischen Orientierungen der Gemeinschaft sowie des nationalen strategischen Rahmens, in denen die Grundsätze der Zweckbindung der Mittel aus den Gemeinschaftsfonds festgelegt sind.

Auf dieser Grundlage wird im operationellen Programm für die autonome Stadt Melilla im Zusammenspiel mit weiteren in der Stadt greifenden Gemeinschaftsprogrammen eine Entwicklungsstrategie verfolgt, die sich auf folgende Pfeiler gründet:

  • einen wirtschaftlichen Pfeiler mit der Zielstellung der Wachstumsstimulierung zur Gewährleistung von Konvergenz mit dem restlichen Spanien und der EU;
  • einen sozialen Pfeiler mit der Zielstellung einer gleichmäßigen Umverteilung des Reichtums zur Stärkung der territorialen und sozialen Kohäsion.

Operationell betrachtet soll das Programm insbesondere zur Förderung folgender Aspekte beitragen:

  • Innovation;
  • Wissensbasierte Wirtschaft;
  • Unternehmensentwicklung und Entwicklung der Informationsgesellschaft (34,6 %);
  • Nachhaltige Entwicklung (27,1 %);
  • Verbesserung der Infrastrukturausstattung (26,8 %).

Des Weiteren werden die vorrangigen Bereiche durch die Förderung der sozialen Kohäsion sowie einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt und ihrer Stadtviertel mit 9,1 % der Finanzausstattung des Programms ergänzt. Der Anteil der Strukturfonds an den Prioritäten von Lissabon beträgt damit 67,23 % des Gesamtbetrags des Programms.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die erwarteten Ergebnisse des Programms lauten insbesondere:

  • Aufrechterhaltung der jährlichen Wachstumsrate des BIP bei 4,1 %;
  • Erhöhung des BIP pro Einwohner auf 22 000 EUR;
  • Reduzierung des Arbeitslosenanteils im Vergleich zum Stand von 2006 um 0,68 %;
  • Erhöhung der Produktivität zur Annäherung an den spanischen Mittelwert um 1 %.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in sieben Prioritäten:

Priorität 1: Entwicklung der wissensbasierten Wirtschaft (Forschung und technologische Entwicklung (FTE), Informationsgesellschaft und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) [ca. 3,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Mit der ersten Prioritätsachse werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung des Humankapitals im Rahmen von FTE, der Informationsgesellschaft und der IKT;
  • Schaffung eines öffentlichen Forschungszentrums als Wachstumsmotor;
  • Unterstützung des Technologietransfers hin zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU);
  • Unterstützung tragfähiger Projekte der technologischen Forschung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Umsetzung innovativer Projekte zur Verbesserung der Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von KMU und der Verwaltung der Stadt sowie der Förderung der Schaffung von Verbindungen zwischen Forschungsgruppen und den entsprechenden sozio-ökonomischen Sektoren.

Priorität 2: Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Innovation von Unternehmen [ca. 17,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Priorität beruht auf folgenden Zielsetzungen und strategischen Schwerpunkten:

  • Diversifizierung des lokalen Produktionsapparats, insbesondere Wachstum und mehr Beschäftigung in Spitzensektoren;
  • Modernisierung, Spezialisierung und Konsolidierung von Beschäftigung in den sog. „traditionellen“ Sektoren;
  • Verbesserung des Humankapitals der Stadt unter besonderer Berücksichtigung von Frauen.

Die meisten in dieser Priorität enthaltenen Maßnahmen wurden speziell erarbeitet, um besser auf den Bedarf der KMU in den Bereichen technologische Innovation, Internationalisierung, Zugang zu Finanzmitteln und zu technologischen sowie Behördendiensten eingehen zu können.

Priorität 3: Umwelt, Schutz natürlicher Ressourcen, Wasserbewirtschaftung, -verteilung und -behandlung [ca. 32 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die Zielsetzungen und vorrangigen strategischen Orientierungen dieser Priorität lauten:

  • Beseitigung des Defizits bei der Wasserversorgung für Bevölkerung und Wirtschaft;
  • Vervollständigung der Arbeitsverfahren bei der Klärung von Wasser und der Behandlung von Rückständen;
  • Schutz natürlicher Räume und Förderung der biologischen Vielfalt;
  • Verstärkung der Vorbeugung gegen Naturkatastrophen.

In diesem Kontext sind Aktionen zur integrierten Wasserbewirtschaftung zu unterstreichen, die einerseits die Verfügbarkeit und andererseits die Qualität des Wassers gewährleisten sollen. Besondere Aufmerksamkeit wird auch dem Schutz und der Regenerierung des Wasserhaushalts sowie dem Einsatz von Instrumenten zur Förderung der effizienten Nutzung dieser Ressource gewidmet werden.

Priorität 4: Verkehr und Energie [ca. 34 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse hat folgende Hauptziele zum Inhalt:

  • Erweiterung und Erneuerung des Netzes, einschließlich der Schaffung neuer Verbindungen zum Stadtzentrum;
  • Erhöhung der operativen Kapazität des Hafens und seines Dienstleistungsangebots für den Waren- und Passagierumschlag;
  • Betrachtung und Behandlung von Energie als regionales Entwicklungsinstrument im Sinne eines stärkeren Einsatzes einheimischer, erneuerbarer und sauberer Energieträger.

Damit soll:

  • die Kommunikation zwischen den einzelnen Stadtvierteln ohne Durchquerung des Stadtzentrums erleichtert werden;
  • der Hafen in der städtischen Kommunikation sowohl für den Waren- als auch für den Passagierumschlag eine strategische Schlüsselfunktion übernehmen;
  • durch Förderung einheimischer Energieressourcen neue Wirtschaftstätigkeiten entstehen, die zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen.

Priorität 5: Sanierung von Stadtgebieten und Wohnvierteln [ca. 10,7 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Zu dieser Priorität wurden die fünf folgenden strategischen Zielsetzungen vorgeschlagen:

  • Aufwertung und bessere Nutzung der natürlichen Ressourcen der Stadt;
  • Aufwertung und bessere Nutzung des historischen, künstlerischen und kulturellen Erbes von Melilla;
  • Schaffung und Verbesserung von Angeboten im Tourismus;
  • Förderung und Verbesserung des städtischen Handels und des Tourismus;
  • Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Mit diesen Tätigkeiten im Bereich Restaurierung, Neuanpassung und Verbesserung des historischen, künstlerischen und kulturellen Erbes von Melilla werden die in früheren Programmzeiträumen realisierten Maßnahmen fortgesetzt. Zudem werden sie auf weitere kulturelle Tätigkeiten in den diversen Stadtgebieten von Melilla ausgedehnt, die der Modernisierung und Neuanpassung bedürfen.

Priorität 6: Soziale Infrastrukturen [ca. 1,3 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Das Ziel dieser Priorität besteht in der Verbesserung spezieller Infrastrukturen zur Unterstützung der Chancengleichheit und insbesondere in der Erhöhung der Anzahl der Kindergärten und in der Verbesserung der bereits bestehenden Einrichtungen.

Priorität 7: Technische Hilfe und Stärkung der institutionellen Kapazität [ca. 1 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Die technische Hilfe dient der Kofinanzierung von Maßnahmen in den Bereichen Management, Überwachung, Evaluierung, Kontrolle, Betreuung, Information und Kommunikation.

4. Verwaltungsbehörde

Ministerio de Economìa y Hacienda - Madrid, España
Dirección General de Fondos Comunitarios, Subdirección General de Administración del FEDER
Paseo de la Castellana, 162
E-28071 Madrid
Subdirector General de Administración del FEDER
Anatolio, Alonso Pardo
Tel.: +34 91 5835223
Fax.: +34 91 5835290
E-mail.: aalonsop@sgpg.meh.es
Web: Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
Web: DGFC: Subdirección General de Certificación y Pagos

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Melilla'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007ES161PO002

Nr. der Entscheidung : C/2007/5718

Datum der endgültigen Annahme : 2007-11-20

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung der Wissenswirtschaft (FTE + Informationsgesellschaft + IuK) 1 875 001 468 753 2 343 754
Unternehmensentwicklung und -innovation 7 720 509 3 308 790 11 029 299
Umwelt, Schutz natürlicher Ressourcen, Wasser-bewirtschaftung, -verteilung und -behandlung, Risikoprävention 14 301 245 6 129 106 20 430 351
Verkehr und Energie 14 137 620 7 571 584 21 709 204
Urbane/lokale Sanierung 4 790 369 2 053 013 6 843 382
Soziale Infrastrukturen 626 250 156 563 782 813
Technische Hilfe und Stärkung der institutionellen Kapazität 337 500 84 375 421 875
Gesamtausgaben 43 788 494 19 772 184 63 560 678
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